Wirtschaft

Butter mehr als 20 Prozent teurer – aber Inflationsrate in Hessen bleibt stabil

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Die Inflationsrate in Hessen bleibt mit 1,8 Prozent stabil. Steigende Preise für Dienstleistungen und sinkende Energiepreise prägen die Entwicklung.

Wiesbaden – Die Inflationsrate in Hessen blieb im Juli 2024 gegenüber dem Vorjahresmonat unverändert bei 1,8 Prozent. Dies teilte das Hessische Statistische Landesamt am Dienstag (30. Juli) in Wiesbaden mit. Bereits im Juni 2024 hatte die Inflationsrate ebenfalls bei 1,8 Prozent und im Mai bei 1,9 Prozent gelegen. Ausschlaggebend für die konstante Rate war die Entwicklung der Energiepreise, die den Anstieg der Verbraucherpreise insgesamt dämpfte. Steigende Preise für Dienstleistungen trugen dagegen weiterhin zur Teuerung bei. Die Kerninflationsrate ohne Energie und Nahrungsmittel lag den vierten Monat in Folge bei 2,8 Prozent.

Im Vergleich zum Juni 2024 stiegen die Verbraucherpreise im Juli 2024 um 0,3 Prozent. Günstiger wurden Bekleidungsartikel (minus 5,4 Prozent) und Übernachtungen (minus 3,6 Prozent), teurer wurden Pauschalreisen (plus 10,1 Prozent) und Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (plus 2,2 Prozent).

Die Preise für Energie sanken im Juli 2024 gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Günstiger wurden Fernwärme (minus 3,5 Prozent), Strom (minus 0,4 Prozent) und Erdgas (minus 0,2 Prozent), während Kraftstoffe um durchschnittlich 0,2 Prozent teurer wurden. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sanken die Energiepreise um 4,7 Prozent. Erdgas war um 15,6 Prozent billiger, Brennholz und Holzpellets um 14,1 Prozent und elektrischer Strom um 11,1 Prozent. Deutlich gestiegen sind dagegen die Preise für Fernwärme (plus 42,0 Prozent) und Heizöl (plus 8,0 Prozent).

Eine Frau sortiert auf dem Wochenmarkt das Wechselgeld für ihren Einkauf in eine Geldbörse. (Symbolbild)

Inflationsrate in Hessen: Energiepreise runter, Nahrungsmittelpreise rauf

Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im Juli 2024 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent. Teurer wurden Speisefette und Speiseöle (plus 3,5 Prozent), darunter Butter (plus 5,1 Prozent), sowie Molkereiprodukte (plus 0,5 Prozent). Obst und Fleischwaren verteuerten sich um jeweils 0,3 Prozent. Im Vergleich zum Juli 2023 stiegen die Nahrungsmittelpreise um 1,0 Prozent. Speisefette und -öle verteuerten sich um 13,5 Prozent, darunter Butter um 20,8 Prozent.

Die Preise für Waren insgesamt sanken im Juli 2024 gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent und blieben im Jahresvergleich unverändert. Gebrauchsgüter verteuerten sich um 0,3 Prozent, Bekleidungsartikel um 2,6 Prozent und Autos um 1,1 Prozent. Günstiger wurden Elektronikartikel wie Computer (minus 10,9 Prozent) und Handys (minus 9,2 Prozent).

Die Preise für Dienstleistungen stiegen im Juli 2024 gegenüber dem Vormonat um 1,3 Prozent. Im Jahresvergleich stiegen die Preise um 4,8 Prozent. Besonders stark stiegen die Preise für Versicherungsdienstleistungen (plus 27,3 Prozent) sowie für die Instandhaltung und Reparatur von Fahrzeugen (plus 4,2 Prozent). Dienstleistungen sozialer Einrichtungen verteuerten sich um 10,5 Prozent, Verpflegungsdienstleistungen um 7,0 Prozent. Die Wohnungsmieten stiegen im Juli 2024 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,9 Prozent. (cas)

Rubriklistenbild: © Sebastian Kahnert/dpa

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