Die Sanierung des Freibades Hosenfeld ist finanziell schon lange in trockenen Tüchern: Die Arbeiten sollen insgesamt 1,776 Millionen Euro kosten. Nun ist sogar Geld übrig - über die Verwendung herrscht Uneinigkeit.
Hosenfeld - Das hat man selten: Ein Projekt ist geplant, aber bei der Abrechnung der Kosten bleibt noch Geld übrig. Im Fall des Hosenfelder Freibades können sich die Haushälter über knapp 147 000 Euro freuen, die ihnen nach den geplanten Baumaßnahmen noch zur Verfügung stehen.
Zu viel Geld für Freibad-Sanierung: In Hosenfeld schafft Überschuss neue Konflikte
Gefördert wurde das Bad mit 560 .000 Euro vom Land Hessen und 420 .000 Euro vom Landkreis Fulda. Der legte zum Jahresbeginn aber noch 120 .000 Euro drauf, sodass insgesamt 1,1 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung stehen. Nun hatte die Gemeindevertretung die erfreuliche Aufgabe, über die Verwendung des übrigen Gelds zu entscheiden.
Hosenfelds Bürgermeister Peter Malolepszy (CDU) schlug als weitere Arbeiten die Sanierung und Umgestaltung des Vorplatzes samt Treppe vor, dazu den Austausch der Solarabsorber-Anlage, den Austausch der Eingangstore und die Sanierung der Fassade des Funktionsgebäudes.
Die Prioritätensetzung wollte nicht allen Gemeindevertretern gefallen: Margitta Gering (FWG) monierte, dass an den ihrer Ansicht nach sanierungsbedürftigen Sanitäranlagen nun nichts gemacht werden solle. Bauausschuss-Vorsitzender Siegfried Weber (CDU) hielt dagegen, dass es um das äußere Erscheinungsbild des Bades auch nicht zum Besten bestellt sei. Die Sanitäranlagen könnten später renoviert werden. Die Gemeindevertretung folgte dem Vorschlag des Gemeindevorstandes.
Während Hosenfeld - das Freibad öffnet am 19. Mai - sich über einen Förder-Überschuss freut, sieht es in Petersberg anders aus. Dort fehlen 3,9 Millionen Euro an Fördergeldern für die Sanierung des Freibads.