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Fabian Raddatzschließen
Bevor die große Hitze kommt, rollt ein schwerer Sommersturm auf Niedersachsen zu. Von umstürzenden Bäumen bis zu Bahnausfällen ist alles möglich.
- Mann bei Aufräumarbeiten schwer verletzt – Sturm schleudert Ast auf Arbeiter
- Feuerwehr Hamburg im Sturmeinsatz – Rund 50-mal ausgerückt
- Sturm in Niedersachsen und Hamburg – Frau bei Gassigehen erschlagen
- Der Newsticker zum Unwetter in Niedersachsen wird fortlaufend aktualisiert.
Update am Mittwoch, 05. Juli 2023, um 19:14 Uhr: Inzwischen wurden durch den Wetterdienst die Warnung vereinzelt bereits zurückgezogen. Gegen kurz vor 20 Uhr soll der Wind in Hamburg erneut auffrischen, anschließend aber schnell nachlassen.
Mann bei Aufräumarbeiten schwer verletzt – Sturm schleudert Ast auf Arbeiter
Update am Mittwoch, 05. Juli 2023, um 17:33 Uhr: Die Polizei und die Rettungskräfte melden aus Oldenburg eine große Zahl an Einsätzen durch das Sturmtief. Es gab bereits einen Schwerverletzten. „Neben vielen Hilfeleistungen ist leider der erste Unfall mit einer schwerverletzten Person zu verzeichnen“, heißt es von der Polizei.
Am Bornhorster See hätten gegen 14.48 Uhr städtische Mitarbeiter Äste weggeräumt. Aus einer Baumkrone sei dabei ein größerer Ast abgebrochen und so ungünstig auf einen Mann gefallen, dass dieser von der Feuerwehr der Stadt Oldenburg befreit werden musste. Er wurde mit Verdacht auf schwere Verletzungen einem Krankenhaus zugeführt. Ein weiterer Mitarbeiter wurde leicht verletzt.
Sturm in Hamburg: Feuerwehr bisher rund 50-mal im Sturmeinsatz
Update am Mittwoch, 05. Juli 2023, um 17:05 Uhr: Hamburg – Während des Sturmtiefs hat die Hamburger Feuerwehr in den Mittagsstunden mehr als 50 Einsätze verzeichnet. Es seien aber meist kleinere Einsätze gewesen - etwa Dachziegel oder Äste, die zu fallen drohten, sagte eine Sprecherin der Feuerwehr am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Auch ein Sprecher der Hamburger Polizei teilte am Nachmittag mit, es gebe noch keine größeren Sturmeinsätze. Seit 11 Uhr gilt im Norden eine Unwetterwarnung, sie sollte bis voraussichtlich 20 Uhr am Abend dauern.
Update am Mittwoch, 05. Juli 2023, um 15:31 Uhr: Ein schwerwiegender Vorfall sorgte für Behinderungen im Bahnverkehr zwischen Elmshorn und Itzehoe in Schleswig-Holstein. Ein Baum ist auf die Gleise gekippt, was zu erheblichen Einschränkungen führte. Besonders betroffen ist der Zugverkehr von Hamburg nach Sylt.
Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der Strecke und führte dazu, dass der Baum auf die Gleise stürzte. Aufgrund der damit verbundenen Gefahr für den Zugverkehr wurden sofort Maßnahmen eingeleitet, um die Sicherheit der Reisenden zu gewährleisten.
Sturm in Niedersachsen fordert erstes Todesopfer – Frau bei Gassigehen von Baum erschlagen
Update am Mittwoch, 05. Juli 2023, um 15:01 Uhr: Rhede – Während des Sturms ist eine Frau im Emsland am Mittwoch tödlich verletzt worden. Ein entwurzelter Baum stürzte auf die Fußgängerin in Rhede und begrub sie unter sich, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Die Frau, die mit ihrem Hund unterwegs war, erlag noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen. Polizei und Feuerwehr sind vor Ort.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Sturm- und Orkanböen im nördlichen Emsland und Ostfriesland bis zum Jadebusen. In der Region werden bis Mittwochabend Böen bis zu 130 Stundenkilometern erwartet. „Je küstennäher man ist, desto gefährlicher ist es“, sagte ein Sprecher des DWD. Aber auch im Landesinneren soll der Wind mit mehr als 100 Stundenkilometern über Bremen und Niedersachsen fegen.
Menschen sollen möglichst nicht vor die Tür gehen, Parkanlagen und Wälder meiden, heißt es vom DWD. Es sei wichtig, Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen zu halten.
Sturm in Niedersachsen und Hamburg: Einschränkungen bei Regionalbahnen und Fernbahnen
Update am Mittwoch, 05. Juli 2023, um 13:57 Uhr: Wegen des drohenden Sturms fahren Regionalbahnen des Betreibers Metronom zwischen Bremen und Hamburg seit Mittwochmittag langsamer. Die Bahnen reduzieren die Geschwindigkeit dort vorerst auf 100 Stundenkilometer, wie die Eisenbahngesellschaft Metronom mitteilte. «Sicherheit geht vor», teilte der technische Geschäftsführer Rainer Blüm mit. „Damit reduzieren wir das Risiko, mit eventuell umstürzenden Bäumen zu kollidieren.“
Die Regelung betrifft den Angaben nach die Strecken der RE4 und der RB41 zwischen Hamburg Hauptbahnhof, Harburg und Bremen Hauptbahnhof. Sie soll gelten, bis sich die Wetterlage stabilisiert hat oder weitere Einschränkungen für den Bahnverkehr gelten.
Update am Mittwoch, 05. Juli 2023, um 13:54 Uhr: „Der Fährbetrieb auf Norderney ist aufgrund des Sturms bis auf Weiteres eingestellt. „Voraussichtlich wird es gegen Abend noch eine Schiffsverbindung geben, die später bekannt gegeben wird“, teilte die Reederei zum Mittag mit.„
Es geht rund an der Nordsee. Die Top-Plätze der höchsten Windgeschwindigkeiten werden von Orten dort belegt.
Juist-Flugplatz 112 Km/h
Brocken 108 Km/h
Wilhelmshaven 104 Km/h
Braunlage-Wurmberg 101 Km/h
Norden-Norddeich 101 Km/h
Baum wird entwurzelt und kracht auf Fußgänzer: Erster Orkan-Toter in Deutschland
Update am Mittwoch, 05. Juli 2023, um 13:48 Uhr: Die Polizei in Rhede teilt am Mittag mit: „Durch den Sturm wird ein Baum entwurzelt und stürzt auf einen Fußgänger, der mit seinem Hund spazieren gewesen ist. Der Fußgänger wird unter dem Baum eingeklemmt und erliegt vor Ort seinen Verletzungen.“
Unwetter wütet in Niedersachsen: Bereits erste Todesopfer
Update am Mittwoch, 05. Juli 2023, um 13:06 Uhr: In der niederländischen Stadt kam eine 51 Jahre alte Frau ums Leben, als ein Baum auf ihr Auto stürzte. Das teilt rtl.de mit. In der von Sturmtief „Poly“ getroffenen Nordhälfte der Niederlande wurde außerdem der Bahnverkehr eingestellt. Auch mussten einige Autobahnen gesperrt werden, Schulen und Parks wurden teilweise geschlossen und in vielen Städten fuhren Busse nicht. Die Feuerwehr musste mehrfach wegen umgestürzter Bäume ausrücken, so der öffentlich-rechtliche Sender NOS.
Die Lage in den Niederladen zeigt das Ausmaß, das auch Niedersachsen bald treffen könnte. Das Unwetter mit Böen von bis zu 100 Kilometern pro Stunde und starken Gewittern rückt immer näher. In vielen Landkreisen in Niedersachsen herrscht wegen des Sturms Alarmstufe rot. In Oldenburg warnte die Polizei und verstärkte die Großleitstelle. Außerdem an den hiesigen Schulen ab 10 Uhr der Unterricht eingestellt.
Sturm in Niedersachsen wütet – Frau in den Niederlanden gestorben
Update am Mittwoch, 05. Juli 2023, um 12:45 Uhr: Alarmstufe rot in Norddeutschland. Wegen Sturm „Poly“ hält Niedersachsen den Atem an. In Holland wurden am Mittwochmorgen schon Windspitzen von 164 km/h gemessen. Das Unwetter wird voraussichtlich in den kommenden Stunden vollständig den Norden erfassen. Für über 30 Kreise in Norddeutschland hat der Deutsche Wetterdienst inzwischen Unwetterwarnungen herausgegeben. „Der Schwerpunkt der Windentwicklung deutet sich für die Nordsee und das angrenzende Binnenland von Ostfriesland bis in die Nordhälfte Schleswig-Holsteins an“, wird ein Experte zitiert.
Orkantief in Niedersachsen: Diese Landkreise durch „Poly“ betroffen – die Übersicht
Folgende Kreise sind vom Wetterchaos in Niedersachsen und dem Norden betroffen:
- Bremen:
- Hansestadt Bremen
- Stadt Bremerhaven
- Niedersachsen:
- Kreis Aurich
- Kreis Emsland
- Stadt Emden
- Kreis Aurich
- Kreis Wittmund
- Kreis Friesland
- Stadt Wilhelmshaven
- Kreis Friesland
- Kreis Ammerland
- Kreis Cloppenburg
- Kreis und Stadt Oldenburg
- Kreis Wesermarsch
- Kreis Cuxhaven
- Kreis Stade
- Kreis Rotenburg (Wümme)
- Kreis Harburg
- Kreis Osterholz
- Schleswig-Holstein:
- Kreis Nordfriesland
- Kreis Schleswig-Flensburg
- Stadt Flensburg
Kreis Rendsburg-Eckernförde - Stadt Kiel
- Kreis Dithmarschen
- Kreis Steinburg
- Kreis Pinneberg
- Kreis Segeberg
- Kreis Stormarn
- Kreis Ostholstein
- Kreis Plön
Erstmeldung vom 4. Juli um 10:27 Uhr: Hannover – Regen, Wind und bedeckter Himmel: Der Sommer lässt in Deutschland derzeit auf sich warten. Auch in Niedersachsen ist Schmuddel-Wetter statt Sonne angesagt. Das soll sich am Wochenende ändern: Dann kann die 30-Grad-Marke geknackt werden, sagt Dominik Jung, Wetter-Experte bei wetter.net.
Doch bevor es so weit ist, droht am Mittwoch, 5. Juli, im Nordwesten Deutschlands noch ein schwerer Sommersturm. Spitzenböen bis 80 oder 90 km/h sind zu erwarten. In der Spitze seien sogar um die 100 km/h möglich, so Jung: „Das klingt erstmal vielleicht nicht sonderlich dramatisch, allerdings sind die Bäume allesamt dicht belaubt.“
Bis zu 100 km/h schnell: Schwerer Sommersturm rast auf Niedersachsen zu – Bahn-Ausfälle drohen
Durch die schweren Sturmböen könnten am Mittwoch Äste abbrechen und Bäume umstürzen. Auch blockierte Straßen und Bahnstrecken seien möglich, es kann zu Zug-Ausfällen kommen. „Bitte die Wetter- und Unwetterwarnungen morgen gut im Blick behalten“, rät Jung.
Auch der Deutsche Wetter-Dienst (DWD) warnt, dass bereits am Dienstagvormittag starke Gewitter mit Blitzschlag und Platzregen auftreten können. Vereinzelt können beispielsweise Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. „Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände“, heißt es in einer Mitteilung des DWD.
An der Küste drohen sogar Orkan-Böen.
In der Nacht zu Mittwoch wird dann teils länger anhaltender und kräftiger Regen erwartet. Es muss mit Gewittern gerechnet werden. „Gefahr von Starkregen um 20 l/qm in kurzer Zeit, tagsüber dann in Verbindung mit schweren Sturmböen, im Norden vereinzelt Orkanböen“, heißt es in der DWD-Meldung.
Deutschland-Wetter: So geht es die nächsten Tage weiter
- Dienstag: 19 bis 27 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, einzelne Schauer
- Mittwoch: 18 bis 27 Grad, im Westen und Norden stellenweise sehr stürmisch, einzelne Schauer und Gewitter
- Donnerstag: 20 bis 27 Grad, wieder freundlicher und sonniger
- Freitag: 25 bis 33 Grad, viel Sonnenschein und zunehmend sehr heiß
- Samstag: 26 bis 35 Grad, viel Sonnenschein und große Hitze in Deutschland!
- Sonntag: 28 bis 38 Grad, extreme Hitze, viel Sonnenschein, später im Westen einzelne Gewitter oder Unwetter
- Montag: 28 bis 39 Grad, Mix aus Sonnenschein und Wolken, immer wieder Gewitter, teilweise Unwetter, große Schwüle
- Dienstag: 24 bis 32 Grad, weiterhin schwül und gewittrig
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