VonSebastian Reichertschließen
Die Zahl der Arbeitslosen östlichen Hessen ist im Februar 2024 gestiegen. Im Bereich der Agentur für Arbeit Fulda waren 7670 Personen arbeitslos gemeldet.
Fulda - „Die Arbeitslosigkeit in Osthessen und Waldhessen ist im Februar saisonbedingt leicht gestiegen“, teilte die Agentur für Arbeit Fulda am Donnerstag (29. Februar) mit. Im Januar 2024 hatte es in der Region Fulda 133 arbeitslose Personen weniger gegeben.
Zum Ende des Monats lag die Zahl der Arbeitslosen um 770 über dem Wert des Vorjahres (+11,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt den Angaben zufolge aktuell 4,0 Prozent (Vormonat: 3,9 Prozent; Vorjahr: 3,7 Prozent). Die Hessen-Quote liegt bei 5,6 Prozent.
Fulda: Zahl der Arbeitslosen im östlichen Hessen im Februar gestiegen
„Während die Arbeitslosigkeit bei Frauen im Vergleich zum Januar um nahezu unverändert blieb, wuchs diese bei Männern um 2,9 Prozent an – eine für die Wintermonate übliche Entwicklung, weil Männer häufiger in Außenberufen tätig sind“, hieß es weiter in der Agentur-Mitteilung
Für die Jahreszeit nicht untypisch sei auch der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei jüngeren Personen unter 25 Jahren. Dieser sei im Wesentlichen auf nicht übernommene Ausbildungsabsolventinnen und -absolventen zurückzuführen.
„Dies zeigt, dass einige Unternehmen aufgrund der Konjunkturlage etwas zurückhaltender sind. Angesichts des hohen Fachkräftebedarfs unserer regionalen Unternehmen bin ich jedoch zuversichtlich, dass wir die jungen Fachkräfte zeitnah wieder in Beschäftigung bringen werden“, erklärt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda.
Die Aussichten, im Wunschberuf einen Ausbildungsplatz zu finden, sind sehr gut.
Erfreulich sei der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei schwerbehinderten Menschen. Der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur konnte im Februar in den Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg 621 Stellen akquirieren. Das waren 140 mehr als im Monat zuvor – laut Agenturleiter Dombrowski ein positives Signal.
Aktuell liegt der Stellenbestand bei 2649; zumeist werden Fachkräfte gesucht. Um den Fachkräftebedarf der heimischen Unternehmen und Betriebe zu decken, setzen Arbeitsagentur und das Jobcenter des Landkreises verstärkt auf berufliche Qualifizierung. Im Februar befanden sich 476 Menschen in Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung. Das waren 12,3 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Arbeitslosigkeit steigt an - Fokus liegt auf beruflicher Qualifizierung
Auch im Landkreis Fulda stieg die Arbeitslosigkeit leicht an. Zum Ende des Monats lag die Zahl der Arbeitslosen mit 4806 um 76 höher als im Januar (+1,6 Prozent) und um 673 über dem Wert des Vorjahres (+16,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 3,8 Prozent (Vormonat: 3,7 Prozent; Vorjahr: 3,3 Prozent). Sie ist die niedrigste in Hessen.
Auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg stieg die Arbeitslosigkeit im Februar saisonbedingt leicht. Zum Ende des Monats lag die Zahl der Arbeitslosen mit 2.864 um 57 höher als im Januar (+2,0 Prozent) und um 97 über dem Wert des Vorjahres (+3,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt nun 4,4 Prozent (Vormonat und Vorjahr: 4,3 Prozent).
Auch in Hessen insgesamt stieg die Zahl der Arbeitslosen im Februar (weiter). 195.795 Personen waren zum Stichtag 14. Februar arbeitslos gemeldet, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Donnerstag in Frankfurt berichtete. Das waren gut 1000 Menschen mehr als im Januar und sogar rund 16.000 mehr als vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote blieb vom Vormonat unverändert bei 5,6 Prozent. Im Februar 2023 hatte sie noch 5,2 Prozent betragen. „Der Aufschwung zu Jahresbeginn wird voraussichtlich erst nach Ostern einsetzen“, erklärte Direktionschef Frank Martin.
Derweil laufen in der Agentur für Arbeit Fulda die Aktivitäten der Berufsberatung auf Hochtouren. Mehr als 1400 Ausbildungsstellen in mehr als 100 Berufen sind zu besetzen. Grund für die Arbeitsagentur in Fulda, am Dienstag, 12. März, eine große Ausbildungsstellenbörse zu organisieren. Von 13.30 bis 1630 Uhr wird das Berufsinformationszentrum zum Börsenplatz umfunktioniert.
Video: Zahl der Arbeitslosen steigt im Februar
Personalverantwortliche und Auszubildende aus zahlreichen Betrieben der Region, unter anderem aus dem Baubereich, dem Einzelhandel, dem Handwerk, von Speditionen, Hotel und Gastronomie, sowie aus dem Gesundheitswesen und Lebensmittelsektor werden vor Ort sein. Für Gymnasiasten und Fachoberschüler dürften die freien Stellen für ein Duales Studium (u.a. Betriebswirtschaft, Bauingenieurwesen und Handel) besonders interessant sein.
Auch die Agentur für Arbeit stellt Dual Studierende ein. „Die Aussichten, im Wunschberuf einen Ausbildungsplatz zu finden, sind sehr gut. Meldet euch schnell bei der Berufsberatung!“, ermutigt Maren Neigert, Teamleiterin der Berufsberatung, junge Menschen. Eine Terminvereinbarung ist möglich unter der Telefonnummer 0800 4555500.
