VonAndreas Ungermannschließen
Bis Mitte Oktober hatten die Kommunen Zeit, Projekte für das Schwimmbad-Investitions- und Modernisierungsprogramm (SWIM) anzumelden. Wir haben beim Landkreis nachgefragt, welche Kommunen in der Region mit Zuschüssen für ihre Freibäder rechnen dürfen.
Region - Für zehn Projekte meldeten Kommunen beim Landkreis einen Förderbedarf an. Von diesen kann die Kreisverwaltung bis zu fünf für den weiteren Antragsprozess an das Land weiterleiten. „Bei der Vorauswahl hat der Landkreis den Schwerpunkt auf Kommunen gelegt, die bislang aus SWIM-Mitteln des Landes noch keine Förderung erhalten haben oder bei deren Vorhaben es sich um technisch notwendige Sanierungen handelt – beispielsweise bei veralteter oder maroder Technik beziehungsweise Bausubstanz“, erläutert Kreis-Pressesprecherin Lisa Laibach. Bad Salzschlirf, Petersberg, Nüsttal sowie Tann und Gersfeld dürfen nun auf Post aus Wiesbaden hoffen.
„Die Frage ist nicht, ob wir Fördermittel bekommen, sondern wie hoch diese ausfallen. Denn das Sanierungsvorhaben erfüllt alle Voraussetzungen zur Teilnahme an Förderprogrammen. Leider gibt es derzeit lediglich vom Land zwei Aktionen – SWIMplus und die Kommunalrichtlinie Energie –, deren Töpfe allerdings recht schmal ausfallen“, sagt Petersbergs Pressesprecher Sebastian Kircher.
Die Gemeinde erhoffe sich von der angekündigten Neuwahl auf Bundesebene neue Impulse auch für ihr Freibad Waidesgrund. Im Sommer 2023 hatte die Gemeinde eine umfangreiche Konzeptstudie vorgelegt, die mehrere Maßnahmen zur Generalüberholung des Schwimmbades vorschlägt. Die Gemeindevertretung hatte daraufhin vergangenes Jahr beschlossen, diese Studie als Maßstab der Sanierung zu nehmen, für welche die Gemeinde mit 8,6 Millionen Euro Gesamtkosten rechnet. „Wir treiben nun die Planungen voran, damit aus dem Konzept tatsächlich ein Entwurf wird. Dieser wird dann zeigen, welche Einzelmaßnahmen umgesetzt werden“, erläutert Kircher.
Stichwort
25 Millionen Euro hat die Hessische Landesregierung für die Jahre 2024 und 2025 im Rahmen des SWIMplus-Programms für Schwimmbäder in ganz Hessen bereitgestellt. Das Förderprogramm sieht grundsätzlich eine Unterstützung von bis zu 30 Prozent der Investitionskosten vor. Die maximale Fördersumme eines Projekts beträgt eine Million Euro.
Seit 2019 sind Frei- und Hallenbäder im Landkreis Fulda aus SWIM-Mitteln mit insgesamt über drei Millionen Euro bei ihren Investitionen unterstützt worden. Die Höchstsumme erhielt das Freibad Flieden mit 950.000 Euro (2022), gefolgt von Eiterfeld mit 827.000 Euro (2023). Auch die Freibäder in Langenbieber (2019) und Hosenfeld (2020) wurden mit Förderungen im sechsstelligen Bereich bedacht.
Im Gersfelder Freibad im Ehrengrund soll die Elektrohauptverteilung erneuert und der Schwallwasserbehälter saniert werden. Außerdem ist die Abdichtung des Flachdaches über den Umkleide- und Technikräumen geplant. „Den Gesamtkosten in Höhe von rund 100.000 Euro können wir nun wohl erfreulicherweise eine Förderung von 60.000 Euro entgegenstellen“, kalkuliert Bürgermeister Dr. Steffen Korell (CDU).
Auch die Stadt Tann plant für ihr Geriethbad Erneuerungen in diesem Kostenrahmen, der den höchsten Fördersatz verspricht. Dazu gehören neben einer Folieneinkleidung für den Schwallwasserbehälter der Austausch alter Pumpen und Elekronik. Zudem ist in Teilbereichen ein neuer Zaun erforderlich, die Handläufe im Nichtschwimmerbecken sollen erweitert, das Schließsystem der Spinde erneuert und – falls das Budget ausreicht – das WC modernisiert und barrierefrei gemacht werden. „Da wir bereits im ersten SWIM-Programm einige Dinge anpacken konnten und kontinuierlich jedes Jahr ins Schwimmbad investieren, ist es, auch dank Förderverein, in einem guten Zustand“, meint Bürgermeister Mario Dänner (parteilos).
25 Millionen Euro für 2024 und 2025 im SWIMplus-Programm für Schwimmbäder in Hessen
Die Gemeinde Nüsttal möchte das vorhandene Kinderplanschbecken im Freibad Gotthards durch ein Edelstahlbecken ersetzen. Damit solle eine gleichmäßige Verteilung der Desinfektion und ein kontinuierlicher Schmutzaustrag der Schwimmstoffe gewährleistet werden, so wie es die Normen erfordern, teilt Bürgermeisterin Marion Frohnapfel (CDU) mit. Die veranschlagten Kosten belaufen sich auf 105.000 Euro. Anschließend ist angedacht, die Attraktivität mit Wasserspielen wie Spritztieren oder Spritzdüsen zu steigern.
25 Millionen Euro hat die Hessische Landesregierung für die Jahre 2024 und 2025 im Rahmen des SWIMplus-Programms für Schwimmbäder in ganz Hessen bereitgestellt. Das Förderprogramm sieht grundsätzlich eine Unterstützung von bis zu 30 Prozent der Investitionskosten vor. Die maximale Fördersumme eines Projekts beträgt eine Million Euro.
Seit 2019 sind Frei- und Hallenbäder im Landkreis Fulda aus SWIM-Mitteln mit insgesamt über drei Millionen Euro bei ihren Investitionen unterstützt worden. Die Höchstsumme erhielt das Freibad Flieden mit 950.000 Euro (2022), gefolgt von Eiterfeld mit 827.000 Euro (2023). Auch die Freibäder in Langenbieber (2019) und Hosenfeld (2020) wurden mit Förderungen im sechsstelligen Bereich bedacht.
