Am Montag (24. Februar) jährt sich der russische Angriff auf die Ukraine zum dritten Mal. Fuldas Bischof Michael Gerber sowie die Bischöfin der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck rufen zu anhaltender Solidarität auf.
Fulda - Drei Jahre ist es her, dass Russland in der Nacht auf den 24. Februar 2022 die Ukraine angegriffen hat. Seitdem herrscht Krieg in dem Land. Anlässlich des dritten Jahrestages des Kriegsbeginns appellieren Fuldas Bischof Michael Gerber sowie die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) in einem gemeinsamen Statement daran, nicht nachzulassen in der Solidarität gegenüber der Ukraine, den Opfern des Krieges sowie den Geflüchteten.
Drei Jahre Krieg in der Ukraine - Kirchen rufen zur Solidarität auf
Beide, so heißt es in der Mitteilung, machen sich stark für konkrete, nachhaltige Friedensbemühungen – und beobachten zugleich mit Sorge, dass die Ukraine und Europa bei den Gesprächen darüber ausgeschlossen werden könnten. „Als Christinnen und Christen sind wir aufgerufen, den Frieden zu suchen, nicht den Krieg“, betonen die beiden Geistlichen.
Sowohl das Bistum als auch die EKKW hatten sich nach dem Ausbruch des Ukraine-Krieges mit zusätzlichem Geld, Personal und Kompetenzen an der Unterstützung der Geflüchteten aus der Ukraine beteiligt. Spenden sowie die Arbeit von Caritas, Maltesern und Diakonie unterstützen anhaltend die Menschen vor Ort. Zuletzt starteten zum Jahresbeginn Hilfstransporte für Kriegsversehrte und ältere Menschen aus dem Bistum Fulda in die Ukraine.
„Wir sind keine Zuschauer der Geschichte, die hilflos zur Kenntnis nehmen, wo die Würde von Menschen mit Füßen getreten wird“, sagt Bischof Gerber. Die Lage in der Ukraine und die Situation der Menschen dort seien weiterhin Anlass zu handeln.
Ökumenischer Friedensgottesdienst zum Jahrestag am 24. Februar
Beide Kirchen engagieren sich laut Mitteilung außerdem mit Hilfs- und Integrationsangeboten für Geflüchtete, etwa mit dem Café Mir der evangelischen Immanuelkirche in Kassel, das für viele zu einem Zufluchtsort geworden ist – auch unterstützt von Russlanddeutschen. Hier gelänge Integrationsarbeit und Vernetzung auf vorbildliche Weise, so Bischöfin Hofmann. „Allen, die sich ehrenamtlich in der Hilfe für Geflüchtete engagieren, gilt unser Dank.“
Nach wie vor bringen Kirchengemeinden mit Friedensgebeten und Gottesdiensten ihre Klage über das Leid, das der Krieg verursacht, und ihre Sehnsucht nach Frieden vor Gott. „Christinnen und Christen haben einen ‚langen Atem‘ und bleiben, angetrieben von Gottes Geistkraft, beharrlich“, sagt Bischof Gerber. Die Schrecken des Krieges gelte es weiter wachzuhalten, ergänzt Bischöfin Hofmann: „Wir dürfen uns nicht an ihn gewöhnen.“
Am Montag, 24. Februar, findet anlässlich des dritten Jahrestags des Kriegsbeginns ein ökumenischer Friedensgottesdienst im Fuldaer Dom mit Gebeten, Gesang und Fürbitten für die Menschen in der Ukraine statt. Los geht es um 18.30 Uhr, Zelebranten sind Weihbischof Karlheinz Diez, der Dekan des Kirchenkreises Fulda, Thorsten Waap, sowie Pfarrer Ivan Hnativ von der ukrainisch-griechisch-katholischen Kirche. Ferner wirkt Pastoralassistent Ivan Kolodii (Gesang) mit. (sko)