Experten-Prognosen

Gewitter, Unwetter, Starkregen - das Wetter in Hessen bleibt bis in den Juni hinein sehr nass

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Gewitter, Unwetter, viele Schauer, mitunter auch wieder Starkregen mit der Gefahr von neuen Überschwemmungen - das Wetter in Hessen und in Deutschland bleibt vorerst bis in den Juni hinein sehr nass, prognostizieren die Meteorologen.

Fulda - Nachdem zuletzt ein Unwetter mit viel Regen am Dienstag (21. Mai) für viele Einsätze der Feuerwehr in der Region Fulda und in Hessen gesorgt hatte und der Wetterdienst auch für das vergangene Wochenende Warnungen herausgegeben hatte, soll das Wetter in Hessen in den nächsten Tagen weiter wechselhaft bleiben.

„Die nächsten Tage stehen weiter im Norden Gewitter und Unwetter mit Starkregen an. Eine längere Schönwetterphase ist bis zum 12. Juni nicht in Sicht“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net mit Blick auf das Wetter in Deutschland. An der Großwetterlage ändere sich vorerst nichts.

Gewitter, Unwetter, Starkregen - das Wetter in Hessen bleibt sehr nass

„Ein stationäres Hoch über Osteuropa, eines über dem Atlantik und mittendrin schwurbeln die Tiefs umher, die uns Schauer und Gewitter bringen“, erläutert der Experte. „Da diese nur langsam von Ort und Stelle kommen, bringen sie ihre nasse Fracht teilweise immer an der gleichen Stelle und sorgen damit weiterhin für regionale Überschwemmungen.“

Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach könnte es schon am Montag (27. Mai) in Hessen wieder unangenehm werden. „Ab dem Mittag örtlich Schauer und Gewitter, teils mit Starkregen. Unwetterartiger Starkregen nicht ganz ausgeschlossen.“ So lautet die Prognose von Diplom-Meteorologe Marcus Beyer.

„Am heutigen erstreckt sich die Kaltfront von Tief Nora quer über Deutschland von Südwesten bis in den Nordosten“, sagt der DWD-Experte. „In den Abendstunden schließen sich diese Schauer und Gewitter zu einem größeren Niederschlagskomplex zusammen, das vom Allgäu und Bodensee aus in der Nacht nordostwärts zieht.“

Lokal eng begrenzt bestehe Unwettergefahr aufgrund von Niederschlägen von bis zu 70 Litern Regen in kurzer Zeit, berichtet merkur.de. Bei den Gewittern seien auch starke bis stürmische Böen möglich, so der DWD. Am Dienstag sei dann in Hessen wohl etwas weniger Niederschlag zu erwarten, aber in der Nacht zum Mittwoch soll von Westen aufkommender Regen die Region erreichen.

Starkregen und Gewitter erwarten die Wetter-Experten auch für Hessen bis in den Juni hinein (Archivfoto).

Teils kräftiger Regen wird für Mittwoch in Hessen angekündigt. „Tagsüber auch eingelagerte Gewitter, örtlich mit Starkregen.“ Auch In den Prognosen von Dominik Jung tauchen für Dienstag bis Sonntag immer wieder folgende Worte auf: Gewitter, Unwetter, Schauer. In einigen Gebieten - vor allem im südlichen Bayern erwartet der Experte Niederschläge von bis zu 120 Liter pro Quadratmeter.

Meteorologischer Sommer „wird erstmal so richtig nass starten“

Am Donnerstag sei auch wieder Starkregen möglich, wobei es gemäß den Modellen, die Dominik Jung benutzt, unter anderem in Hessen noch mit am wenigsten in Hessen regnen könnte. Zwischendurch könne in den nächsten Tagen in Deutschland aber bei Temperaturen zwischen 16 und 25 Grad immer mal die Sonne scheinen.

Auch der Start des meteorologischen Sommers am Samstag (1. Juni) könne ungemütlich werden. „Der wird erstmal so richtig nass starten“, sagt Domnik Jung. „Aber ab Sonntag wird es dann im Osten schon wieder bis zu 26 Grad warm. Nächste Woche könnten sogar bis zu 30 oder 31 Grad erreicht werden. Es bleibt aber weiterhin sehr nass.“

„Regen, Gewitter und Unwetter bleiben auch zum Start in den meteorologischen Sommer erhalten. Es wird allerdings zeitweise recht warm werden. Ein stabiles Sommerhoch ist jedoch (noch) nicht in Sicht. Die Großwetterlage bleibt tropisch, recht warm aber auch recht nass“, führt der Wetterexperte abschließend aus.

Rubriklistenbild: © Jan Eifert/dpa

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