EM 2024

Frankfurt ist auf Risikospiel Dänemark-England vorbereitet

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Die Fans der „Red Devils“, der belgischen Nationalmannschaft, feierten auch am Frankfurter Hauptbahnhof. c. boeckheler
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Der erste EM-Spieltag in Frankfurt verlief aus Sicht von Polizei und Stadt friedlich. Am Donnerstag spielen England und Dänemark im Waldstadion – ein Risikospiel.

Frankfurt – Beim ersten EM-Spiel im Waldstadion unterlagen die Belgier den Slowaken am Montagabend mit 0:1, beim Fan-Walk waren sie allerdings haushoch überlegen: Rund 6500 belgische Fans beteiligten sich am Walk vom Opernplatz zum Hauptbahnhof – von dort wurden sie mit Zügen zum Waldstadion begleitet. Von den slowakischen Fans fand sich am Römerberg lediglich eine kleine Gruppe von knapp 150 Menschen ein, die ebenfalls zum Stadion geleitet wurde. Nach Angaben der Polizei war die Atmosphäre in der Stadt friedlich und ohne besondere Vorkommnisse.

Fans am Hauptbahnhof kamen auch am mit Liegestühlen, Blumenkübeln und Kiosken aufgehübschten Kaisersack vorbei, der nun Kaisertor heißt. Neben dem Kaisertor-Schild empfing die Gäste am Montag ein weiteres Schild: „Das deMokraTOR“. Am Nachmittag hatte das Kultur- und Kommunikationsprojekt „9ormal“, dem Kaisertor den Kulturtitel „Das dEMokraTOR“ verliehen. Das solle die Bedeutung des Kaisertors und der Kaiserstraße als Verbindung zwischen Hauptbahnhof und dem Herzen der Stadt würdigen, heißt es als Begründung. In der Kaiserstraße begegneten und verständigten sich Gäste und Einheimische sowie unterschiedliche soziale und kulturelle Gruppen gleichberechtigt und selbstverständlich.

Polizei erwartet viele englische und dänische Fans in Frankfurt

In der Fanzone war am Montag weniger los als beim Eröffnungsspiel am vergangenen Freitag. Aber die 1,4 Kilometer lange Zone am nördlichen Mainufer besuchten nach Angaben der Stadt über den Tag verteilt rund 36 000 Fans. Zu Spitzenzeiten hielten sich dort bis zu 14 000 Besucherinnen und Besucher auf. Auch von dort meldet die Polizei: keine besonderen Vorkommnisse.

Besuchsregeln

Um einen friedlichen und geordneten Ablauf der EM in Frankfurt zu sichern, weisen Stadt und Polizei auf einige Regeln für den Besuch der Fanzone und des Stadions hin.

Fans sollen frühzeitig anreisen. Am Stadion gibt es keine Parkplätze, daher sollte der ÖPNV genutzt werden. Mitgebrachte Taschen und Rucksäcke dürfen das Format DIN A4 nicht übersteigen.

Über die Auslastung der Fanzone sollen sich Besucherinnen und Besucher unter visitfrankfurt.travel online informieren. sabu

Frankfurt ist am Donnerstag erneut Schauplatz für ein EM-Spiel. Dann treffen im Waldstadion um 18 Uhr Dänemark und England aufeinander. In der Stadt werden an diesem Tag noch mehr Menschen erwartet und es könnte etwas hektischer werden. Beiden Verbänden wurde seitens der Uefa ein Kartenkontingent von 10 000 Karten zugesprochen. „Wir gehen davon aus, dass sich eine Vielzahl von Anhängern beider Mannschaften – auch ohne Karten – in Frankfurt aufhalten wird“, sagte ein Polizeisprecher. Der Opernplatz wurde den dänischen Fans, der Roßmarkt den englischen Fans zugewiesen.

Das Spiel stuft die Polizei als Risikospiel ein. Die hessische Polizei sei sowohl was die Anzahl der eingesetzten Kolleginnen und Kollegen als auch, was die moderne Ausstattung angehe, „sehr gut vorbereitet“, sagte ein Polizeisprecher. Man sei wachsam und habe alle notwendigen Vorkehrungen getroffen. Das Konzept sehe ein stufiges Vorgehen vor, „das uns in die Lage versetzt, adäquat auf sämtliche Szenarien zu reagieren. In erster Linie setzen wir auf ein deeskalierendes und kommunikatives Vorgehen“, sagte der Sprecher.

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