Badeaufsicht gesucht

Großes Lob für die Helfer: Freibad Dalherda nach Sanierung wieder geöffnet

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Jetzt kann wieder im 25-Meter-Becken geschwommen und gespielt werden.
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Das Freibad in Dalherda, mit 670 Meter das höchst gelegene und eines der ältesten in Hessen, ist nach aufwendiger Sanierung wieder geöffnet.

Dalherda - Am Sonntag, 21. Juli, fand der offizielle Teil der Wiedereröffnung mit Landrat Bernd Woide und dem Gersfelder Bürgermeister Dr. Steffen Korell statt. Doch schon seit fünf Tagen konnten sich Schwimmbadfreunde aus Dalherda und aus dem gesamten Landkreis von der gelungenen Sanierung überzeugen.

Freibad Dalherda nach Sanierung wieder geöffnet

Aus Großenlüder kam die Familie Brähler und aus Hattenhof Klaus und Eveline Held, um in Dalherda ihre Bahnen zu ziehen. Sie loben das familienfreundliche Flair und die schöne Umgebung. „Es ist einfach schön hier“. Und auch die Dalherdaer Kinder Samuel, Philipp, Selina, Raphael, Marlene und Mathilda, die mit Landrat und Bürgermeister das symbolische Band durchschnitten haben, freuen sich, dass das Bad wieder geöffnet hat. Jetzt haben sie in den Ferien wieder einen Anlaufpunkt im Dorf.

Das sprach auch Landrat Woide an. Das Bad ist ein Treffpunkt für die Bürger im Sommer, seit es keine Gaststätte mehr gibt. Er lobte den Zusammenhalt im Dorf. Denn ohne die ehrenamtliche Unterstützung der Mitglieder des Schwimmbadvereins wäre die Sanierung nicht zu stemmen gewesen. „Sie packen mit an“, sagte Woide.

Das sei auch der Grund, warum der Landkreis die Sanierung der Bäder in ländlichen Regionen des Landkreises wie in Langenbieber, Gotthards oder Flieden finanziell gefördert hat. Rund 200.000 Euro zahlte der Landkreis und etwas mehr als 300.000 Euro betrug die finanzielle Förderung des Landes Hessen. Den Rest steuerte die Stadt Gersfeld bei. Insgesamt kostete die Sanierung rund 600.000 Euro.

Freibad in Dalherda bildet Mittelpunkt des Dorfes

Doch im Zuge der Bauarbeiten kam es immer wieder zu Verzögerungen, sodass das Bad vier Jahre geschlossen blieb. Zuerst sagte die Firma ab, die die Badewassertechnik installieren sollte, danach gab es Probleme bei der Finanzierung durch das Land Hessen. Im Oktober 2023 war die Sanierung dann auf einem guten Weg.

Historie

Im Jahr 1938 wurde das Bad in Dalherda im Zuge der Errichtung des Truppenübungsplatzes Wildflecken für die Wehrmacht gebaut. Nach Kriegsende bis Anfang der 50er Jahre fand kein Badebetrieb statt. Auf Initiative eines Bürgers der damals selbständigen Gemeinde Dalherda wurde es dann wieder von den Bürgern genutzt.

In den 1960er Jahren wurde das Freibad umgebaut, modernisiert und mit einer Heizung versehen. 1995 gründete sich der Förderverein. Denn für die Stadt Gersfeld war die Finanzierung von drei Bädern sehr teuer. Damals gab es noch das Hallenbad Kaskade.

Seitdem pflegen die Mitglieder die Anlage, kümmern sich um den Kiosk oder auch die Badeaufsicht. Dadurch konnte das Defizit für den Betrieb des Freibades in Dalherda für die Stadt Gersfeld stark reduziert werden. Sogar Schwimmkurse werden vom Schwimmbadverein angeboten.

Der Gersfelder Bürgermeister Steffen Korell erklärte, Grund für die Sanierung sei die nicht mehr zeitgemäße Durchströmungsanlage gewesen. Schon Mitte 2021 sei der Antrag auf Bezuschussung durch das IKEK-Programm gestellt worden. Doch im Ministerium sei zunächst nicht die Notwendigkeit einer Sanierung anerkannt worden. Erst als der Bürgermeister deutlich machte, dass das Bad der soziale Mittelpunkt in Dalherda ist, wurde die finanzielle Förderung anerkannt. Er lobte den Landkreis und vor allem die Mitglieder des Schwimmbadvereins, die im Laufe der Sanierung tausende von Stunden an Eigenleistung im Bad erbrachten.

Der Vorsitzende des Schwimmbadvereins, Ingo Sommers, sagte, dass es bis kurz vor der Öffnung Probleme gegeben habe, Betreiber für den Kiosk zu finden. Jetzt sind Helfer gefunden worden. Es werden aber noch Mitstreiter gesucht. Ebenfalls gesucht werden noch Menschen, die bei der Badeaufsicht helfen. Auch da sind Helder willkommen, sagte Sommers. Infos gibt es bei der Stadt unter Telefon (06654) 170 oder (06656) 8814.

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