Nachfolger für Wilhelm Gebhard

Bürgermeisterwahl in Wanfried: CDU nominiert Thilo Vogt

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Will Bürgermeister seiner Heimatstadt werden: Thilo Vogt wurde von der CDU Wanfried am Freitagabend nominiert.
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Die CDU hat bereits einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im nächsten Frühjahr gefunden. Der 43 Jahre alte Wanfrieder Thilo Vogt soll bei der Wahl 2025 antreten.

Wanfried – Thilo Vogt wurde während einer Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes am Freitagabend einstimmig nominiert. Am Montag war bekannt geworden, dass Wilhelm Gebhard nicht für eine vierte Amtsperiode als Bürgermeister von Wanfried zur Verfügung steht. Er wird die volle Konzentration auf ein Bundestagsmandat legen.

Dem CDU-Stadtverband hatte Gebhard seine Entscheidung schon vorab mitgeteilt. Deswegen sind nur wenige Tage bis zur Bekanntgabe von Thilo Vogt als Bürgermeisterkandidat der CDU vergangen. „Wir wollten kein Vakuum entstehen lassen“, sagt Stadtverbandsvorsitzender Thomas Bachmann. Der CDU-Stadtverband hat den Kandidaten nach einem sorgfältigen Auswahlprozess, der eine interne Abstimmung im Vorstand und die Vorstellung bei der Fraktion umfasste, nominiert. In der entscheidenden Mitgliederversammlung überzeugte er die Anwesenden und wurde einstimmig gewählt.

Thilo Vogt ist in und mit Wanfried tief verwurzelt. Er ist dort aufgewachsen und nach Auslandaufenthalten, Studium und ersten beruflichen Erfahrungen dorthin zurückgekehrt, um eine Familie zu gründen und sesshaft zu werden. Vogt wohnt inzwischen in Völkershausen, ist verheiratet und Vater von drei Töchtern. Kommunalpolitische Erfahrungen hat er im Stadtparlament gesammelt. Seine langjährige Mitgliedschaft im Schützenverein und seine Leidenschaft für die Jagd und den Handball seien nur einige Beispiele für seine tiefe Verbundenheit mit der Region, heißt es vonseiten der CDU Wanfried. „Ich trage Wanfried im Herzen. Dieses Amt ist eine Berufung, die ich mit größtem Respekt und Demut anstrebe“, sagte Vogt bei seiner Vorstellung vor den Mitgliedern am Freitagabend.

Vogt verfüge über umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung und Umsetzung von Wachstumsstrategien sowie im Management komplexer Projekte, hat der Vorstand der CDU Wanfried befunden. Seine Führungskompetenzen in interdisziplinären Teams und seine kommunikativen Fähigkeiten hätten sich in unterschiedlichen Vertriebsrollen bewährt, wo er Netzwerke aufbaut und tagtäglich die Beziehungen mit Kunden und Interessensgemeinschaften pflegte. Diese Fähigkeiten seien für die Planung und Umsetzung kommunaler Projekte von großem Wert. Durch seine Tätigkeiten sowohl im Mittelstand als auch in und mit weltweit agierenden Großkonzernen habe Vogt tiefgreifende Einblicke in verschiedene wirtschaftliche Strukturen gewonnen. Besonders seine Erfahrungen in „behördenartigen“ Prozessen innerhalb von Großkonzernen haben ihm die nötige Hartnäckigkeit und das politische Geschick vermittelt. „Wir sind überzeugt, dass Thilo Vogt mit seiner Kombination aus beruflicher Erfahrung, Teamplayer-Mentalität und lokaler Verwurzelung die bestmögliche Besetzung für das Bürgermeisteramt ist“, konstatiert Thomas Bachmann.

Vonseiten der SPD ist momentan noch nichts über einen eigenen Kandidaten bekannt. „Wilhelm Gebhards Rückzug kommt nicht vollkommend überraschend, wir haben aber noch keinen eigenen Kandidaten zu präsentieren“, sagt der Vorsitzende der SPD Wanfried, Frank Susebach. Gebhards Aufgabe des Bürgermeisteramtes sei erst seit Dienstag offiziell. Sicher sei, dass die Wanfrieder Sozialdemokraten planen, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. „Die Chancen für einen Wahlsieg sind höher, wenn man nicht gegen den Amtsinhaber antreten muss.. Es ist ein Neuanfang.“ Wer SPD-Kandidat sein wird, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden. (Tobias Stück)

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