VonFabian Diekmannschließen
Seit einigen Jahren gibt es mehr Leerstand in Kasseler Einkaufszentren. Für Martin Wimberger, den Manager des Dez und City Points, ist das aber nicht beunruhigend.
Kassel – Wer in diesen Tagen durch das Dez und City Point läuft, wird einige leere Geschäfte bemerken, an deren Türen nun Werbetafeln hängen. Was einige als Beispiele für das Ladensterben sehen könnten, das es überall in Deutschland gibt, beunruhigt Martin Wimberger, den Manager der beiden Kasseler Einkaufszentren, nicht.
„Den Leerstand im Dez sind wir in dieser Form einfach nicht gewöhnt“, sagt Wimberger. „Früher waren 100 Prozent der Läden vermietet, aber seit der Corona-Pandemie hat sich die Lage geändert.“
Viel Interesse von Mietern an Ladenflächen im Kasseler Dez
Potenzielle Mieter würden nicht mehr so viel investieren wollen und hätten andere Anforderungen an die Flächen. Ein dadurch notwendiger Umbau würde jedoch weitere Kosten und eine längere Zeitspanne bis zum Bezug bedeuten. „Viele Kunden nehmen es so wahr, als ob dort nichts passiert“, sagt der Dez-Manager. „Dabei ist eigentlich immer ein Interesse von Unternehmen da.“ Wenn eine Fläche zur Neuvermietung frei werde, sei dies auch immer eine Frage der Strategie. Dann kämen Fragen zu Umbauten auf und ob man Außenflächen mitnutzen könnte.
„Einige Mieter sprechen sich auch klar für den Standort Dez aus“, erklärt Martin Wimberger. „Walbusch hat renoviert und auch für Rossmann und H&M steht das demnächst an.“
Depotfiliale im Kasseler Dez wirft Fragen auf
Der Verbleib des Wohn- und Dekohändlers Depot wirft unterdessen Fragen auf. Nachdem die Filiale im City Point bereits seit einiger Zeit geschlossen ist und die an der Oberen Königsstraße einen Räumungsverkauf veranstaltet, ist unbekannt, wie es um das Geschäft im Dez steht. Auch dort waren vor einigen Tagen Schilder zu sehen, die auf einen Räumungsverkauf hinweisen. Mittlerweile sind diese aber verschwunden. Auf eine HNA-Anfrage zur Zukunft dieser Filiale wollte die Depot-Zentrale zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft geben.
Auch wenn es im City Point ebenfalls Mieter wie Vosswinkel gibt, die in ihre Mietobjekte investieren, sei es dort laut Wimberger etwas schwieriger mit dem Leerstand. „Von der Idee her richtet es sich eher an jüngere Menschen, die sich besonders Fashion-Konzepte wünschen“, sagt der Manager. „Die sind jedoch schwieriger umsetzbar, da sie oft mit Umbauten in Verbindung stehen.“
Es sei jedoch unter anderem ein namhafter Mieter im Gespräch, ein Geschäft über zwei Etagen zu eröffnen. „Das ist alles kein Drama“, sagt Wimberger abschließend. „Ich bin da optimistisch.“ (von Fabian Diekmann)
Rubriklistenbild: © Fabian Diekmann

