VonAnna Kirschnerschließen
Auch der Name des neuen Baums wird am 1. November auf dem Römer verkündet. Die Fichte ist bereits vor Ort angekommen und in die Halterung eingeführt.
+++ 13.38 Uhr: Der Frankfurter Weihnachtsbaum für die Advents- und Weihnachtszeit 2023 hat sein Ziel erreicht und steht. Jetzt ist auch der Spitzname des Baumes auf dem Römer bekannt: Die Eintracht-Mitglieder stimmten für „Sonny“ ab. Der Name erinnert an Helmut Sonnenberg, jahrzehntelanger Eintracht-Fan, der das KZ Theresienstadt überlebt hatte und im Februar verstorben ist.
Wie die hessenschau berichtet, hat die Fichte beim Transport und Fällen einige Äste verloren. Jetzt muss er noch etwas verschönert werden. Bald wird er auch für die Eröffnung des Weihnachtsmarktes, der am 27. November beginnt, geschmückt.
Frankfurt stellt Weihnachtsbaum auf: Eintracht-Mitglieder haben abgestimmt – Name steht fest
Update von Mittwoch, 1. November, 13.00 Uhr: Es gibt erste Bilder von der Aufstellung des diesjährigen Weihnachtsbaums auf dem Frankfurter Römer. Die stattliche Fichte, die 26 Meter lang angeliefert wurde, ist angekommen und auf dem Weg in seine Halterung. Einige Schaulustige haben sich auf dem Platz vor Frankfurts Rathaus versammelt, um die mühevolle Arbeit zu beobachten. Auch Mike Josef, der Oberbürgermeister (SPD), ist vor Ort.
Weihnachtsbaum 2023: Fichte kommt auf dem Spessart nach Frankfurt
Erstmeldung von Dienstag, 31. Oktober, 18.26 Uhr: Frankfurt – Am Mittwoch, 1. November, wird auf dem Frankfurter Römer der neue Weihnachtsbaum aufgestellt. Ab 11.30 Uhr wird die Fichte aufgerichtet, berichtet die Deutschen Presse-Agentur (dpa). Der Baum wurde Ende Oktober in der Gemeinde Flörsbachtal (Main-Kinzig-Kreis) im Spessart gefällt und ist 26 Meter hoch. „Nach der Ankunft der Fichte müssen zunächst die Verschnürungen gelöst werden, bevor Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Branddirektion den Baum auf dem Römerberg aufstellen werden“, teilte die Stadt der dpa mit.
Baumpate ist in diesem Jahr die Eintracht Frankfurt. Deren Mitglieder durften bis Sonntag über den Namen des Baumes abstimmen. Eine Jury um Eintracht-Präsident Peter Fischer wählte aus rund 700 Einsendungen fünf Vorschläge aus.
Eintracht Frankfurt ist Baumpate für die neue Fichte auf dem Römer – Namen bestimmen Mitglieder
Sie alle haben – wenig verwunderlich – Bezug zum Verein: Sonny, Laura, Tanni Binz, Holz und Charly. Sonny erinnert an Helmut Sonnenberg, jahrzehntelanger Eintracht-Fan, der das KZ Theresienstadt überlebt hatte und im Februar verstorben ist. Laura ist angelehnt an Laura Freigang, Spielerin und Publikumsliebling des SGE-Frauenteams sowie der Nationalelf. Tanni Binz bezieht sich auf Manfred „Manni“ Binz, den ehemaligen Abwehrrecken. Mit Holz ist Vereinslegende Bernd Hölzenbein gemeint, mit Charly die noch viel größere Vereinslegende Karl-Heinz Körbel, der mit 602 Spielen für die Eintracht Rekordspieler ist.
Der Baum wird am Mittwochvormittag von Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) und dem Geschäftsführer der Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main, Thomas Feda, in Empfang genommen. Eintracht-Vizepräsident Michael Otto und Vorstandsmitglied Philipp Reschke werden dann den Namen des Baumes bekannt geben. Bis der Baum fest in seiner Halterung steht, werde es wohl drei Stunden dauern, informierte die Stadt.
Weihnachtsbäume in Frankfurt - traditionell hässlich?
Unvergessen sind die Pannen der vergangenen Jahre: 2020 wurde der Baum Bertl beim Aufstellen arg ramponiert und musste um einige Meter gekürzt werden. Danach stand er beeindruckend unsymmetrisch und hager vor dem Römer. „Der Baum ist ja eine Katastrophe“, rief Tourismus-Chef Feda damals.
Ein Jahr darauf sorgte Weihnachtsbaum Gretel für Spott und Hohn: Abgebrochene oder abgesägte Äste wurden 2021 wieder an der Fichte angebracht, um trotz ihres ramponierten Zustandes einen einigermaßen ansehnlichen Baum präsentieren zu können. 2022 versöhnte der stattliche Baum „Manni“ die Frankfurter dann wieder mit der Baumtradition.
Nun bleibt zu hoffen, dass auch der diesjährige Weihnachtsbaum, wie auch immer er heißen wird, einen besseren ersten Eindruck macht als Bertl und Gretel, und schon Stimmung für den Frankfurter Weihnachtsmarkt ab dem 27. November aufkommen lässt. (Anna Kirschner)


