Kritik

Goodyear will 550 Jobs in Fulda abbauen - Gewerkschaft IGBCE lehnt Pläne ab

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Goodyear will in Fulda Stellen streichen. (Symbolfoto)

Der Reifenhersteller Goodyear will in seinem Werk in Fulda 550 Stellen streichen. Von der Gewerkschaft IGBCE kommt Kritik.

Fulda - Goodyear will in Fulda 550 Stellen abbauen. Der Standort mit seinen derzeit noch 1150 Beschäftigten soll aber erhalten bleiben, wie das Unternehmen betont. „Es ist eine schwierige, aber notwendige Entscheidung, die wir treffen müssen, um die Strukturkosten zu senken und unsere Wettbewerbsposition zu verbessern“, sagte Unternehmenssprecher Dominic Stenzel. Arbeitnehmervertreter kritisieren die am Donnerstag (1. Juni) bekannt gewordenen Pläne.

Goodyear will in Fulda 550 Jobs streichen - IGBCE lehnt Pläne ab

Der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Klaus Korger erklärte, die Beschäftigten seien geschockt von den Plänen. Alexander Wiesbach von der Gewerkschaft IGBCE sagte, man werde die Pläne nicht hinnehmen. Wie genau es weitergeht, solle in den kommenden Tagen entschieden werden.

Die Verkleinerung des Werks in Fulda ermöglicht es dem Hersteller nach eigenen Angaben, kostenintensive Kapazitäten zu senken und die Auslastung anderer Werke zu verbessern.

Die Ankündigung habe keine Auswirkungen auf die Reifenmarke „Fulda-Reifen“, sagte Stenzel. Über den geplanten Stellenabbau soll es Verhandlungen mit Vertretern der Arbeitnehmer geben. Alle Betroffenen würden angemessen unterstützt, kündigte das Unternehmen an. Bereits 2019 hatte Goodyear 450 Stellen in Fulda und 600 am Standort Hanau gestrichen. (dpa, zen)

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