Arbeitsmarkt Fulda

Saisonale Komponente und schwache Konjunktur lassen Arbeitslosigkeit ansteigen

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Die Arbeitslosigkeit in der Region Fulda ist im Januar deutlich gestiegen. (Symbolbild)

Die Arbeitslosigkeit in der Region Fulda ist im Januar deutlich gestiegen. Zum Ende des Monats lag die Zahl der Arbeitslosen mit 4.730 um 430 höher als im Dezember (+10 Prozent) und um 605 über dem Wert des Vorjahres.

Fulda - Wie aus die Agentur für Arbeit in Fulda in einer Pressemitteilung berichtet, Die Arbeitslosenquote kletterte auf 3,7 Prozent (Vormonat: 3,4 Prozent; Vorjahr: 3,3 Prozent), ist aber dennoch weiterhin die niedrigste in Hessen. Zudem macht sich der jahreszeitlich übliche Anstieg insbesondere bei Männern bemerkbar, die traditionell eher in Außenberufen tätig sind. Hier wuchs die Arbeitslosigkeit um 13 Prozent auf 2.627 an, bei Frauen war der Zuwachs nur halb so stark.

Fulda: Saisonale Komponente und schwache Konjunktur lassen Arbeitslosigkeit ansteigen

Überproportional von der negativen Entwicklung betroffen waren auch jüngere Personen unter 25 Jahren (+14,5 Prozent auf 504). Vermehrt meldeten sich Ausbildungsabsolventen und -absolventinnen arbeitslos, die nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung nicht vom Arbeitgeber übernommen werden konnten. Die Arbeitsagentur geht davon aus, dass diese jungen Fachkräfte wieder zeitnah in den Arbeitsmarkt integriert werden, heißt es weiter.

„Neben der saisonalen Komponente belastet die relativ schwache Konjunktur den heimischen Arbeitsmarkt zunehmend“, erläutert Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, „Im Januar haben sich deutlich mehr Menschen aus einem Beschäftigungsverhältnis heraus arbeitslos gemeldet als im Dezember und als im Januar des Vorjahres. Zudem ist der Stellenzugang rückläufig. “

Der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur konnte im Januar in der Region Fulda 275 Stellen akquirieren. Das waren 77 weniger als im Monat zuvor und 139 weniger als vor einem Jahr. Insbesondere in den Bereichen der Personaldienstleistung, in der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie bei Post-, Kurier- und Expressdiensten gingen weniger Stellen ein. Derzeit liegen der Agentur für Arbeit in der Region Fulda 1.692 Stellen zur Vermittlung vor.

Die Aktivitäten der Berufsberatung laufen auf Hochtouren. Mehr als 1500 Ausbildungsstellen liegen der Arbeitsagentur zur Besetzung im Sommer vor. Das Angebot reicht von Anlagenmechaniker und Altenpfleger bis zu Zahnmedizinischen Fachangestellten und Zimmerer.

Zahlreiche Möglichkeiten bestehen auch im Bereich des Dualen Studiums, unter anderem im Logistik- oder im Food-Management. Waldemar Dombrowski ermutigt junge Menschen: „Die Aussichten, im Wunschberuf einen Ausbildungsplatz zu finden, sind sehr gut. Meldet euch schnell bei der Berufsberatung!,“ berichtet die Agentur. Eine Terminvereinbarung ist möglich unter 0 800 4 5555 00 oder per E-Mail an fulda.berufsberatung@arbeitsagentur.de.

Die Arbeitslosenquote in Fulda blieb im Dezember hingegen unverändert. Die Zahl der Arbeitslosen stieg nur leicht an. Einen Unterschied gibt es allerdings bei den Geschlechtern.

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