Weltkindertag

Gute Bildung und Teilhabe für alle Kinder und Jugendliche in Hessen gefordert

+
Das ist doch himmlisch: Gefeiert wird der Weltkindertag an zahlreichen Orten.
  • schließen

Hessische Wohlfahrtsverbände und die Gewerkschaft GEW fordern Investitionen in Kita und Schule

Eine Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz hat der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Hessen, Carsten Tag, anlässlich des heutigen Weltkindertags gefordert. „Kinder haben ein Recht auf Beteiligung. Sie müssen das Gefühl haben, gehört zu werden und dazuzugehören“, sagte Tag. Dafür brauche es Strukturen, in denen Kinder und Jugendliche politisch wie gesellschaftlich an denen für sie wichtigen Themen beteiligt werden. „Dies erreichen wir, indem wir junge Menschen als Experten und Expertinnen in eigener Sache ansehen.“

In Hessen wurden die Kinderrechte nach einer Volksabstimmung 2018 in die Landesverfassung aufgenommen. Zudem hat der Landtag jüngst beschlossen, die Enquete-Kommission „Demokratie und Teilhabe leben – Beteiligung junger Menschen stärken“ einzusetzen, um damit ein moderiertes Beteiligungsformat für Kinder und Jugendliche zu schaffen.

Das Recht auf Teilhabe von Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf dürfe nicht am Fachkräftemangel scheitern, mahnt zugleich Yasmin Alinaghi, Geschäftsführerin des Paritätischen (Wohlfahrtsverbandes) Hessen. Bereits jetzt sei es schwer, für Kinder mit Beeinträchtigung einen Platz in einer Kita zu bekommen. Deshalb müsse dem wachsenden Fachkräftemangel entgegengesteuert werden, fordert Alinaghi. Sonst drohe die Gefahr, dass die Benachteiligung wachse.

Mehr qualifiziertes Personal in der Bildung fordert auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) anlässlich des Weltkindertags. Die Zunahme psychischer Erkrankungen und die zunehmende Vereinsamung von Kindern und Jugendlichen seien alarmierende Entwicklungen, so Heike Ackermann, stellvertretende Vorsitzende der hessischen GEW. Darauf müsse unter anderem auch mit verbesserten Bildungsangeboten reagiert werden.

Kommentare