Angelsportveein Eschwege

Angelsportverein Eschwege schafft Lebensraum mit künstlichen Inseln

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Bei der Arbeit: Insgesamt drei sogenannte Röhrichtinseln haben die Mitglieder des Angelsportvereins Eschwege in zwei Teichen verankert.

Für den Naturschutz waren Mitglieder des Angelsportvereins Eschwege im Einsatz. Sie haben drei Röhrichtinseln in Teichen verankert.

Eschwege – „Etwas für unsere Gewässer und für den Naturschutz machen“ – das war das Motto einer kürzlich vom Angelsportverein (ASV) Eschwege initiierten, beispielhaften Aktion. Unter der Anleitung der Gewässerwarte und mithilfe von mehr als zwanzig Vereinsmitgliedern sind insgesamt drei sogenannte Röhrichtinseln in zwei Teichen des Vereins verankert worden.

Röhrichtinseln sind schwimmfähige, etwa 15 Quadratmeter große Konstruktionen, die vollständig mit heimischen Pflanzen bewachsen sind. Die künstlichen Inseln bilden einen natürlichen Lebensraum unter anderem für Amphibien, Libellen und Schmetterlinge. Unter den Röhrichtinseln entsteht ein natürliches und weit verzweigtes Wurzelwerk, das einen Schutzraum für Fischbrut und Jungfische bietet. Zusätzlich stellt der geschaffene Ersatzlebensraum ein biologisch hochaktives Gefüge dar, in dem sich eine Vielzahl von Fischnährtieren bilden.

Bevor die Inseln jedoch zu Wasser gebracht werden konnten, um sie dort zu verankern, mussten diese erst einmal fachgerecht zusammengebaut und natürlich auch bepflanzt werden. Denn aus Transportgründen hatte der Lieferant der Inseln die Bauteile der schwimmenden Lebensräume in Teilen geliefert. Nach dem schweißtreibenden Zusammenbau wurden die Konstruktionen mittels eines Boots an ihre Bestimmungsorte verlegt und dort befestigt.

Unterwasserbeobachtungen des Angelsportvereins Eschwege zeigten schon wenige Tage später, dass diverse Fischarten unter den Röhrichtinseln eine neue Heimat gefunden hatten, teilt Alexander Lieberknecht für den Angelsportverein mit. Auch Kreisfischereiberater Johannes Nölker zeigte sich überaus begeistert von der im Werra-Meißner-Kreis erstmalig durchgeführten Aktion. Johannes Nölker nahm an der kompletten Aktion bis hin zur Verankerung der letzten Röhrichtinsel teil. Insbesondere zum Schutz vor Kormoranen, aber auch, um Lebensräume und Artenvielfalt von bedrohten Arten zu erhalten und zu fördern, wünsche er sich nun viele Nachahmer der Aktion, teilt der Kreisfischereiberater nun mit. (red/esp)

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