VonMarcus Lotzschließen
Die in Flieden vertretenen Parteien sind sich auffällig einig: CDU-Bürgermeisterkandidat Christopher Gärtner erhält breite Unterstützung. Nach FDP, SPD und Grünen gibt jetzt auch die FDK eine entsprechende Wahlempfehlung bekannt.
Flieden - In knapp zwei Wochen, am Sonntag, 25. Februar, soll in Flieden ein Nachfolger für Amtsinhaber Christian Henkel (CDU) gewählt werden. „Die FDK spricht sich für Christopher Gärtner als Bürgermeister für Flieden aus“, teilt der Fraktionsvorsitzende Hendrik Seifert gegenüber unserer Zeitung mit. Gleichzeitig stellt der Kommunalpolitiker klar: „Herr Gärtner ist definitiv nicht unser Traumkandidat. Wir hätten uns gerne jemand ganz anderen für diese Position gewünscht. Leider ist unsere eigene Suche erfolglos geblieben.“
Bürgermeisterwahl in Flieden: Breite Unterstützung für Christopher Gärtner
Das Listenbündnis bestehend aus FDK, SPD und Grünen hatte sich im Juli zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen: In einem offenen Bewerbungsverfahren hatten die Fraktionen nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin für den scheidenden Bürgermeister Christian Henkel (CDU) gesucht. Dabei waren Menschen, unabhängig von ihrem Wohnort, aufgerufen, sich bei dem Bündnis zu bewerben. Weil der daraus hervorgegangene Favorit jedoch kurzfristig abgesprungen war, stand das Bündnis am Ende ohne eine Wahlalternative da.
Dass sich die FDK nun für Gärtner ausspricht, hat mehrere Gründe. „Herr Gärtner hat bereits kommunalpolitische Erfahrung und zeigt eine hohe Bereitschaft, die Gemeindevertretung zu einen und nicht nur CDU-Themen voranzubringen.“ Ein weiterer Grund ist, dass die Konkurrenz – Nicole Hess (AfD) und Sebastian Künemund (Die Partei) – keine Alternative sei. „Herr Künemund hat keine ernsthaften inhaltlichen Ambitionen“, sagt Seifert. „Das, was er bisher von sich gegeben hat, ist wahnsinnig gut – allerdings als Büttenrede, nicht für die Politik.“
Auch AfD-Kandidatin Hess sei indiskutabel. „Sie hat nicht die geringste Ahnung von dem, was kommunal bei uns passiert.“ Zudem falle die AfD immer wieder mit antidemokratischen Aussagen auf. Seifert appelliert daher an die Bevölkerung, insbesondere Nichtwählerinnen und -wähler: „Bitte wählt Christopher Gärtner. Ansonsten laufen wir Gefahr, dass einer der anderen in die Stichwahl kommt oder sogar das Rennen macht – ich halte das nicht für unmöglich.“
Mit der FDK schließt sich die letzte der in der Gemeindevertretung sitzenden Fraktionen und Parteien dem CDU-Kandidaten an. Anfang des Jahres hatte Mario Klotzsche, FDP-Gemeindevertreter und Kreisvorsitzender der FDP, bereits seine Unterstützung erklärt: „Christopher Gärtner hat unsere Unterstützung. Er weiß um die Stärken und Schwächen der Gemeinde. Ich kenne ihn seit vielen Jahren aus der Gemeinde- und Kreispolitik. Hier habe ich ihn als verlässlichen Partner erlebt, der auch offen für neue Ideen ist.“
Dem schloss sich Ende Januar auch die SPD an, die ursprünglich keine Wahlempfehlung geben wollte. „Christopher Gärtner war und ist nicht unser Wunschkandidat“, hieß es dementsprechend in einer Pressenotiz. „Wir müssen aber anerkennen, dass Christopher Gärtner der einzige Bewerber ist, den wir uns in diesem enorm wichtigen Amt vorstellen können“, sagte Ortsvereinschef Winfried Kress. Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Dirk Leitschuh, hatte betont, man wolle keinen Bürgermeister von der AfD oder einer Satirepartei. In dieser Situation müssten demokratische Parteien zusammenstehen.
Auch die Grünen hatten sich vor wenigen Tagen für die Wahl von Christopher Gärtner ausgesprochen. „Christopher Gärtner möchte der Bürgermeister für alle sein. Wir sehen unterschiedliche Auffassungen und Vorstellungen zur Gestaltung von Flieden, wünschen uns gleichzeitig unbedingt einen demokratischen Bürgermeister, der für alle da sein möchte“, hieß es in einer Pressemitteilung.

