Nach Bauernprotest

Lkw fährt auf Stauende auf - A66 nach tödlichem Unfall lange gesperrt

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Auf der A66 kam es am Mittwoch zu einem tödlichen Lkw-Unfall.
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  • Anja Hildmann
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  • Sebastian Reichert
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Auf der A66 zwischen Flieden und Neuhof ist es am Mittwoch zu einem tödlichen Unfall gekommen. Weil eine große Menge Heizöl ausgelaufen ist, war die Fahrbahn bis zum Donnerstagvormittag gesperrt.

+++ 13.07 Uhr: Die Bergungsarbeiten nach dem tödlichen Verkehrsunfall auf der A66 zwischen den Anschlussstellen Schlüchtern-Nord und Neuhof-Süd sind mittlerweile beendet. Wie die Polizei gegen 10.45 Uhr über X (früher Twitter) mitteilte, wurde „die Vollsperrung aufgehoben und der Verkehr fließt einspurig an der Unfallstelle vorbei“. Die rechte Spur und der Standstreifen blieben wegen der Reinigungsarbeiten zunächst gesperrt.

+++ 9.33 Uhr: Wie die Polizei nun mitteilte, handelt es sich bei dem verstorbenen Lkw-Fahrer um einen 47-Jährigen aus Bulgarien. Er fuhr mit seinem Sattelzug aus bislang unbekannter Ursache auf das Stauende auf. „Der 36-jährige Fahrer des vor ihm befindlichen Lkw wurde schwer verletzt und musste durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr aus dem Führerhaus gerettet werden“, heißt es weiter.

Fulda: Tödlicher Unfall auf A66 - Lkw fährt auf Stauende auf

Auch der 45-jährige Fahrer des vierten Lkw wurde leicht verletzt. Bei dem dritten Lkw handelte es sich um den Tanklaster eines 62-jährigen Mannes. Durch den Aufprall wurde der Tank beschädigt, sodass rund 14.000 Liter Heizöl ausgelaufen sind. Nach ersten Schätzungen ist Sachschaden in Höhe von rund 245.000 Euro entstanden.

Die Autobahnmeisterei ist nach wie vor mit den Reinigungsarbeiten der Fahrbahn beschäftigt, die durch die Witterungsverhältnisse erschwert werden. „Aus diesem Grund bleibt die Sperrung der BAB 66 zwischen den Anschlussstellen Schlüchtern-Nord und Neuhof-Süd auch weiterhin - vermutlich bis in den späten Vormittag - bestehen“, so die Polizei.

Fotostrecke: Tödlicher Lkw-Unfall auf der A66 bei Flieden

Auf der A66 kam es am Mittwoch zu einem tödlichen Lkw-Unfall.
Auf der A66 kam es am Mittwoch zu einem tödlichen Lkw-Unfall. © Fuldamedia
Auf der A66 kam es am Mittwoch zu einem tödlichen Lkw-Unfall.
Auf der A66 kam es am Mittwoch zu einem tödlichen Lkw-Unfall. © Fuldamedia
Auf der A66 kam es am Mittwoch zu einem tödlichen Lkw-Unfall.
Auf der A66 kam es am Mittwoch zu einem tödlichen Lkw-Unfall. © Fuldamedia
Auf der A66 kam es am Mittwoch zu einem tödlichen Lkw-Unfall.
Auf der A66 kam es am Mittwoch zu einem tödlichen Lkw-Unfall. © Fuldamedia
Auf der A66 kam es am Mittwoch zu einem tödlichen Lkw-Unfall.
Auf der A66 kam es am Mittwoch zu einem tödlichen Lkw-Unfall. © Fuldamedia
Auf der A66 kam es am Mittwoch zu einem tödlichen Lkw-Unfall.
Auf der A66 kam es am Mittwoch zu einem tödlichen Lkw-Unfall. © Fuldamedia
Auf der A66 kam es am Mittwoch zu einem tödlichen Lkw-Unfall.
Auf der A66 kam es am Mittwoch zu einem tödlichen Lkw-Unfall. © Fuldamedia

Update vom 11. Januar, 6.31 Uhr: Nach dem tödlichen Lkw-Unfall am Mittwochnachmittag auf der A66 ist die Autobahn in Fahrtrichtung Norden auch am Morgen danach weiter gesperrt geblieben. Wie ein Sprecher der Polizei am Donnerstagmorgen sagte, hat nun die Autobahnmeisterei die Reinigung der Fahrbahn übernommen.

Diese müsse noch abwarten bis es hell ist, um sich einen Überblick zu verschaffen. Dann werde die Fahrbahn mit einem Spezialreinigungsfahrzeug vom Öl befreit. Die Sperrung wird laut Polizei noch bis zum Vormittag andauern, eine Umleitung ist eingerichtet.

Update vom 10. Januar, 18.07 Uhr: Während der Lastwagenfahrer, der den Unfall auf der A66 verursachte, ums Leben kam, wurde nach den bisherigen Erkenntnissen noch ein weiterer Mensch verletzt. Dabei handelt es sich um den Fahrer des Lkw, auf den der Unfallverursacher aufgefahren war.

Dieser erlitt schwere, aber nicht lebensbedrohliche Verletzungen. Er wurde mit dem Rettungsdienst ins Klinikum nach Fulda gefahren. „Nach derzeit vorliegenden Erkenntnissen waren vier Lkws in den Unfall involviert. Ein Lkw ist auf ein Stauende aufgefahren“, sagte Polizeisprecherin Sandra Suski.

„Der Lkw hat drei am Ende des Staus befindliche Lkws aufeinander geschoben. Dabei ist tragischerweise eine Person tödlich verletzt worden.“ Rund 14.500 Liter Heizöl liefen aus dem Tanklastzug auf die Fahrbahn der A66 Aufwändige Bergungs- und Reinigungsmaßnahmen wurden nötig.

Die Autobahn musste in Richtung Fulda voll gesperrt werden. Es kam in der Folge zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der A66. „Die Autobahn wird noch längere Zeit gesperrt bleiben - hoffentlich nicht bis in den Donnerstagmorgen“, sagte ein Sprecher der Polizei.

Erstmeldung vom 10. Januar, 15.18 Uhr: Flieden - Am Mittwoch, 10. Januar, gegen 13.40 Uhr meldete die Leitstelle Fulda einen Unfall mit „eingeklemmter/verschütteter Person“ auf der A66 zwischen Flieden und Neuhof Süd.

Laut ersten Informationen der Polizei waren vier Lkw an dem Unfall beteiligt. Nach derzeitigem Kenntnisstand fuhr ein Lkw aus bislang unbekannter Ursache auf ein Stauende auf. Der Stau entstand vor der Tunnel-Sperrung, die aufgrund der Bauernproteste, die am Mittwoch unter anderem auf der A66 stattfanden, eingerichtet wurde.

„Durch die Wucht des Aufpralls wurden drei am Stauende befindliche Lkw - einer mit Heizöl beladen - aufeinander geschoben und mehrere tausend Liter Heizöl freigesetzt. Dabei wurde eine Person tödlich verletzt“, meldet die Polizei. Ob weitere Personen verletzt wurden ist aktuell noch unklar.

Auf der A66 kam es am Mittwoch zu einem tödlichen Lkw-Unfall.

Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei sowie ein Rettungshubschrauber sind derzeit vor Ort. Zur Klärung der genauen Unfallursache wird ein Gutachter hinzugezogen. Die A66 ist zwischen den Anschlussstellen Schlüchtern-Nord und Neuhof-Süd in Fahrtrichtung Norden voll gesperrt.

Sebastian Schramm, Vorsitzender des Kreisbauernverbands, der die Autobahn-Demo angemeldet hatte, erklärt im Gespräch mit unserer Zeitung: „Wir bedauern diesen Unfall sehr.“ Die Demonstration sei aber ordnungsgemäß bei den Behörden angemeldet und genehmigt worden. Die Polizei habe es übernommen, die Sicherheit auf der Strecke zu gewährleisten. (mit dpa-Material)

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