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Hochwasser: Lage hat sich am Montag entspannt - Pegelstände vor Kassel sinken

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Schutztonnen am Steinweg in Kaufungen aufgestellt: Sie sollen eine Überflutung verhindern.
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  • Axel Schwarz
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Die anhaltenden Regenfälle haben in der Stadt Kassel und im Altkreis Kassel für Überschwemmungen gesorgt. Nun hat sich die Lage aber entspannt.

Kassel/ Kaufungen – Gewaltige Wassermassen im Bett der Fulda und ihrer kleineren Zuflüsse hatten zum Auftakt der Weihnachtstage bei vielen Anliegern und Beobachtern die Furcht vor Hochwasser geschürt. Die anhaltenden Regenfälle hatten in der Stadt Kassel und im Altkreis Kassel zwar für etliche punktuelle Überschwemmungen gesorgt, großflächige Überflutungen blieben aber aus.

Als der Dauerregen im Lauf des Montags allmählich nachließ, hatten auch die für Kassel relevanten Flusspegelstände vorerst ihre Scheitelpunkte erreicht. Für den Fuldapegel bei Baunatal-Guntershausen ist weiterhin kein Erreichen der ersten Hochwasser-Meldestufe prognostiziert, obwohl noch viel Regenwasser abfließen muss und die gesättigten Böden nichts mehr aufnehmen können.

An den Zuflüssen der Fulda rund um Kassel hatte sich die Lage übers Weihnachtsfest nicht so dramatisch entwickelt, wie zunächst befürchtet worden war. Besonders an der Losse in Kaufungen hatten sich die Einsatzkräfte am Samstag auf die Wassermassen vorbereitet. Doch der Flusspegel stagnierte bei 1,59 Meter. Bei 1,60 Meter wäre der Fluss über die Ufer getreten. Am Sonntagmittag war der Pegel nach Auskunft des stellvertretender Gemeindebrandinspektors Marius Morick wieder auf 1,28 Meter abgesunken. „Die Lage entspannt sich. Die Wetterprognosen sehen gut aus. Insgesamt hatten wir es anhand der Prognosen schlimmer erwartet“, sagt Morick.

In Kassel gab es nach Auskunft der Polizei am Samstag etliche örtlich begrenzte Überschwemmungen. Diese seien häufig auf verstopfte Kanäle zurückzuführen gewesen. Im Park Schönfeld war beispielsweise der oberste See über die Ufer getreten und floss unkontrolliert über die Wege und eine Fußgängerbrücke. Wie die Polizei mitteilte, sei die Lage im Stadtgebiet aber nicht dramatisch gewesen.

See trat über die Ufer: Der obere See im Park Schönfeld fließt über die Fußwege.

In Kaufungen hatten sich die Einsatzkräfte bis Samstag gut vorbereitet. Sie hatten Sandsäcke gefüllt und weitere Schutztonnen am Steinweg aufgestellt. Gegen 14 Uhr am Samstag lag der Pegel der Losse nach Auskunft der Kaufunger Gemeindesprecherin Iris Sager bei 1,55 Meter. Bei 1,59 Meter stagnierte der Pegelstand schließlich, bevor er wieder fiel. Dabei spielten die nachlassenden Regenfälle am Samstagabend eine wichtige Rolle.

Losse ist ein reißender Fluss geworden: Der Pegelstand war am Samstagnachmittag bei 1,55 Meter.

Der Wahlebach in Lohfelden, der bei vergangenen Starkregenfällen ebenfalls immer wieder über die Ufer getreten ist, bewegte sich am Samstag noch in seinem Bachbett. Es sei noch „Luft nach oben“, sagt Gemeindebrandinspektor Michael Kahl. (Bastian Ludwig)

Am Samstag veröffentlichte das HLNUG die aktuelle Hochwasser-Prognose für Nordhessen.

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