VonChristoph Manusschließen
Nun ist es fix: Die Stadt Frankfurt mietet die „Neue Börse“ am Industriehof Standort für zwei Gymnasien. Nun muss der riesige Komplex erst einmal umgebaut werden.
Die Stadt Frankfurt wird den riesigen Gebäudekomplex „Lateral Towers“ am Industriehof als Standort für zwei neue Gymnasien mit zusammen 3200 Schülerinnen und Schülern nutzen. Das steht nun endgültig fest.
Die Stadt hat, wie ein Sprecher von Bau- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) am Freitag auf Anfrage mitteilte, am Montag einen Mietvertrag für die Immobilie mit einer Bruttogeschossfläche von 46.000 Quadratmetern unterzeichnet. Er hat eine Laufzeit von 30 Jahren. Die Stadt zahlt eine Miete von fast 13,2 Millionen Euro im Jahr. Der Vertrag mit der Commerzbank, die die einst als „Neue Börse“ errichtete Liegenschaft seit 2013 nutzt, ist nach Angaben des Vermieters, des Unternehmens Cells, bereits in beiderseitigem Einvernehmen vorzeitig aufgelöst worden.
Stadt Frankfurt hat eine Kaufoption für das Gebäude am Industriehof
Die Frankfurter Stadtverordneten hatten dem Vorhaben vor zwei Wochen trotz Bedenken des städtischen Revisionsamts mit der Maßgabe zugestimmt, dass die Stadt die Möglichkeit bekomme, den Gebäudekomplex zu kaufen. Dies sei als Option im Vertrag mit dem Vermieter des Komplexes berücksichtigt worden, teilte Webers Sprecher am Freitag mit.
Der Gebäudekomplex soll nun bis 2026 für die geplante neue Nutzung umfassend umgebaut werden. Öffnen sollen die beiden Schulen, wie Weber im Stadtparlament sagte, jeweils bereits im kommenden Sommer. Zunächst werde der Unterricht in einer Containeranlage auf dem Gelände stattfinden, hieß es. cm
