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Eskalation bei Eintracht-Spiel: Dutzende Verletzte bei Polizei und Fans

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Vor dem Waldstadion ist es zu einer Auseinandersetzung zwischen der Polizei und Fans gekommen. Es gibt widersprüchliche Meinungen dazu, warum es eskalierte.

Update von Sonntag, 26. November, 8.50 Uhr: Vor der Nordwestkurve des Waldstadions kam es vor dem Spiel der Eintracht Frankfurt gegen den VfB Stuttgart am Samstagabend zu erheblichen Ausschreitungen. Die Polizei berichtet, dass zahlreiche Menschen verletzt wurden.

Dem jüngsten Bericht der Polizei zufolge knallte es vor dem Stadion schon gegen 17.45 Uhr zwischen rivalisierenden Fans. Nachdem dann Ordner im Stadion angegriffen wurden und diese die Polizei zu Hilfe gerufen hatten, sei es zu Angriffen mit Flaschen, Pyrotechnik und „schweren Eisengittern“ auf die hinzugerufenen Polizeikräfte vor der Arena gekommen. Dabei waren offenbar Eintracht-Fans beteiligt. Die Beamten griffen zu Pfefferspray und Schlagstöcken. Es kam auch zu mehreren Festnahmen.

Polizeibericht: Angriffe von Frankfurter Fans auf Beamte

„Eine mittlere zweistellige Anzahl“ an Beamten sei verletzt worden, vier von ihnen wurden im Krankenhaus behandelt. Wie viele Menschen genau unter den Ordnern, Rettungskräften und Stadionbesuchern verletzt worden, ist laut Polizei noch unbekannt. Die Polizei ermittelt nun wegen schweren Landfriedensbruchs und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte. Die neu gegründete „SOKO2511“ soll die Geschehnisse klären.

Aus Protest gegen die Polizei ziehen sich die Frankfurter Ultras aus ihrem Fanblock zurück.

Derweil berichtet der Vorstand der Eintracht, Philipp Reschke, ihm lägen keine Informationen zu Auseinandersetzungen zwischen den Fangruppen als Ausgangspunkt der Krawalle vor. „Das kann ich aktuell nicht nachvollziehen. Ich habe keinerlei Informationen von irgendeiner Seite, die das bestätigen würden“, sagte Reschke der Deutschen Presse-Agentur (dpa) dazu. Dass es „massive Auseinandersetzungen“ zwischen Polizei und Frankfurter Fans gab, bestätigte Reschke. „Wir werden in den kommenden Tagen jeden Stein umdrehen und jedes Mosaiksteinchen zusammenfügen, um ein genaues Bild davon zu haben, wie es zu diesen Szenen kommen konnte“, sagte er der dpa.

Auf X, ehemals Twitter, bietet sich ein anderes Bild. Mehrere Menschen schreiben dort, die Polizei habe auch Unbeteiligte im Fanblock mit dem Pfefferspray getroffen. Aus der Frankfurter Fanszene wird berichtet, dass es vor dem Spiel keine Konflikte zwischen Frankfurt- und Stuttgartfans gab. Fans sammeln nun sogar Beweismittel gegen die Polizeibeamten. Eine Fanorganisation spricht von 70 Verletzten und sieben Schwerverletzten nach dem Polizeieinsatz.

Eskalation bei Eintracht-Spiel: Polizei setzt Reizstoffe und Wasserwerfer ein

Update von Samstag, 25. November, 19.38 Uhr: Hunderte Fußballfans sind dem Spiel von Eintracht Frankfurt gegen den VfB Stuttgart am Samstagabend ferngeblieben. Grund dafür war ein – der Meinung einiger Fans nach – unverhältnismäßiger Polizeieinsatz außerhalb des Stadions (siehe Erstmeldung).

Etwa eine Viertelstunde nach dem Anpfiff waren zahlreiche Plätze im Frankfurter Fan-Block unbesetzt. Erst zur Mitte der Halbzeit füllte sich der Block.

Vor dem Deutsche Bank Park in Frankfurt ist es beim Spiel gegen Stuttgart zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen. (Archivfoto)

Eskalation bei Eintracht-Spiel: Fans greifen Polizisten an

Erstmeldung von Samstag, 25. November, 19.25 Uhr: Frankfurt – Beim Spiel der Eintracht gegen den VfB Stuttgart ist es vor dem Stadion zu Angriffen auf Polizeibeamte gekommen. Wie die Polizei am Samstagabend auf X (ehemals Twitter) berichtet, wurden weitere Kräfte hinzugezogen – darunter auch ein Wasserwerfer.

Was war passiert? Wie die Polizei zunächst schrieb, waren auf dem Stadiongelände vor Block 40 „rivalisierende Fangruppen“ aufeinandergetroffen. Diese Gruppen hätten die „Eskalation untereinander“ gesucht. Die Polizei schritt ein, daraufhin richtete sich die Gewalt gegen die Polizeibeamten.

Wie die Polizei wenig später berichtet, hatten Fans zunächst Ordner bedrängt und angegriffen. „Es folgte ein Notruf an die Polizei, zu unterstützen“, so die Beamten. Unmittelbar nach dem Eintreffen der Kräfte folgte dann der Angriff. Die Polizei setzte hierbei bereits „Reizstoffe“ ein. (spr)

Rubriklistenbild: © Jan Huebner/imago

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