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Orkanböen und heftiger Wind. Wer am Mittwoch vor die Tür muss, sollte sich gut festhalten. Mehrere Wetterexperten und der DWD warnen vor extremen Wind.
Update am Mittwoch, 05. Juli 2023, um 12:21 Uhr: Wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) mitteilt, bleiben die Friedhöfe Hamburg Ohlsdorf, Öjendorf, Volksdorf und Wohldorf am heutigen Mittwoch, 5. Juli 2023, aufgrund des lebensgefährlichen Unwetters geschlossen. Eine Zufahrt sei ab 12 Uhr nicht mehr möglich, teilte die Friedhofsverwaltung am Mittwochmorgen dem NDR mit. Auch der Tierpark Hagenbeck teilt über seine Website mit, dass er heute nicht öffne. Das Tropen-Aquarium habe allerdings für die Besucherinnen und Besucher geöffnet.
Update am Mittwoch, 05. Juli 2023, um 11:20 Uhr: Angesichts möglicher Unwetterlagen gibt es von Seiten des Bildungsministeriums und der Schulbehörde in Schleswig-Holstein und Hamburg keine zentrale Vorgabe für Schulschließungen. Laut dem Sprecher des schleswig-holsteinischen Ministeriums, David Ermes, gab es keine Veranlassung, landesweit den Unterricht ausfallen zu lassen. Es bestehen bewährte Strukturen, um auf Extremwetterereignisse reagieren zu können.
„Die gesetzliche Schulpflicht verpflichtet uns dazu, Unterricht durchzuführen“, sagte Ermes. Natürlich habe die Sicherheit Vorrang und die Schulen handelten eigenverantwortlich entsprechend der örtlichen Situation. „Es liegt auch in der Eigenverantwortung der Eltern oder volljährigen Schülerinnen und Schüler, bei einer Gefährdung durch den Schulweg nicht zur Schule zu kommen oder früher nach Hause zu gehen, wenn das Wetter oder die konkrete Situation auf dem Schulweg dies erfordern.“
Peter Albrecht, Sprecher der Hamburger Schulbehörde, erklärte, dass die Schulleitungen eigenständig entscheiden könnten, den Unterricht gegebenenfalls früher zu beenden, abhängig von der Lage vor Ort und den Schulwegen der Kinder. Laut aktuellen Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) werde das Stadtgebiet unterschiedlich betroffen sein.
Update am Mittwoch, 05. Juli 2023, um 10:45 Uhr: Alarmstufe rot in Norddeutschland. Wegen Sturm „Poly“ hält Niedersachsen den Atem an. In Holland wurden am Mittwochmorgen schon Windspitzen von 164 km/h gemessen. Das Unwetter wird voraussichtlich in den kommenden Stunden vollständig den Norden erfassen. Für insgesamt 38 Kreise in Norddeutschland hat der Deutsche Wetterdienst inzwischen Unwetterwarnungen herausgegeben. „Der Schwerpunkt der Windentwicklung deutet sich für die Nordsee und das angrenzende Binnenland von Ostfriesland bis in die Nordhälfte Schleswig-Holsteins an“, wird ein Experte zitiert.
Update am Mittwoch, 05. Juli 2023, um 09:15 Uhr: Die Ausläufer des Sturmtiefs „Poly“ haben den Norden inzwischen erreicht. Wie der Deutsche Wetterdienst in einer aktualisierten Prognose zum Wetter in Niedersachsen schreibt, ist im Verlauf des Vormittags der gesamte Nordwesten Deutschlands betroffen. An der Sturmwarnung hat sich indes nichts verändert. Weiterhin bringt das Niedersachsen-Wetter zunehmendem Wind mit starken bis stürmischen Böen (Bft 7 bis 8) im Binnenland. Der Höhepunkt des Sturms wird gegen Mittag erwartet. An der Nordsee und im direkt angrenzenden Binnenland sind orkanartige Böen oder Orkanböen bis 130 km/h möglich.
Unwetter in Norddeutschland: „Poly“ wirbelt das Wetter in Niedersachsen durcheinander
Im Verlauf des Tages wird das Unwetter über den restlichen Norden hinwegziehen. Hohe Windgeschwindigkeiten werden am Nachmittag und frühen Abend auch in Schleswig-Holstein erwartet. Über der Ostsee sind orkanartige Böen (Bft 11) möglich. Während das Unwetter über Niedersachsen und den restlichen Norden niedergeht, sind örtlich Gewitter möglich. Wetterexperte Dominik Jung warnt am Mittwoch, dem 5. Juli, eindringlich: Dem Nordwesten drohe mitten im Sommer „ein lebensgefährlicher Orkan“.
Aufgrund der hohen Windgeschwindigkeiten sei die Lage durch das Wetter in Niedersachsen „brandgefährlich“, da die Bäume dicht belaubt seien und eine riesige Angriffsfläche für den Sturm bieten würden, so Jung. In einer Mitteilung schreibt er: „Dieser Orkan wäre im Winter schon eine ordentliche Hausnummer, doch jetzt mitten im Sommer ist das schon wirklich extrem, was da für heute berechnet wird.“
Sturmflut in Niedersachsen: Unwetter „Poly“ wird zur Gefahr
Das Wetter in Niedersachsen und dem restlichen Norden könnte am Mittwoch für zahlreiche Probleme sorgen. Umgestürzte Bäume könnten Bahnstrecken lahmlegen. An der Nordsee droht voller Orkan und das mitten in der Urlaubszeit. Die Campingplätze sind gut besucht. Wie Jung in seiner Mitteilung schreibt, sollten sich Gäste schnellstmöglich in Sicherheit begeben. Durch das Niedersachsen-Wetter droht zudem die Gefahr einer Sturmflut.
Unwetter „Poly“ kommt auf Norden zu: Niedersachsen-Wetter wird extrem
Update am Dienstag, 04. Juli 2023, um 19:55 Uhr: Noch am frühen Dienstagabend wird scheinbar langsam klar, dass der angekündigte Sturm weiter Richtung Hamburg gedrückt wird. Am Abend lösten bereits die Warnapps KATWARN und NINA aus und informierten über „Extremwetter“ am kommenden Mittwoch.
Wetter in Hamburg: Sturmtief „Poly“ kommt – Bevölkerung über Warnapps vor Extremwetter gewarnt
Unwetterwarnung für folgende Landkreise:
- Osterholz
- Verden
- Stade
- Cuxhaven
- Rotenburg
- Wilhelmshaven
- Wesermarsch
- Friesland
- Wittmund
- Ammerland
- Aurich
- Emden
- Oldenburg
- Leer
sowie der Stadt:
- Bremerhaven
- Bremen
- Hamburg
- Delmenhorst
Erstmeldung am Dienstag, 04. Juli 2023, um 19:25 Uhr: Hamburg – Was rollt da auf Norddeutschland zu? Die Wetterexperten überschlagen sich am Dienstag nahezu mit Vorrausmeldungen und Warnungen vor starken Sturmböen hin zu orkanartigen Wetter. Für Mittwoch sollen an der Nordessküste/Inseln, der Deutschen Bucht bis zur Ostsee sogar mit Orkanböen von 160 km/h möglich sein.
Unwetter und Orkanböen in Hamburg und Niedersachsen – starker Wind befürchtet
„Schwerer Sturm (10 Bft) mit extremen Orkanböen > 160 Km/h aus West-/Nordwest, wäre selbst für Winter heftig, im Sommer eine historische Sturm-Katastrophe“, so ein Wetterexperte bei Twitter (@Sturmwetter1703).
Durch die schweren Sturmböen könnten am Mittwoch Äste abbrechen und Bäume umstürzen. Auch blockierte Straßen und Bahnstrecken seien möglich, es kann zu Zug-Ausfällen kommen. „Bitte die Wetter- und Unwetterwarnungen morgen gut im Blick behalten“, rät Wetterexperte Dominik Jung vonwetter.net.
ICON/UKMO rechnen für Mittwoch Nachmittag/Abend einen fürchterlichen #Orkan für #Holland/Nord-#Deutschland und Nordsee!
— Sturmwetter (@sturmwetter1703) July 4, 2023
Schwerer #Sturm (10 Bft) mit extremen #Orkanböen >160 Km/h aus West-/Nordwest, wäre selbst für Winter heftig, im Sommer eine historische Sturm-Katastrophe! pic.twitter.com/xXG2EkQ409
Wetter-Warnung: „Es kann zu Schäden an Bäumen und somit zu Behinderungen an der Straßen- und Schieneninfrastruktur kommen.“
Auch wenn die starken Orkanböen möglicherweise „nur“ an den Küsten und den Inseln spürbar werden, so sind auch niedrige Windgeschwindigkeiten für Niedersachsen und Hamburg gefährlich.
Am Mittwochvormittag, so der Deutsche Wetterdienst, nimmt der Wind rasch zu. Die ersten Windböen werden aus Südost bis Süd an der Küste erwartet. Anschließend soll der Wind zum Mittag aus Südwest- bis West kommen. Dann aber mit verbreiteten Sturmböen mit Geschwindigkeiten um die 95 km/h. „Das klingt erstmal vielleicht nicht sonderlich dramatisch, allerdings sind die Bäume allesamt dicht belaubt“, so Jung. Entwurzelungen drohen.
An der Küste drohen sogar Orkanböen von Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h. Zum Abend hin soll der Wind allerdings langsam nachlassen. „Es kann zu Schäden an Bäumen und somit zu Behinderungen an der Straßen- und Schieneninfrastruktur kommen“, Sabine Krueger, Dipl. Metrologin beim Deutschen Wetterdienst.
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