Einzelhandel

Insolvente Deko-Kette Depot schließt eine von zwei Kasseler Filialen

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Ausverkauf läuft bereits: Der Deko-Händler Depot zieht sich vom Standort Obere Königsstraße zurück.
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Der insolvente Deko-Händler Depot will bis zum Jahresende mindestens 27 Filialen in Deutschland schließen. Davon ist einer der beiden Kasseler Standorte der Kette betroffen.

Kassel – Die Deko- und Wohnaccessoires-Kette Depot wird ihre Filiale an der Oberen Königsstraße zum Jahresende schließen. Der Ausverkauf ist bereits plakatiert, Hintergrund sind wirtschaftliche Schwierigkeiten des Unternehmens, das im vergangenem Juli Insolvenz angemeldet hatte.

Vor diesem Hintergrund hat sich Depot eine Schrumpfkur verordnet. „Läden, mit denen wir kein Geld verdienen, werden wir konsequent schließen“, kündigte Geschäftsführer Christian Gries an. Bundesweit würden zum Jahresende mindestens 27 Standorte dichtgemacht, 17 seien bereits geschlossen, 285 sollen übrig bleiben. Das betroffene Personal werde weitgehend auf bestehende Standorte verteilt.

Bis 2019 hatte Depot noch eine weitere Filiale in Kassel

Für die zweite Kasseler Depot-Filiale, die sich im Einkaufszentrum Dez in Niederzwehren befindet, gibt es dem Vernehmen nach aktuell keine Schließungspläne.

Depot ist eine Tochter der Gries Deco Company (GDC) aus Unterfranken. Bis 2019 hatte die Kette noch eine weitere Filiale in Kassel betrieben, und zwar im City-Point am Königsplatz. Damals hatte Depot noch rund 500 Filialen. Die Aufgabe des Standorts im City-Point wurde seinerzeit mit dem Auslaufen des Mietvertrags nach zehn Jahren begründet.

Die Filiale an der Oberen Königsstraße, die nun schließen soll, war im August 2016 in den früheren Räumen eines Drogeriemarkts eröffnet worden. Nun soll offenbar noch das Weihnachtsgeschäft mitgenommen werden, bevor sich die Deko-Kette aus Kassels bester und kostspieligster Geschäftslage zurückzieht. Bis Mitte 2025 plant Depot, die Folgen der Insolvenz hinter sich zu lassen.

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