Fertigstellung 2026

Neubau der Florenbergschule hat begonnen - Gesamtkosten von 25 Millionen Euro

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Weil während der Bauarbeiten der alte Schulhof nicht genutzt werden kann, wurde ein Interimsschulhof im hinteren Bereich angelegt.
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Der Neubau der Florenbergschule in Pilgerzell hat begonnen. Für rund 370 Schülerinnen und Schüler entsteht die größte Grundschule im Landkreis Fulda. Geht alles glatt, soll das neue Gebäude nach den Sommerferien 2026 bezugsfertig sein.

Fulda - „Schulbau ist und bleibt eine unserer wichtigsten und schönsten Aufgaben“, sagte Fuldas Landrat Bernd Woide (CDU) im Namen des Landkreises Fulda, der verantwortlich ist für den Neubau der Florenbergschule in Pilgerzell. Das Bauprojekt sei in mehrerlei Hinsicht eine Herausforderung, schreibt der Landkreis in einer Pressemitteilung.

„Die Florenbergschule ist eine Baustelle, auf der Bausubstanz teils belassen wird, teils ersetzt und in großem Umfang neu geschaffen wird – und das bei laufendem Schulbetrieb“, erklärt Markus Reichel, Sachgebietsleiter Technik im Gebäudemanagement des Landkreises.

Größte Grundschule im Kreis Fulda: Neubau der Florenbergschule hat begonnen

Als Vorbereitung auf den Baubeginn sei in den Osterferien ein Interimsschulhof angelegt worden, da der bisherige, der sich direkt am Baufeld befindet, nicht mehr nutzbar ist. Der Ausweichplatz sei mit Spielgeräten und einem Soccer-Feld ausgerüstet.

Im Mai sollen nun die Vorbereitungen für den Rohbau beginnen, mit dessen Fertigstellung laut Landkreis im Sommer 2025 gerechnet wird. Laufe alles optimal, könne der Neubau nach den Sommerferien 2026 bezogen werden. Erst im Anschluss erfolgt der Abbruch des bisherigen Schulgebäudes, danach wird der neue Schulhof und die weiteren Außenanlagen hergerichtet.

„Ich denke, deren Gestaltung wird für die Schule auch ein besonderes Highlight“, schätzt Markus Reichel. Insgesamt wird die Florenbergschule sich von 2500 Quadratmeter Nutzfläche auf rund 4000 Quadratmeter vergrößern. Im gesamten Umfang ist das Projekt auf rund 25 Millionen Euro veranschlagt, für das Jahr 2024 sind im Haushalt des Landkreises 5 Millionen Euro veranschlagt.

Florenbergschule wächst von 2500 auf 4000 Quadratmeter Nutzfläche

Die Entscheidung, die 1971 gebaute Florenbergschule komplett zu ersetzen, sei in der Abwägung gefallen, wie sinnvoll eine Sanierung sein würde, heißt es vonseiten des Landkreises Fulda. Den Fachleuten sei relativ schnell klar gewesen, dass eine bauliche Sanierung erheblichen Aufwand bedeuten würde, ohne dass man damit den zeitgemäßen pädagogisch-didaktischen Anforderungen sowie dem Ganztagsangebot hätte gerecht werden können.

„Alle Aspekte inklusive der Brandschutzvorgaben in dem bestehenden Schulgebäude auf den neuesten Stand zu bringen, das wäre ein riesiger Aufwand gewesen und unwirtschaftlich obendrein“, sagt der Technische Leiter Markus Reichel.

Das neue Schulgebäude wird in vier Einheiten mit insgesamt 16 Klassenräumen und speziellen Unterrichtsräumen aufgeteilt – ein Block pro Klassenstufe. In diesen als Cluster bezeichneten Bereichen sind die Schülerinnen und Schüler der ersten bis vierten Klasse sozusagen unter sich: Vier Räume jeweils für die Klasse a bis d, ein Differenzierungsraum, ein Stützpunkt für Lehrkräfte, eigene Toiletten, ein Umkleidebereich und eine gemeinsame Mitte.

Neue Florenbergschule: Sonnenenergie liefert Strom, Regenwasser wird gesammelt

„Es ist fast wie ein Konzept mit vier Schulen in einer Schule. In dieser Größenordnung haben wir das an einer Landkreis-Schule bisher noch nicht realisiert“, sagt Jürgen Obermeier, Leiter des Fachdienstes Gebäudemanagement beim Landkreis Fulda.

Die Eingangshalle, die gleichzeitig als Aula fungiere, sei ein heller Raum mit viel Licht, der mit einer kleinen Bühne ausgestattet werden wird. Alle Klassenzimmer sollen mit digitalen Tafeln ausgestattet werden, eine Photovoltaikanlage sorgt für Strom zum Eigenverbrauch, Regenwasser wird in einer Zisterne gesammelt und für die Toilettenspülung genutzt, geheizt werden soll mit Geothermie.

Für die Planung und Ausführung des Neubaus der Florenbergschule zeichnet das Architekturbüro Sturm&Wartzeck aus Dipperz.

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