Frankfurter Skyline

Stadt sagt Nein: Signa darf kein Hochhaus am Frankfurter Opernplatz bauen

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Signa baut am Frankfurter Opernplatz nun doch nur ein achtstöckiges Geschäftshaus und kein Hochhaus. Das liegt am Widerstand der Stadt. Die will dort keinen Turm.

Frankfurt - Am Frankfurter Opernplatz wird endgültig kein neues Hochhaus entstehen. Das Immobilienunternehmen Signa, das dort gerne einen bis zu 100 Meter hohen Turm errichtet hätte, bleibt stattdessen bei seinen früheren Plänen für den Bau eines achtstöckigen Geschäftshauses. Das 50er-Jahre-Bürohaus Opernplatz 2, in dem einst ein „Mövenpick“-Restaurant war, hatte Signa bereits im Frühjahr 2021 abreißen lassen.

Zwei Sommer lang diente das Gelände übergangsweise als Gibson Beach Club. Nun sollen nach Angaben von Signa zunächst die Kellergeschosse der früheren Immobilie abgerissen werden, dann der eigentliche Neubau beginnen. Signa spricht auf Anfrage von einem nachhaltigen Gebäude mit „exklusiven Retail-, Gastronomie- und Büroflächen in klassisch-modernem Architekturstil“. Die Gesamtmietfläche liege bei 12.000 Quadratmetern, als Energiequelle diene Geothermie. Dafür habe es im Juni mehrtägige Probebohrungen gegeben.

Südlich der Alten Oper in Frankfurt ist schon lange eine riesige Brache. Nun soll dort der Bau eines achtgeschossigen Geschäftshauses beginnen.

Stadt Frankfurt hatte Signa versprochen, einen Turm am Opernplatz zu prüfen

Dass Signa die alten Pläne wieder aufgreift, dürfte mit dem Widerstand der Stadt gegen einen Turm an dieser Stelle zu tun haben. Im Herbst 2020 hatte diese im Gegenzug zur später nicht eingehalten Zusicherung des Unternehmens, den damaligen Karstadt an der Zeil bis Ende 2024 geöffnet zu lassen, versprochen, den Hochhauswunsch am Opernplatz zu prüfen.

Inzwischen steht fest, dass die Stadt ihn nicht ermöglichen will. Nach Untersuchungen und Gesprächen mit den planungspolitischen Sprecher:innen der Koalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt werde der Standort nicht in den neuen Hochhausentwicklungsplan aufgenommen, der im Herbst vorgelegt werde, sagte Planungsdezernent Marcus Gwechenberger (SPD) am Donnerstag der Frankfurter Rundschau. Daraus folge, dass dort kein Hochhaus entstehen dürfe.

Frankfurter Stadtrat will kein weiteres Hochhaus am Opernplatz

„Wir wollen nicht, dass die Hochhausbebauung so nah an den Opernplatz rückt“, sagte Gwechenberger. Nach dem Opernturm, der einst das Zürich-Hochhaus ersetzte, solle dort kein zweiter Turm entstehen. Signa wollte die städtische Ablehnung der Hochhauspläne am Donnerstag nicht kommentieren.

Das Unternehmen baut seit Frühsommer auch auf dem Gelände der früheren Sportarena an der Hauptwache eine gemischt genutzte Immobilie. Sie soll Platz für Büros, Läden und Gastronomie bieten. (Christoph Manus)

Rubriklistenbild: © Renate Hoyer

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