VonChristoph Manusschließen
Eine neue Interessengemeinschaft Cityhandel will sich dafür einsetzen, dass die Frankfurter Innenstadt attraktiver wird. Sie fordert etwa eine neue Verwaltung für die B-Ebenen.
Der Handelsverband Hessen-Süd hat zusammen mit Händlerinnen und Händlern, die in der Frankfurter Innenstadt tätig sind, eine Interessengemeinschaft gegründet, die sich für eine attraktivere City einsetzen will. „Cityhandel“ versteht sich als politisches Sprachrohr zwischen Handelsunternehmen und der Stadt Frankfurt. Sie will die Zukunft der Innenstadt aktiv mitgestalten und dazu beitragen, dass die Zeil und ihre Nebenstraßen lebendige und sichere Orte für alle bleiben.
Die neue Interessengemeinschaft hält es etwa für nötig, die Verwaltung der B-Ebenen von Hauptwache und Konstablerwache, die bisher die städtische Verkehrsgesellschaft übernimmt, extern zu vergeben. „Erfahrene Centermanagements verfügen über die Expertise, um diese Bereiche effektiver und kundenfreundlicher zu gestalten“, sagt Joachim Stoll, Vizepräsident des Handelsverbands Hessen-Süd. Er fordert zudem eine Erhöhung der „sichtbaren Sicherheit auf der Zeil“.
Neue Interessengemeinschaft will besseres Sicherheitsgefühl auf der Zeil
„Wir fordern feste Ansprechorte für Sicherheitskräfte, um das Sicherheitsgefühl der Besucherinnen und Besucher zu stärken und für eine schnelle Reaktionsfähigkeit bei Vorfällen zu sorgen.“ Die Interessengemeinschaft „Cityhandel“ wirbt zudem dafür, das städtische Citymarketing substanziell zu verstärken, um „seine für Frankfurt wichtige Aufgabe erfüllen zu können“, also etwa eine positive Kommunikation über die Frankfurter Innenstadt zu fördern.
Die Innenstadt ist in einem riesigen Umbruch. Große Warenhäuser wie der frühere Karstadt und viele Textilkaufhäuser haben zugemacht. Insbesondere auf der nördlichen Seite der Einkaufsmeile gibt es großen Leerstand. Das Maklerhaus JLL hält derzeit 15,9 Prozent der Ladenlokale und sogar 28,9 Prozent der Ladenfläche in der Innenstadt für verfügbar. Das könnte auch an den immer noch sehr hohen Mieten liegen. Die sieht JLL für die Zeil bei 270 Euro pro Quadratmeter. In den nächsten Jahren wird die Zeil ihr Gesicht sehr verändern. Große Pläne gibt es etwa für das Peek-und-Cloppenburg-Gebäude. Dort soll nach Umbau und Aufstockung außer dem Bekleidungshaus etwa eine Grundschule Platz finden.
