VonJohannes Rützelschließen
Ziel sei es, eine europäische Verteidigungsgruppe zu gründen und außerdem im Bereich landgebundener Elektronik enger zusammenzuarbeiten, ließen KNDS und Leonardo mitteilen.
Amsterdam/Rom – KNDS und der italienische Rüstungskonzern Leonardo wollen in Zukunft im Panzerbau enger zusammenarbeiten. Unter Schirmherrschaft des italienischen Verteidigungsministeriums haben sie darüber eine Vereinbarung unterzeichnet.
Ziel sei es, eine europäische Verteidigungsgruppe zu gründen und außerdem im Bereich landgebundener Elektronik enger zusammenzuarbeiten, ließen KNDS und Leonardo mitteilen. Erst kürzlich wurde berichtet, dass KNDS aus neuen Lagerhallen in Nordhessen beliefert werden soll.
Italienische Armee will 125 Panzer ersetzen: Vereinbarung zwischen KNDS und Leonardo
Ziel der Allianz zwischen Leonardo und KNDS sei es, Fertigungs- und Entwicklungskapazitäten in Italien für zukünftige europäische Kampfpanzerprojekte zu schaffen, hieß es weiter. Hintergrund der Kooperation dürfte aber auch sein, dass die italienische Armee Leopard 1 Panzer mit 125 neuen Leopard 2 Typ A8 ersetzen möchte, wie bereits im November bekannt wurde.
Neue Panzerprojekte sollen den modernsten Ausführungen des Leopard 2 Konkurrenz machen, allerdings mischen hier viele Akteure mit: Beim „Main Ground Combat System“ (MGCS) schließen KNDS und Leonardo eine Zusammenarbeit in Zukunft nicht aus.
KNDS arbeitet bislang mit Rheinmetall zusammen
Bislang arbeitet KNDS, deren Tochterfirma KMW auch in Kassel einen Standort hat, hier mit Rheinmetall zusammen. Daneben hat die Europäische Union die Erforschung eines „Main Battle Tank“ (MBT) in Auftrag gegeben, bei dem neben Leonardo und KNDS auch Rheinmetall beteiligt ist.
KNDS war 2015 aus dem Zusammenschluss des französischen Rüstungsunternehmens Nexter und Krauss-Maffei-Wegmann hervorgegangen und beschäftigt 9000 Menschen, bei einem Jahresumsatz von 3,2 Milliarden Euro im Jahr 2022.
Leonardo hat 51 000 Mitarbeiter und machte 2022 14,7 Milliarden Euro Umsatz. Der italienische Staat hält 30 Prozent der Anteile an Leonardo, das auch in den Bereichen Raum- und Luftfahrt aktiv ist. (Johannes Rützel)
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