Eröffnung naht

Ulsterwelle-Umbau wird immer teurer: Gemeindevertreter segnen Mehrkosten ab

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Der Umbau der Ulsterwelle verzögert sich und wird teurer.
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Die Mitglieder der Hilderser Gemeindevertretung stimmten Mehrausgaben in Höhe von knapp 170.000 Euro für die Sanierung der Ulsterwelle zu. Die Eröffnung soll jetzt im ersten Quartal 2024 erfolgen.

Hilders - Drei Mitglieder stimmten gegen die Bewilligung der Mehrkosten, einer enthielt sich. Die 170.000 Euro werden jetzt im Haushaltsplan 2024, der am 20. Dezember vorgestellt wird, ausgewiesen. Damit steigen die Kosten für die Sanierung auf rund 3,4 Millionen Euro. Ob es dabei bleibt, wollte ein Gemeindevertreter wissen. Bei den Putz- und Malerarbeiten könnten noch weitere zusätzliche Kosten von knapp 20.000 Euro hinzukommen, sagte Bürgermeister Ronny Günkel (CWE).

Rhön: Umbau der Ulsterwelle in Hilders wird immer teurer

Der Grund für die Mehrkosten sei das Bauen im Bestand. Dabei seien unvorhergesehene Schäden zutage getreten, die jetzt saniert werden müssen, sagte Günkel. Das habe auch zu den Verzögerungen geführt.

Deshalb könne das Hallenbad auch nicht mehr dieses Jahr, wie eigentlich geplant, geöffnet werden. Günkel nannte als neuen Termin das erste Quartal 2024, also bis spätestens März.

Die Mehrkosten resultieren aus der Abdichtung der Außenwand, wo es einen Wasserschaden gab, die Schwimmbadtechnik ist teurer geworden als veranschlagt, ebenso die Trockenbauarbeiten sowie die Fliesen- und Metallbau- und die Putz- und Malerarbeiten.

Zum Stand der Sanierung führte der Bürgermeister aus, dass der Fliesenleger die Arbeiten aufnehmen könne, sobald das Bad beheizt werden könne. Die Heizungstechnik soll gestartet werden, wenn die Fenster alle eingebaut sind. Die komplette Fassade soll bis Mitte Dezember verglast sein. Danach erst könne der Estrich aufgebracht werden. Der müsse dann trocknen.

„Die ständig auftretenden Kostensteigerungen sind ärgerlich und belastend, aber letztlich nicht vermeidbar“, sagte OBH-Fraktionsvorsitzender Hartmut Jenisch. „Aber wir wollen nicht frühere Fehler wiederholen und aus falscher Sparsamkeit oder aus Zeitdruck die Maßnahmen nicht einhundertprozentig durchführen.“

Zum Thema Radwegebau berichtete der Bürgermeister, dass die Aufträge für die Streckenabschnitte Brand-Reulbach und Rupsroth-Dietges vergeben sind. Letzterer soll noch dieses Jahr fertiggestellt werden.

Beim zweitgrößten Projekt der Gemeinde nach der Sanierung der Ulsterwelle, dem Neubau des DGH Batten, brachte Günkel die Mitglieder der Gemeindevertretung auf den neusten Stand. Die Gewerke Rohbau und Entwässerung wurden ausgeschrieben. Beim Rohbau wurde die Frist verlängert, weil es viele Bieteranfragen gegeben habe. Die Verwaltung wartet jetzt auf die Vergabevorschläge des Planungsbüros. Der Baubeginn soll dann zeitnah erfolgen und ist von der Witterung abhängig.

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