Kommentar

„Teure Reserve“: Drittes Terminal am Frankfurter Flughafen wird nicht gebraucht

+
Der Innenausbau des Terminal 3 nimmt immer konkretere Formen an.
  • schließen

Wenn Terminal 3 eröffnet, wird Terminal 2 geschlossen. Die Kapazitäten werden nun doch nicht gebraucht. „Absurd“, findet unsere Autorin.

Frankfurt – Was für ein Luxus. Wenn im Sommer 2026 das dritte Terminal in Betrieb geht, kann Fraport eines der anderen für mindestens vier Jahre dichtmachen. Im Klartext: Die zusätzlichen Kapazitäten werden nicht gebraucht. Die Gegnerinnen und Gegner des Ausbaus haben zu Recht an der Notwendigkeit des Vier-Milliarden-Euro-Projekts gezweifelt. Die Zerstörung wertvollen Walds und von Lebensqualität war nicht nötig, um die hessische Wirtschaft zu retten.

Flughafen Frankfurt: Neues Terminal ist superschick, aber nicht notwendig

Keine Frage: Das neue Terminal wird superschick und repräsentativ. Eine Generalüberholung der anderen ist schon aus energetischen Gründen sinnvoll. Auch steht es einer Aktiengesellschaft frei, sich jede Menge teurer Reserveimmobilien vorzuhalten. Aber Fraport ist kein normales Unternehmen. Hauptanteilseignerin ist die öffentliche Hand. Jahrelang hat der Konzern die Dringlichkeit des Ausbaus versichert. Plötzlich sind die zusätzlichen Kapazitäten doch nicht nötig. Daran dürfte nicht alleine Corona schuld sein.

Dafür bezahlen müssen die Aktionäre und die Bevölkerung. Die fliegt dann in den Urlaub, weil sie zu Hause keine Erholung findet. Absurd. (Jutta Rippegather)

Kommentare