Zahlen für August

Arbeitslosigkeit in der Region Fulda steigt weiter - „in den Sommerferien üblich“

+
Junge Arbeitnehmer, die vom Betrieb nach der Ausbildung nicht übernommen werden konnten, machen einen großen Teil der Arbeitslosen in der Sommerflaute aus. (Symbolfoto)
  • schließen

Ein saisonaler Effekt und ein gedämpfter Konjunkturverlauf haben im August zu einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt - auch im Kreis Fulda. Das zeigen die neuen Zahlen der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda.

Fulda - Die Arbeitslosigkeit in der Region Fulda ist im August gegenüber dem Vormonat Juli angestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen liegt nun bei 4452 und somit um 270 höher als im Juli. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,5 Prozent (Vormonat: 3,3 Prozent; Vorjahr: 3,3 Prozent), im Hessendurchschnitt 5,4 Prozent.

Fulda: Arbeitslosigkeit steigt weiter - Agentur nennt Gründe

„Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit ist in den Sommerferien üblich und wiederholt sich regelmäßig“, erklärt Waldemar Dombrowski, Leiter der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, in einer Pressemitteilung. „Maßgebend dafür waren Arbeitslosmeldungen von jugendlichen Schulabgängern ohne Ausbildungsplatz sowie Meldungen von jungen Arbeitnehmern, die vom Betrieb nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss nicht übernommen werden konnten“, so der Agenturchef weiter. Dombrowski rechnet erfahrungsgemäß mit verbesserten Vermittlungschancen nach den Sommerferien.

Aber auch der sich abschwächende Konjunkturverlauf wirke sich allmählich auf den Arbeitsmarkt aus. So verzeichnete die Personengruppe der Unter-25-Jährigen den stärksten Aufwuchs. Ihre Zahl stieg um 62 auf insgesamt 534 Jüngere an (+13,1 Prozent). Aus einer Beschäftigung heraus sind im August 454 Personen arbeitslos geworden, das waren über zwanzig Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Im Landkreis Fulda ist auch ein Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Frauen und bei Menschen ohne deutschen Pass zu verzeichnen. Im vergangenen Monat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer um 153 auf jetzt 1968 (+8,4 Prozent). Die Zahl der arbeitslosen Frauen nahm um 167 auf insgesamt 2081 zu (+8,7 Prozent).

Hoher Bedarf an Fach- und Hilfskräften im Kreis Fulda

Der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur konnte im Landkreis Fulda im August 423 Arbeitsstellen akquirieren, seit Jahresbeginn insgesamt 3128 und somit 155 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ungeachtet des gedämpften Konjunkturverlaufs besteht nach wie vor ein hoher Bedarf an Fach- und Hilfskräften in nahezu allen Berufen und Branchen.

Auch zum Start des neuen Ausbildungsjahres bieten zahlreiche Arbeitgeber freie Ausbildungsstellen in unterschiedlichen Berufen an. Wer kurzfristig eine Chance auf einen Ausbildungsplatz in der Region ergreifen möchte, der sollte sich umgehend mit der Berufsberatung in Verbindung setzen unter (0800) 4555500 beziehungsweise fulda.berufsberatung@arbeitsagentur.de. (lio)

Kommentare