Jugend Sontra

Ausschuss Sontra für Fortführung der Jugendförderung und Schulsozialarbeit

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Über Lob und Zustimmung zu ihrer verantwortungsvollen Jugendarbeit in Sontra freuen sich mit Awo-Kreisgeschäftsführerin Runa Aasland-Jost (links) Benjamin Franke, Monique Laubach und Pauline Schmidt.

Jeweils einstimmig hat sich der Umwelt- und Sozialausschuss der Stadt Sontra für die Fortführung der Jugendförderung und der Schulsozialarbeit ausgesprochen.

Sontra – Nachdem Schulsozialarbeiter Benjamin Franke seinen Bericht vorgelegt und einige zentrale Punkte erläutert hatte, bestand unter den sieben von neun anwesenden Mitgliedern des Umwelt- und Sozialausschusses kein Zweifel daran, diesem unisono zuzustimmen und der Stadtverordnetenversammlung den Beschlussvorschlag zur Fortführung der Schulsozialarbeit zu empfehlen. Seit Jahren besteht ein enger Kooperationsvertrag mit dem Werra-Meißner-Kreis, dem Awo-Kreisverband und dem Staatlichen Schulamt zur Sozialarbeit an Gesamtschulen. Gleichermaßen stimmten die Abgeordneten dem zweiten Beschlussvorschlag dieses Abends zur Fortführung der städtischen Jugendarbeit unter Trägerschaft der Awo ohne Gegenstimmen zu. Beide Berichte belegten, so Ausschussvorsitzender Thomas Schmidt wie auch Bürgermeister Thomas Eckhardt, eine „unglaublich umfangreiche Arbeit“.

Franke hob in seinem Tätigkeitsbericht seine Mitarbeit im Bereich der Berufsorientierung hervor. „Die Betriebserkundungsfahrten sind sehr wichtig, um nach den Corona-Jahren wieder Know-how im Bereich der Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort zu erlangen.“ Eine enge Zusammenarbeit mit der Schulleitung und zuständigen Lehrern finde dabei statt. Auf die Verleihung des Gütesiegels zur „Berufs- und Studienorientierung“ im Mai 2023 durch die Hessische Landesregierung sei man an der Adam-von-Trott-Schule besonders stolz. Im Bereich des sozialen Lernens bestehe großer Handlungsbedarf, da „die Kinder und Jugendlichen zunehmend individueller werden und sich keiner Gruppe mehr anpassen“, beklagte Franke immer mehr unzureichende Klassengemeinschaften. Als Sozialarbeiter gerate er häufig in die Rolle eines Therapeuten, was nicht seiner eigentlichen Aufgabe entspreche. Mit den Mitteln der systemischen Beratung versuche er die Schüler zu befähigen, eigene Lösungsvorschläge für ihre Konflikte zu finden. Unter anderem werden in der Adams-Home-AG, an der auch einige syrische Kinder teilnehmen, Toleranz und Akzeptanz eingeübt.

Während der Sommerferien kooperiert die städtische Jugendförderung eng mit der schulischen Sozialarbeit, sodass die Ferienspiele auch in diesem Jahr am Standort der Adam-von-Trott- Schule durchgeführt werden. Mehr als 50 Teilnehmer von sechs bis zwölf Jahren stellten drei hauptamtliche Teamer im vergangenen Jahr vor große Herausforderungen. „Um auf die verschiedenen Altersstufen und die Bedürfnisse einzugehen, haben wir gleich zwei Gruppen gebildet“, erläuterte Stadtjugendpflegerin Monique Laubach. Zusammen mit einigen jugendlichen Freiwilligen planten die Teamer ein abwechslungsreiches Angebot mit Basteln, Turnen, Tanzen, Kochen und gemeinsamen Ausflügen.

Sozialarbeiterin Laubach, die mit 35 Stunden in Sontra tätig ist, wurde im vergangenen Jahr unterstützt von Pauline Schmidt, die noch bis August ihr Bundesfreiwilligenjahr absolviert, sowie von Diplompädagogin Birgit Jäger mit sechs Stunden. Insgesamt waren im vergangenen Jahr bei etwa 50 Projekten mehr als 500 Teilnehmende im Kindes- und Jugendalter aktiv. Darunter waren Aktionen zum Weltkindertag, Faschings- und Halloweenparty, Kreativwochen und Teilnahme am Familiennachmittag sowie dem Awo-Nachbarschaftsfest.

Bei der kreativen Neugestaltung ihres Raumes konnten die älteren Jugendlichen ihre eigenen Ideen verwirklichen, dies sorgte auch für ein gutes Gemeinschaftsgefühl. Unter dem Motto „Verschönere dein Juz“ bestimmten sie Wandgestaltung und Deko, es wurde gebohrt, gehämmert und gemalert und upgecyclet, sodass Tisch und Sofas einen ganz neuen Look erhielten. Das Jugendzentrum in der Kernstadt hat das ganze Jahr regelmäßig an drei Tagen wöchentlich mit einer gesicherten Betreuung geöffnet, während die Jugendgruppen in den Ortsteilen mit Unterstützung rechnen können. „Die Jugendräume in Wichmannshausen, Blankenbach und Ulfen werden gut besucht“, weiß Sozialarbeiterin Laubach. „Aber wir schauen auch in die anderen Ortsteile und machen entsprechende Angebote.“ So fand kürzlich ein Kochworkshop in Heyerode statt, und in der Wiesenschule Ulfen wurde ein Bastelangebot in der Nachmittagsbetreuung gerne angenommen. (Annemarie Kapinus)

Öffnungszeiten

- Jugend-Café ab elf Jahren: Dienstag 16 bis 18 Uhr

- Kindertag ab erster Klasse bis 12 Jahre: Donnerstag 15 bis 18 Uhr

- betreutes Juz für Jugendliche (13 bis 21 Jahre): Freitag 17 bis 21 Uhr (kap)

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