Neueröffnung

Neuer Name für saniertes Freibad: Badeoase heißt jetzt „Waldschwimmbad Hosenfeld“

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Offizieller Startschuss für das „Waldschwimmbad Hosenfeld“ (von links) Landtagsabgeordneter Sebastian Müller (CDU), Bürgermeister Peter Malolepszy (CDU), Landrat Bernd Woide (CDU) und Neuhofs Erster Beigeordneter Franz Josef Adam (CDU) kurz nach der Enthüllung des neuen Namens, dem ein Wettbewerb mit 55 Vorschlägen vorausging.
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Das für 1,8 Millionen Euro grundhaft sanierte Schwimmbad heißt seit Sonntagnachmittag (19. Mai) „Waldschwimmbad Hosenfeld“. Der Name löst die in die Jahre gekommene, kaum verwendete Bezeichnung Schwimmbad „Vorderer Vogelsberg“ einschließlich eines zeitgemäßen neuen Logos ab.

Hosenfeld - In Anwesenheit von über 300 Gästen und Ehrengästen hatten Landrat Bernd Woide (CDU) und der hessische Landtagsabgeordneter Sebastian Müller (CDU) die ehrenvolle Aufgabe, die Enthüllung der repräsentativen, verklebten Tafel vorzunehmen. Die Tafel mit dem neuen Namen soll demnächst nahe der Landesstraße platziert werden.

Hosenfelds Badeoase heißt jetzt „Waldschwimmbad Hosenfeld“

Laut Bürgermeister Peter Malolepszy (CDU) gab es im Juni 2023 mit einer Ausschreibung im Mitteilungsblatt der Gemeinde gestarteten Namenswettbewerb eine rege Beteiligung. Gewinner war kein Geringerer als Thomas Koch, seines Zeichens Fraktionsvorsitzender der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Hosenfeld.

„Ich bin schon immer Fan vom Schwimmbad gewesen und hatte überhaupt nicht mehr daran gedacht, dass ich vor Monaten vier Vorschläge abgegeben habe“, sagte Koch. Er habe sich auch vorstellen können, dass es „Blankenbad“ heißt, weil es über dem Berg Blankenau liege. „Aber Waldschwimmbad ist natürlich viel besser.“ Freudestrahlend nahm er den ersten Preis, eine Familien-Dauerkarte, entgegen.

Lange Zeit wurde es umgebaut, jetzt erstrahlt es in neuem Glanz: Das Waldschwimmbad Hosenfeld.

„Es kamen sage und schreibe 55 Vorschläge, was die Auswahl natürlich nicht einfach machte“, führte zuvor der Rathauschef in dem in traumhafter Südosthanglage befindlichen Freibad aus. Ihm zufolge wurde zunächst eine Vorauswahl getroffen, bei der 15 Namen in die engere Auswahl kamen.

Die vier Kriterien der Jury für die Kür des Gewinnernamens waren Malolepszy zufolge der Bezug zu Hosenfeld, eine hohe Wiedererkennbarkeit und Exklusivität, eine Logo-Eignung und ein origineller Charakter. Originelle Vorschläge hab es „en masse“ gegeben. So hätten sich als Vorschläge unter anderem das „Hosenbad“, das „Wellfühlbad Hosenfeld“, die „Hosenfeld H2Oase“ oder die „Hosenfelder Karibik“ befunden.

55 Namensvorschläge gab es für das Hosenfelder Freibad

Das aus Vertretern der Verwaltung, des Fördervereins Schwimmbad Hosenfeld und Bademeistern gebildete Gremium legte sich am Ende auf drei Namen fest, die unter viel Applaus der Gäste mit Sachpreisen prämiert wurden. Platz drei ging an die „Hosenfelder Lagune am Sportplatz“, vorgeschlagen von Marek Leinweber aus Hosenfeld. „Laguna verspricht natürlich sehr viel. Wer mal an so einer Lagune gewesen ist und kommt dann nach Hosenfeld, der sagt: Ja, das ist ähnlich“, sagte Malolepszy mit Augenzwinkern.

Platz zwei teilten sich Anne Schmitt aus Hosenfeld-Poppenrod und Bianco Morano aus Hosenfeld, die schlicht und einfach den Namen „Freibad Hosenfeld“ vorgeschlagen hatten. Hier habe es zwar Punktabzug bei der Originalität gegeben, doch das sei ein gängiger Name mit Ortsbezug gewesen, sodass dieser ziemlich weit vorne gelandet sei.

Rund 300 Gäste haben sich die Neueröffnung des Schwimmbads nicht entgehen lassen.

„Ich darf herzlich gratulieren zu diesem neugestalteten, sanierten Freibad“, sagte Landrat Bernd Woide in seinem Grußwort bei durchwachsenem Wetter. „Es ist nicht nur etwas für den Kernort Hosenfeld, sondern auch etwas für die Ortsteile – selbst aus Fulda kommen die Besucher hier heraus“, meinte der Politiker.

„Das ist ein guter Tag für die Gemeinde und die gesamte Region“, betonte Woide. „Diese Eröffnung heute ist nicht nur ein Zeichen für Hosenfeld, sondern für die Stärke des ländlichen Raumes. Hosenfeld ist sicher keine Gemeinde, die finanziell auf Rosen gebettet ist. Und trotzdem habt Ihr das hinbekommen“, zog Woide vor den gemeindlichen Gremien, dem Förderverein und allen Unterstützern den Hut.

Landrat Woide betont, wie wichtig das Schwimmbad auch außerhalb Hosenfeld ist

Hierzu habe ein starker örtlicher Zusammenhalt beigetragen. Sehr über die Einladung zur offiziellen Einweihung gefreut hat sich Landtagsabgeordneter Sebastian Müller. „Ich konnte das Bad vor zwei Jahren während des Baues mal besichtigen, als hier die Bagger waren, als hier alles aufgerissen war, als man hier nur mit Gummistiefeln langlaufen konnte – da konnte man sich gar nicht richtig vorstellen, wie schön es denn wird. Wenn man heute das Ergebnis sieht, kann man sagen: Die Mühen haben sich gelohnt“, zog er als Fazit.

Die Hosenfelder Ortsvorsteherin Christine Schad hieß neben Vertretern der Politik und Bediensteten der Gemeindeverwaltung Badegäste, Camper und Urlauber im neu renovierten Freibad willkommen. „Es ist ein Bad für die Großgemeinde Hosenfeld und nicht nur für den Ortsteil Hosenfeld“, unterstrich sie.

Namensgeber Thomas Koch (links) und Bürgermeister Peter Malolepszy

Außerdem seien auch die Bürger der Nachbargemeinden willkommen. „Nutzt das Bad, es ist eine Bereicherung für Alt und Jung, für Groß und Klein“, lud sie zum Besuch ein. Sie bedankte sich bei allen Akteuren des Fördervereins für deren Einsatz. Eigenen Angaben zufolge hat der Förderverein aktuell über 400 Mitglieder.

Eröffnet wurde die Einweihungsfeier mit japanischen Trommeln der Gruppe Banzai aus Fulda. Als Vertreter der Nachbarkommunen waren hierbei Kathrina Hosenfeld (UBL), die erste Beigeordnete aus Großenlüder, und der Erste Beigeordnete der Gemeinde Neuhof, Franz-Josef Adam (CDU), zugegen.

Der zuständige Planer, Oliver Martin vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Villmar (Landkreis Limburg-Weilburg), bedankte sich bei allen beteiligten Fachfirmen.

Der zuständige Planer, Oliver Martin vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Villmar (Landkreis Limburg-Weilburg), bedankte sich bei allen beteiligten Fachfirmen. 14 Fachgewerke seien im Einsatz gewesen, zusätzlich seien im Rahmen der Sanierung verschiedene Kleinaufträge auf den Weg gebracht worden, sodass über 20 Firmen bei der Umsetzung der Sanierung am Start waren.

Aufgrund des durchwachsenen Wetters hatte die Gemeinde etwas umdisponieren müssen. Eigentlich war für die Jüngsten eine Hüpfburg mit Spiel und Spaß geplant, dieser Programmpunkt musste aber aus Sicherheitsgründen kurzfristig abgesagt werden.

Die Sanierung des Freibades Hosenfeld ist finanziell schon lange in trockenen Tüchern. Nun ist sogar Geld übrig - über die Verwendung herrscht Uneinigkeit. Die Arbeiten sollen insgesamt 1,776 Millionen Euro kosten.

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