Kompass-Kommune Sontra

Sontra ist Kompass-Kommune und sucht Interessierte für Arbeitsgremium

+
Mit der Kompass-Plakette: (vorne, von links) Bürgermeister Thomas Eckhardt, Polizeipräsident Konrad Stelzenbach mit (hinten) Sabine Knöll (Hauptsachgebiet Prävention Polizeipräsidium Nordhessen), Büroleiterin Katrin Hoßbach, Kompass-Beraterin Antje Stahl, Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Mutter, Joachim Friedrich (Leiter Polizeistation Sontra), Christopher Pfaff (Leiter Polizeidirektion Werra-Meißner) und Ordnungsamtsleiter Sebastian Stück.
  • schließen

Sontra ist Kompass-Kommune. Die Stadt möchte die Sicherheit und das Sicherheitsempfinden ihrer Bürger verbessern. Dafür arbeiten Verwaltung, Polizei und Bürger zusammen.

Sontra – Die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der Bürger möchte die Stadt Sontra steigern. Aufgenommen wurde sie nun in das Landesprogramm Kompass (siehe Info-Kasten) und ist damit die vierte Kompass-Kommune im Landkreis. In einer Auftaktveranstaltung am Montag (30. Oktober) sprachen Bürgermeister Thomas Eckhardt und Polizeipräsident Konrad Stelzenbach über die Ziele.

Wie sicher eine Stadt oder Gemeinde gemessen an den Zahlen angezeigter Straftaten ist, kann sich stark vom subjektiven Sicherheitsgefühl der Bürger unterscheiden. Das erklärte Stelzenbach. Die für Sontra 324 registrierten Straftaten im Jahr seien statistisch gesehen wenig. „Aber was wir nicht kennen, ist das Dunkelfeld“, so Stelzenbach. Dabei gehe es nicht nur um nicht angezeigte Straftaten, sondern um alles, was eventuell dazu beiträgt, dass sich Bürger weniger sicher fühlen. Das reicht von lautem und dominantem Verhalten über Verschmutzung öffentlicher Räume bis hin zu potenziellen Gefahren durch den Verkehr.

Das Landesprogramm Kompass

Das Kommunal-Programm-Sicherheitssiegel (Kompass) ist ein Angebot des Hessischen Innenministeriums für Städte und Gemeinden. Es wird seit Ende 2017 umgesetzt. Ziel ist, durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Polizei und Kommune die Sicherheit zu erhöhen. Die Polizei bietet an, durch eine Befragung zu analysieren, wo aus Sicht der Bürger etwas für ihre Sicherheit und ihr Sicherheitsgefühl getan werden muss, und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. (red/esr)

In der Polizeiarbeit sei bekannt, dass Bürger, die sich sicherer fühlen, eher reagieren, wenn eine Straftat geschieht, diese melden oder als Zeugen aussagen. Gleichzeitig bedeute ein besseres Sicherheitsgefühl auch mehr Lebensqualität und verbessere den Ruf einer Stadt oder Gemeinde. Stelzenbach betonte: „Dass Sie schon viel an Präventionsarbeit tun, das habe ich nachlesen können.“ So beugen Bereiche für legale Graffiti Vandalismus vor, Schwellen beruhigen den Verkehr und auch der Austausch an runden Tischen für junge, ältere oder geflüchtete Menschen leiste einen Beitrag.

Eckhardt erklärte, wieso Sontra diesen Zeitpunkt gewählt hat, um Kompass-Kommune zu werden. Die Entscheidung sei nicht angesichts hoher Fallzahlen, sondern angesichts der anstehenden Umgestaltungsprozesse getroffen worden, um das Sicherheitsempfinden der Bürger zu verbessern. Die Stadt befinde sich in einem Veränderungsprozess, in den die Zusammenarbeit im Rahmen von Kompass einfließen solle.

Dazu gehöre die geplante Umgestaltung der Altstadt sowie das gemeinsame Angehen der Schulmobilität und Verkehrsberuhigung mit der Adam-von-Trott-Schule. Auch im Hinblick auf die Umgestaltung des Bahnhofs und sichere Wege für Bewohner des entstehenden seniorengerechten Wohnens sei es gut, fachliche Begleitung zu haben. Dazu zählt auch die mögliche kostenfreie Beratung durch eine Architektin des Landeskriminalamtes. Sontra wäre diesen Weg gern interkommunal gegangen, so Eckhardt. Die Stadt habe nun mit Büroleiterin Katrin Hoßbach eine sehr gute kommunale Ansprechpartnerin gefunden. (Eden Sophie Rimbach)

Arbeitsgremium

Erster Schritt vor der Befragung der Bürger zu ihrem Sicherheitsempfinden und Lücken in Sontra ist die Gründung eines Arbeitsgremiums. Gesucht werden hierfür interessierte Bürger sowie Vertreter aus Schulen, Vereinen, Verbänden, den Kirchen, Kindergärten, Senioreneinrichtungen, der Aktionsgemeinschaft des Sontraer Handels und der örtlichen Polizeidienststelle. (esr)

Kontakt: Katrin Hoßbach, Tel. 0 56 53/97 77 13 oder unter E-Mail: katrin.hossbach@sontra.de

Kommentare