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Pflegeforum im „Karl“ - was Neu-, Wieder- und Quereinsteiger wissen müssen

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Vize-Landrat und Gesundheitsdezernent Frederik Schmitt (Mitte) und die Organisatoren des Pflegeforums, Florian Hütsch (links) und Michael Bernhard.

Im „Karl“ dreht sich am Freitag, 15. März, alles rund um das Thema Pflege. Eingebettet in die HUBWeek der Region Fulda präsentiert die Landkreis-Initiative „Fuldaer Pflegetisch“ mit zahlreichen Netzwerkpartnern die Zukunftsbranche Pflege.

Fulda - Von 8.30 bis 16.30 Uhr werden an diesem Tag Workshops und Beratungen für Azubis und Pflegekräfte angeboten. Das erklärt der Landkreis Fulda in einer Pressemitteilung. Zusätzlich finde eine Messe mit Arbeitgebern und Bildungsanbietern statt. Die pflege:boerse findet in Kooperation zwischen Kreisjobcenter, Agentur für Arbeit, Azubi-Region Fulda und den Schulen statt. Der Zugang erfolgt über die Lindenstraße 14.

Fulda: Pflegeforum im „Karl“ - was Interessierte wissen müssen

Zielgruppe der Veranstaltung sind laut dem Landkreis Personen, die als Neu-, Wieder- oder Quereinsteiger einen Pflegeberuf ergreifen oder eine Ausbildung absolvieren wollen, sowie Personen, die in der Pflegebranche tätig sind oder Angehörige pflegen. „Der Tag wird eine große Palette anbieten, sich aus erster Hand zu informieren – bei Pflegeschulen und einer Vielzahl von Arbeitgebern der Pflegebranche“, sagen die Organisatoren Florian Hütsch, Sachgebietsleiter Arbeitskräftesicherung beim Landkreis Fulda, und Michael Bernhard, Koordinator des Fuldaer Pflegetisches beim Kreisjobcenter.

Zwei Aspekte der demografischen Entwicklung beeinflussen die künftige Situation maßgeblich, wie Vize-Landrat und Gesundheitsdezernent Frederik Schmitt in der Mitteilung erklärt: „In den nächsten fünf bis zehn Jahren werden im Landkreis Fulda rund ein Drittel der aktuellen Pflegeprofis in Rente gehen. Aber wir brauchen mehr als nur den Ersatz für das ausscheidende Personal. Denn zudem ist zu erwarten, dass durch die starke Generation der in den 1960er/70er Jahren Geborenen die Zahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2040 voraussichtlich ansteigen wird.“

Es gehe auch darum, die positiven Seiten des Berufs in der öffentlichen Wahrnehmung zu stärken. Die guten Gründe für diesen Beruf, aber auch dessen Herausforderungen thematisiert an diesem Tag die Poetry Slammerin Leah Weigand. „Die 27-Jährige weiß, wovon sie bei ihren Auftritten auf der Hauptbühne sprechen wird: Sie ist Krankenschwester und studiert aktuell Medizin“, heißt es vom Landkreis weiter.

Wir brauchen mehr als nur den Ersatz für das ausscheidende Personal.

Frederik Schmitt, Vize-Landrat und Gesundheitsdezernent

Das große Pfund der Veranstaltung sei neben der örtlichen Zentralität das hohe Interesse der Aussteller, die an diesem Tag gemeinsam um neue Arbeitskräfte werben: An 29 Ständen werden Pflegeschulen, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und Wohlfahrtsverbände Rede und Antwort stehen.

Damit nicht genug: Ab 10 Uhr finden auf der Hauptbühne diverse Veranstaltungen statt. In einem Experten-Talk unter Leitung von Eva Wolff, Koordinatorin der Fachkräftestrategie Fulda, geht es um die Zukunft der Pflege aus verschiedenen Blickwinkeln. In einem Live-Talk berichten Azubis von ihren Erfahrungen. Außerdem wird demonstriert, wie Robotik in der Pflege praktisch einsetzbar ist, Prof. Dr. Michael Klingenberg von der Hochschule Fulda befasst sich mit akademisierter Pflege.

Pflege im Landkreis Fulda in Zahlen
(aus dem Hessischen Pflegemonitor)

51 stationäre Pflegeeinrichtungen

41 ambulante Pflegedienste

● insgesamt 2799 Plätze

● rund 1600 beschäftigte Pflegekräfte

● gut 30 Prozent der Pflegekräfte sind aktuell über 51 Jahre alt

● im Jahr 2022 fehlten, gemessen an Angebot und Nachfrage, 205 Gesundheits- und Krankenpflegekräfte und 119 Altenpflegekräfte

Über die Webseite pflegeforum-fulda.de sind Anmeldungen für Workshops für Azubis und Pflegekräfte möglich. Die Themen reichen von Yoga für den Rücken, gesund ernähren am Arbeitsplatz und Lerncoaching für Azubis bis hin zu Gesundheitsförderung für Pflegende. Auch für Schülerrinnen und Schüler ist eine Anmeldung für spezielle Infoveranstaltungen nötig. Der Einstieg in die berufliche Pflege sei übrigens mit allen Bildungsvoraussetzungen möglich – ob ohne oder mit Schulabschluss. An diesem Tag gibt es Infos zum Berufsstart sowie zu den Perspektiven durch Fort- und Weiterbildung.

Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) bewilligte Fördermittel im Umfang von über 1,7 Millionen Euro für die Hochschule Fulda. Unter anderem wird das Geld für neue Studiengänge genutzt: Ab dem Wintersemester 2024/25 startet an der Hochschule Fulda der duale Bachelorstudiengang „Pflege“. (ab)

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