GDL streikt bis Montag

Bahnstreik gestartet: Welche Züge in Kassel und Nordhessen nicht fahren

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Einmal mehr bestreikt die GDL den Bahnverkehr. Auch in Hessen wird es ab Mittwoch zu deutlichen Einschränkungen kommen. In Kassel und Nordhessen gibt es einige Besonderheiten.

Update vom Mittwoch, 24. Januar, 8 Uhr: Der sechs Tage andauernde Streik der Lokführergewerkschaft GDL hat am frühen Morgen begonnen. Der Personenverkehr der Deutschen Bahn kommt daher auch in Kassel und Nordhessen weitgehend zum Erliegen.

 „Bislang ist es ruhig, der Notfahrplan läuft stabil“, sagte ein Bahn-Sprecher dem HR. Die Fahrgäste hätten sich auf die Situation eingestellt.

Bahnstreik diese Woche: Welche Züge in Kassel und Nordhessen nicht fahren

Update von Montag, 22. Januar, 17.21 Uhr: Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) hat erste Informationen zum Bahnstreik ab Mittwochmorgen veröffentlicht. Durch den Streik der Lokführergewerkschaft GDL muss mit Ausfällen auf folgenden Regionalzuglinien in Nordhessen gerechnet werden:

  • RE2 (Kassel <> Eichenberg <> Leinefelde <> Erfurt)
  • RMV-RE5 (Bebra <> Frankfurt)
  • RE30 (Kassel <> Frankfurt)
  • RE50 (Bebra <> Frankfurt)
  • RB4 (Kassel <> Korbach)
  • RB38 (Kassel <> Treysa)
  • RE39/RB39 (Kassel <> Bad Wildungen)
  • RB81 (Bodenfelde <> Nordhausen)
  • RE97/RB97 (Brilon <> Korbach <> Marburg)
Bahnstreik diese Woche: Welche Züge in Kassel und Nordhessen nicht fahren (Archivbild).

Alle hier nicht aufgeführten Regionalzuglinien und die RegioTramlinien werden voraussichtlich regulär fahren. Sollten auch Stellwerke bestreikt werden, kann es allerdings auch zu Zugausfällen auf weiteren Regionalzuglinien sowie auf RegioTramlinien kommen. Bus- und Tramlinien sind von dem Streik nicht betroffen.

Erstmeldung von Montag, 22. Januar, 11.33 Uhr: Kassel – Der nächste Bahnstreik kommt auf ÖPNV-Nutzer in Hessen zu. Die Lokführergewerkschaft GDL hat die Beschäftigten der Deutschen Bahn zu einem sechstägigen Streik aufgerufen. Erneut werden massive Einschränkungen erwartet. Was bedeutet das für Kassel und Nordhessen? Der Überblick.

Beim bislang letzten Bahnstreik Anfang Januar hieß es beim NVV: Die Arbeitsniederlegungen haben „auch Auswirkungen auf den Regionalzugverkehr mehrerer Unternehmen im Gebiet des Nordhessischen Verkehrsverbunds.“ Bus- und Tramlinien waren von dem Streik nicht betroffen.

Neuer Bahnstreik trifft Kassel und Nordhessen: Was passiert bei HLB, Cantus-Bahn und Co.?

Start für den nächsten Bahnstreik ist der frühe Mittwochmorgen (24. Januar) um 2 Uhr morgens. Und dieses Mal hat die GDL angekündigt, er am Montag (29. Januar) um 18 Uhr die Arbeitsniederlegungen im Personenverkehr zu beenden. Bei der Bahn heißt es bereits, dass „massive Beeinträchtigungen im Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr“ erwartet werden. Erneut wird ein Notfahrplan ausgearbeitet. Dieser wird jedoch nur ein Rumpfangebot sicherstellen.

Erneut wird der Bahnverkehr bestreikt – mit Auswirkungen auf Kassel und Nordhessen. (Symbolbild)

Was bedeutet der Streik, zu dem die GDL aufgerufen hat, für ÖPNV-Nutzer in Hessen genau? Letztlich werden wieder zahlreiche Ausfälle im Regional- und Fernverkehr der Bahn erwartet. Die Linien von VIAS, Vlexx, Cantus-Bahn und Hessischer Landesbahn (HLB) wurden dagegen zuletzt nicht bestreikt. Allerdings: Sobald Stellwerke bestreikt werden, kann das auch Auswirkungen auf Verbindungen anderer Anbieter in Kassel, Nordhessen und anderen Teilen des Landes haben.

Die Bahn und die GDL verhandeln seit Anfang November über neue Tarifverträge. Hauptknackpunkt ist die Forderung der GDL nach einer Senkung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohn. Dies lehnt die Bahn ab. Erst am Freitag (19. Januar) hatte die Deutsche Bahn ein neues Tarifangebot vorgelegt, um die GDL wieder an den Verhandlungstisch zu holen. Darin ist unter anderem auch eine Option zu einer Stunde weniger Arbeitszeit für Lokführer und Zugbegleiter ab dem 1. Januar 2026 enthalten. Für neue Verhandlungen reichte dies aber offenbar nicht aus.

Bahnkunden in Kassel und Nordhessen können Tickets wegen GDL-Streik später oder früher nutzen

Der nun angekündigte Arbeitskampf wäre der vierte im laufenden Tarifkonflikt. Vor dem Jahreswechsel legte die GDL bei zwei Warnstreiks große Teile des Personenverkehrs lahm, im Januar folgte dann ein dreitägiger Streik mit ähnlicher Wirkung.

Alle Kunden, die ihre für den 24. bis 29. Januar geplante Reise aufgrund des Streiks der GDL verschieben möchten, können laut Bahn ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Die Zugbindung ist aufgehoben. Die Fahrkarte gelte für die Fahrt zum ursprünglichen Zielort – auch mit einer geänderten Streckenführung. Sitzplatzreservierungen können kostenfrei storniert werden, wie es bei der Bahn heißt. Zudem haben Fahrgäste im Fern- und Regionalverkehr im Rahmen einer Sonderkulanz die Möglichkeit, ihre Reise vorzuverlegen und bereits am 22. oder 23. Januar zu fahren.

Rubriklistenbild: © Socher/Eibner-Pressefoto/imago

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