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Anna Kirschner
Christoph Sahler
Florian Dörr
Entging Frankfurt einem Anschlag? Nach dem Fund einer Handgranate in der B-Ebene der Hauptwache vergangene Woche arbeitet die Polizei immer noch eingegangene Hinweise ab.
Update von Montag, 6. November, 15.07 Uhr: Nach dem Fund einer scharfen Handgranate in B-Ebene der Frankfurter Hauptwache dauern die Ermittlungen an. Das teilte ein Sprecher der Frankfurter Staatsanwaltschaft der dpa mit. Es seien Hinweise eingegangen, diese würden abgearbeitet. Zur Zahl und Qualität der Hinweise macht der Sprecher keine Angaben.
Die Handgranate war am Dienstagmorgen vergangener Woche entdeckt worden. Die Polizei fahndet nach einem Verdächtigen, einer unbekannten männlichen Person, die auf Videomaterial gesichtet wurde. Der Mann hatte die Handgranate mit ungezogenem Stift vor einem Geschäft abgelegt. Das hatte auch zu großer Unsicherheit unter den Ladenbetreibern in der B-Ebene geführt.
Scharfe Handgranate in Frankfurter Hauptwache: Das sagt Innenminister Beuth
Update von Donnerstag, 2. November, 11.36 Uhr: Der Fund einer scharfen Handgranate in der B-Ebene der Hauptwache in Frankfurt hat zu spürbarer Verunsicherung geführt. Am Donnerstagmorgen wurde in der Zentrale des Hessischen Rundfunks (HR) im Frankfurt eine vermeintliche weitere Handgranate gefunden. Daraufhin kamen zahlreiche Rettungskräfte in den Stadtteil Dornbusch, auch Sprengstoffexperten waren vor Ort. Am Ende stellte sich heraus, dass es eine Attrappe war, die zu Recherchezwecken genutzt und unbedacht liegen gelassen wurde.
Mit Blick auf diesen Vorfall sagte der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa), der Fund habe das Sicherheitsgefühl beeinträchtigt. „Das ist verständlich. Die Bürgerinnen und Bürger können sich aber auf die Wachsamkeit und Professionalität ihrer Polizei verlassen“, sagte er.
Die Sicherheitslage sei auch wegen der aktuellen Lage im Nahen Osten angespannt. Die Polizei sei vor diesem Hintergrund besonders wachsam und werde jedem Verdacht aufmerksam nachgehen. „Es gibt zum aktuellen Zeitpunkt aber keine Hinweise auf konkrete Gefahren in Hessen“, wird Beuth von der dpa zitiert.
Handgranate in Hauptwache war funktionstüchtig: Was verrät der Tat-Zeitpunkt über das Motiv?
+++ 15.36 Uhr: Wie die dpa berichtet, wird die gestern in der Hauptwache gefundenen Handgranat aktuell weiter untersucht. Ein Gutachten stehe noch aus. Hinweise auf einen Anschlagsversuch oder politische Hintergründe lägen zum aktuellen Zeitpunkt nicht vor, sagte ein Polizeisprecher. Außerdem bestätigte die Polizei Frankfurt inzwischen, dass das Gerät funktionstüchtig war, „der Stift aber noch drinnen“ war.
Unterdessen laufe die Suche nach einem Verdächtigen, der von Überwachungskameras gefilmt worden war. „Die Hintergründe sind nach wie vor unklar. Wir ermitteln in alle Richtungen.“
+++ 12.04 Uhr: Nach Angaben der Bild handelt es sich bei der Handgranate, die am Dienstagmorgen an der Hauptwache in Frankfurt gefunden wurde, um ein Modell jugoslawischer Bauart. Konkret: eine M52. Sie soll seit den Balkan-Kriegen auf dem Schwarzmarkt recht verbreitet sein. Nach Angaben des Blattes hätte sie im Umkreis von 20 Metern töten können.
Tatsächlich enthielt die auf der B-Ebene der Frankfurter Hauptwache gefundene Handgranate einen Sprengsatz, war aber nicht entsichert, wie die Polizei am Mittwochmorgen bestätigte. Das wird Fragen auf: Ließ der Täter den Stift bewusst stecken, um „lediglich“ eine Warnung auszusprechen? Oder wollte er tatsächlich töten, beging jedoch einen Fehler, der letztlich Leben gerettet hat?
Sicher ist: Der Täter hat die Handgranate um 4.18 Uhr am frühen Dienstagmorgen vor einem Geschäft in der Hauptwache abgelegt. Zu einem Zeitpunkt also, zu dem der Berufs- und Schulverkehr in dem unterirdischen S- und U-Bahn-Knotenpunkt noch überschaubar war. Einige Stunden später hätte eine Detonation der Handgranate wohl eine noch weitaus größere Katastrophe ausgelöst.
Handgranate in Hauptwache enthielt Sprengstoff: Polizei Frankfurt sucht mit Foto nach Täter
Update vom Mittwoch, 1. November, 9.31 Uhr: Nach dem Fund einer Handgranate auf der B-Ebene der Frankfurter Hauptwache am Dienstagmorgen (31. Oktober) ist klar: Die Waffe enthielt Sprengstoff. „Die Untersuchungen haben ergeben, dass sich in der Handgranate ein Sprengsatz befunden hat - somit war das Gerät funktionsfähig“, erklärt ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen (1. November). Allerdings war die Handgranate gesichert.
Weiter unbekannt sind derweil die Hintergründe des Vorfalls. Ein Unbekannter hatte die Handgranate am Dienstagmorgen auf der B-Ebene der Hauptwache Frankfurt abgelegt und war daraufhin geflüchtet. Die Polizei ermittelt derzeit noch in alle Richtungen. Konkrete Hinweise auf einen politischen Hintergrund gebe es bislang nicht.
Nach der Veröffentlichung von Fotos des mutmaßlichen Täters sind bei der Polizei Frankfurt einige Hinweise eingegangen. Diese werden nun sortiert und bewertet. „Wir gehen jedem Hinweis nach“, sagt ein Sprecher. Eine Festnahme habe es jedoch bislang noch nicht gegeben.
Handgranaten-Fund in Hauptwache: Polizei Frankfurt veröffentlicht Foto von mutmaßlichem Täter
+++ 16.56 Uhr: Die Polizei Frankfurt hat die Aufnahmen der Überwachungskamera in der Hauptwache augewertet und sich nun an die Frankfurter Bevölkerung gewandt. Die „intensiven polizeilichen Ermittlungen, insbesondere die Auswertung der Aufnahmen der Sicherheitskameras“ habe ergeben, dass sich gegen 4.18 Uhr „eine unbekannte männliche Person verdächtig in der B- und C-Ebene der Hauptwache bewegte.“
Um 4:36 Uhr legte der Unbekannte die Handgranate im Bereich der B-Ebene ab, schreibt die Polizei. „Anschließend flüchtete der Täter zu Fuß in Richtung Eschenheimer Tor.“ Der Polizei liegt nun ein Beschluss des Amtsgerichts Frankfurt zur Öffentlichkeitsfahndung vor.
„Wer kennt die abgebildete Person oder kann Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen?“, fragt die Frankfurter Polizei. Sachdienliche Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter der Rufnummer 069 / 755 53 110 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Die Video- und Bildsequenzen können unter polizei.hessen.de eingesehen werden.
Entging Frankfurt einem Anschlag? Echte Handgranate in Hauptwache gerollt
+++ 11.19 Uhr: Bei dem Gegenstand, der am Dienstagmorgen auf der B-Ebene der Hauptwache in Frankfurt gefunden war, handelte es sich um eine echte Handgranate. Ob sie tatsächlich Sprengstoff enthielt, ist noch unklar. Wann das entsprechende Ergebnis vorliegt, kann laut Polizei Frankfurt noch nicht abgeschätzt werden. Die Waffe wird nun von Experten des LKA – etwa auf mögliche Fingerabdrücke – untersucht.
Weiterhin ist unklar, wie die Handgranate in die Hauptwache kam. Der Vorfall wurde gegen 6.30 Uhr gemeldet. Zeugen hatten laut Medienberichten gesehen, wie sie von einem Unbekannten in die B-Ebene gerollt worden war.
Anschlagsversuch in Frankfurt? Polizei ermittelt in alle Richtungen
Es werde intensiv in alle Richtungen ermittelt, sagte ein Sprecher der Polizei Frankfurt zu den möglichen Hintergründen des Fundes. Die Videoaufnahmen aus der Hauptwache würden gesichtet und Zeugen vernommen. „Die komplette Maschinerie ist am Laufen“, so der Sprecher. Hinweise auf eine mit dem Nahostkonflikt zusammenhängende Motivlage liegen zum aktuellen Zeitpunkt nicht vor.
Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu Tatverdächtigen, dem Tatablauf geben können oder sonst verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei unter der Rufnummer 069 755 53110 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Hauptwache Frankfurt über Stunden gesperrt: Rätsel um Auslöser der Sperrung
Update vom Dienstag, 31. Oktober, 9.31 Uhr: Entwarnung an der Hauptwache. Nach dem Fund eines „handgranatenähnlichen Gegenstands“ am frühen Morgen meldet die Polizei Frankfurt via X, ehemals Twitter: Der Gegenstand wurde durch die Experten des Landeskriminalamts gesichert. Die Sperrung der B-Ebene der Hauptwache wird aufgehoben.
Noch unklar ist, worum es sich bei dem kritischen Gegenstand letztlich handelte.
Wichtig für ÖPNV-Nutzer in Frankfurt: Die Haltestelle Hauptwache wird wieder angefahren. Seit den frühen Morgenstunden hatten S- und U-Bahnen den Knotenpunkt in der Innenstadt ohne Stopp durchfahren.
Großer Polizeieinsatz: Hauptwache Frankfurt gesperrt – Massive Störung im ÖPNV
Erstmeldung vom Dienstag, 31. Oktober, 7.26 Uhr: Die B-Ebene der Hauptwache ist am Dienstagmorgen (31. Oktober) gesperrt. Aktuell (Stand: 7.23 Uhr) ist dort die Polizei im Einsatz. Erstere Hintergründe: Offenbar wurde in der Hauptwache ein „handgranatenähnlicher Gegenstand“ aufgefunden. Das teilt die Polizei Frankfurt via X, ehemals Twitter, mit.
Derzeit halten – mitten im morgendlichen Berufsverkehr – an der Frankfurter Hauptwache weder S- noch U-Bahnen. So entfällt der Halt etwa bei S1, S2, S3, S4, S5, S6, S8 und S9. Bei den U-Bahnen sind die Linien U1, U2, U3, U6, U7 und U8 betroffen. Die Geschäfte in der Passage sind geschlossen.
Sperrung der Hauptwache: Kampfmittelräumdienst soll kritischen Gegenstand prüfen
Wie geht es weiter an der Hauptwache? Der Kampfmittelräumdienst soll klären, wie mit dem kritischen Gegenstand umgegangen werden soll. Wie lange die B-Ebene im Herzen von Frankfurt gesperrt bleibt, das ist aktuell noch nicht abzusehen. Weitere Informationen folgen.





