Ostern 2025

Geschäfte müssen an Gründonnerstag um 20 Uhr schließen – das steckt hinter der hessischen Sonderregelung

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Am Gründonnerstag müssen die Geschäfte um 20 Uhr schließen. Der Hauptgeschäftsführer des Hessischen Handelsverbands Sven Rhode möchte das abschaffen.

Hessen - Nicht nur an Weihnachten greifen die Menschen beim Einkauf von Lebensmitteln zu, sondern auch an Ostern – das Fest ist sogar der zweitwichtigste Konsumanlass in Deutschland. Der Handel rechnet zu dieser Zeit mit Umsätzen, die eine Höhe von circa 198 Millionen Euro betragen. „Die hessischen Händlerinnen und Händler setzen in diesem wirtschaftlich schwierigen Umfeld auf die Feiertage als Impulsgeber – auf besuchte Innenstädte und Stadtteilzentren sowie eine spürbare Belebung der Konsumstimmung“, zitiert der Hessische Handelsverband seinen Hauptgeschäftsführer Sven Rhode in einer Pressemitteilung.

Der Hessische Handelsverband erwartet ein hohes Kaufverhalten rund um Ostern.

Laut ihm, seien auch in diesem Jahr wieder Schokohasen, Ostereier, Spielzeug, Blumen und Deko sehr gefragt bei den Menschen. Zudem gilt weiterhin die gesetzliche Regelung in Hessen, dass die Geschäfte am Gründonnerstag um 20 Uhr schließen müssen. Sven Rhode steht dem kritisch gegenüber. „Dieses Relikt der Vergangenheit verstehen weder Kundinnen und Kunden – noch unsere Mitglieder im Handel. Es ist geboten, hier Klarheit zu schaffen und diese Sonderregelung ein für alle Mal abzuschaffen“, heißt es in einem Zitat des Hauptgeschäftsführers in der Pressemitteilung.

Welche Supermärkte in Hessen an Gründonnerstag wie gewohnt geöffnet haben

Große Supermärkte wie Rewe, Aldi, Lidl und Edeka werden am Gründonnerstag (17. April) wie gewohnt geöffnet haben, heißt es auf brisant.de. Die Öffnungszeiten von kleineren Geschäften können abweichen und verkürzt sein.

Hessische Spezialitäten und Gerichte, die man probieren muss – von Main bis Weser

Zwei Männer trinken Ebbelwoi am Mainufer mit Blick auf die Frankfurter Skyline.
„Ebbelwoi“ ist das Frankfurter Nationalgetränk. Der leicht säuerliche Apfelwein ist ein beliebtes Erfrischungsgetränk, wird im Winter auf Weihnachtsmärkten in der Region aber auch heiß serviert. © Frank Rumpenhorst/Picture Alliance
Auf einem Teller liegen drei hessische Handkäs mit klein geschnittenen Zwiebelstücken. Daneben Brot und Apfelwein.
Zum Ebbelwoi passt der „Handkäs mit Musik“ perfekt. Er ist der Klassiker in jeder Apfelweinwirtschaft und wird stilecht in einer Marinade aus Zwiebeln, Essig und Öl zubereitet.  © Imago/Imagebroker/Theissen
Mehrere Stücke Zwiebelkuchen sind auf einem Holzbrett angerichtet.
Der Zwiebelkuchen ist ein Blechkuchen mit einem Belag aus Zwiebeln und Kümmel und fester Bestandteil vieler hessischer Weinfeste. © Imago/Zoonar.com/Ingrid Balabanova
Frankfurter Grüne Soße mit Kartoffeln und Eiern
Die „Grie Soß“ zählt zu den Spezialitäten der Frankfurter Küche. Zur Herstellung der grünen Soße werden traditionell sieben Kräuter verwendet: Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. Sie wird entweder mit Kartoffeln und Eiern serviert oder dient als Beilage für Fleischgerichte. © Imago/Imagebroker/Möbus
Der hessische Spundekäs wird mit Laugen- und Salzbrezeln serviert.
Der Spundekäs stammt ursprünglich aus Rheinhessen. Die Creme aus Frischkäse und Quark schmeckt am besten zu Laugen- und Salzbrezeln. © Imago/Thomas Häfner
Sauerkraut und Rippchen
Rippchen und Sauerkraut kommen in vielen hessischen Haushalten traditionell am 1. Januar auf den Tisch. Im neuen Jahr soll es so viel Geld geben, wie Sauerkrautfäden im Topf sind. © Imago/Panthermedia
In einer Fleischerei in Nordhessen hängt „Ahle Wurscht“ von der Decke.
Die „Ahle Wurscht“ ist ein Klassiker aus Nordhessen. Die luftgetrockneten Würste aus Schweinefleisch reifen mindestens vier Wochen lang bei niedrigen Temperaturen. Häufig werden sie mit frischem Bauernbrot gegessen. © Picture Alliance/Uwe Zucchi
In einer Pfanne ist gebratene Blutwurst auf Kartoffelbrei und Apfelstücken angerichtet.
Die Komponenten Kartoffel und Apfel verleihen dem hessischen Gericht „Himmel und Erde“ seinen Namen. Kartoffeln und Apfelmus werden oft mit angebratener Blut- oder Leberwurst serviert. © Imago/Imagebroker
In mehrere Gläser wird Weißwein eingegossen. Der Rheingau im Südwesten Hessens zählt weltweit zu den bekanntesten Weinanbaugebieten.
Der Rheingau im Südwesten Hessens zählt zwar zu den kleinsten, aber auch zu den bekanntesten Weinanbaugebieten weltweit. Besonders beliebt: die Weißweinsorte Riesling. © Imago
Ein Frankfurter Kranz steht angeschnitten auf einem gedeckten Tisch.
Der Frankfurter Kranz ist eine Spezialität aus der Mainmetropole. Die Torte besteht aus mehreren Böden und wird mit Buttercreme eingestrichen und mit Krokant bestreut. Optisch ähnelt er einer Krone und soll so an Frankfurt als Krönungsstätte erinnern. © Imago/Imagebroker/Wilfried Wirth
Der hessische Klassiker „Kirschenmichel“ ist in verschiedenen Backformen auf einem Tisch angerichtet.
Es bleibt süß: Ursprünglich als „Arme-Leute-Essen“ bekannt, zählt der „Kerschemischel“ längst zu den Klassikern der hessischen Küche. Der Auflauf wird aus Brot, Kirschen, Milch, Zucker und Eiern hergestellt – eine Resteverwertung für altes Brot und Kirschen aus dem Garten. © Imago/Imagebroker/Katharina Hild
Bethmännchen sind eine Spezialität aus Frankfurt und werden hauptsächlich zur Weihnachtszeit gebacken.
Zum Abschluss kleine Spezialitäten aus Frankfurt: Bethmännchen heißen die süßen Gebäcke aus Marzipan, Puderzucker und Rosenwasser. Hauptsächlich werden sie zur Weihnachtszeit gebacken.  © Imago/Imagebroker/Jürgen Pfeiffer

Eine repräsentative Umfrage des Handelsverbandes zusammen mit dem Institut für Handelsforschung Köln (IFH) hat ergeben, dass 41 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten Ostereinkäufe planen in diesem Jahr und Umsätze von 2,3 Milliarden Euro zu erwarten sind.

Das Bistro „Zum Käpt‘n“ in Kassel muss geschlossen werden. Ein Grund ist der Umbau der Markthalle.

Rubriklistenbild: © Annette Riedl/dpa

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