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Anna Kirschner
Florian Dörr
Sebastian Richter
Hessen wählt heute einen neuen Landtag. Im Taunus geht es in vier Wahlkreisen um Direktmandate und Parteistimmen. Der Wahltag im Ticker.
- Hochburgen der AfD in Weilrod und Grävenwiesbach
- Erste Wahlbezirke sind vollständig ausgezählt
- Direktmandate im Taunus dürften alle an die CDU gehen
- Kurzzeitige Probleme mit dem Vote Manager
- Nächster Hessischer Landtag tritt im Januar 2024 erstmals zusammen
+++ Live-Ticker aktualisieren +++
+++ 22.15 Uhr: Noch fehlen die Zahlen aus letzten Wahllokalen. Dieser Live-Ticker schließt mit folgendem vorläufigen Ergebnis für die Wahlkreise (Zweistimmen):
- Wahlkreis Main-Taunus I
- CDU: 40,99 Prozent
- Grüne: 17,21 Prozent
- SPD: 12,23 Prozent
- AfD: 13,14 Prozent
- FDP: 7,26 Prozent
- Die Linke 1,82 Prozent
- (Hier sind 105 von 106 Ergebnissen übermittelt)
- Wahlkreis Main-Taunus II
- CDU: 40,00 Prozent
- Grüne: 16,36 Prozent
- SPD: 12,38 Prozent
- AfD: 14,91 Prozent
- FDP: 5,60 Prozent
- Die Linke: 2,35 Prozent
- (Hier sind 102 von 102 Ergebnissen übermittelt)
- Wahlkreis Hochtaunus I
- CDU: 40,68 Prozent
- Grüne: 16,80 Prozent
- SPD: 10,92 Prozent
- AfD: 14,54 Prozent
- FDP: 7,55 Prozent
- Die Linke: 1,89 Prozent
- (Hier sind 127 von 128 Ergebnissen übermittelt)
- Wahlkreis Hochtaunus II
- CDU: 38,80 Prozent
- Grüne: 17,86 Prozent
- SPD: 11,22 Prozent
- AfD: 13,06 Prozent
- FDP: 9,24 Prozent
- Die Linke: 1,97 Prozent
- (Hier sind 111 von 115 Ergebnissen übermittelt)
Landtagswahl Hessen im Taunus: Alle Direktmandate gehen an die CDU
+++ 21.56 Uhr: Nun sind fast alle Stimmen im Taunus ausgezählt. Klar ist: Die CDU holt alle vier Direktmandate im Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis. Das sind im Wahlkreis Main-Taunus I Christian Heinz (44,0 Prozent), in Main-Taunus II Axel Wintermeyer (43,31 Prozent), in Hochtaunus I Holger Bellino (43,38 Prozent), in Hochtaunus II Sebastian Sommer (37,21 Prozent).
+++ 21.44 Uhr: Nur noch wenige Stimmen müssen im Taunus ausgezählt werden. In Neu-Anspach fehlt noch ein Wahllokal, in Oberursel noch fünf, in Eschborn zwei und in Hofheim eines. Am Erdrutsch-Sieg der CDU werden diese letzten Auszählungen nichts mehr ändern.
Hochburgen der AfD in Weilrod und Grävenwiesbach
+++ 21.29 Uhr: In den Gemeinden Flörsheim am Main, Grävenwiesbach, Usingen, Neu-Anspach, Weilrod und Schmitten belegten die AfD-Kandidaten bei den Wahlkreisstimmen für die Direktmandate den zweiten Platz hinter der dominierenden CDU. Den größten Stimmenanteil griff Clemens Hauk (AfD) in Grävenwiesbach ab. Dort erreichte er 21,01 Prozent der Erststimmen. Holger Bellino konnte sein Mandat jedoch mit stabilen 41,06 Prozent verteidigen. In Weilrod erreichte Peter Lutz (AfD) 19,47 Prozent.
+++ 20.50 Uhr: Immer mehr Wahllokale im Taunus übermitteln ihre Ergebnisse zur Landtagswahl in Hessen. So ist der Zwischenstand bei den Zweistimmen:
- Wahlkreis Main-Taunus I
- CDU: 41,19 Prozent
- Grüne: 17,07 Prozent
- SPD: 12,27 Prozent
- AfD: 13,14 Prozent
- FDP: 7,21 Prozent
- Die Linke 1,79 Prozent
- (Hier sind 97 von 106 Ergebnissen übermittelt)
- Wahlkreis Main-Taunus II
- CDU: 40,13 Prozent
- Grüne: 16,56 Prozent
- SPD: 12,44 Prozent
- AfD: 14,41 Prozent
- FDP: 5,66 Prozent
- Die Linke: 2,35 Prozent
- (Hier sind 91 von 102 Ergebnissen übermittelt)
Zwischenstand bei den Wahlkreisen im Hochtaunus – Zweitstimmen
- Wahlkreis Hochtaunus I
- CDU: 40,42 Prozent
- Grüne: 16,95 Prozent
- SPD: 10,98 Prozent
- AfD: 14,50 Prozent
- FDP: 7,61 Prozent
- Die Linke: 1,93 Prozent
- (Hier sind 116 von 128 Ergebnissen übermittelt)
- Wahlkreis Hochtaunus II
- CDU: 38,32 Prozent
- Grüne: 17,55 Prozent
- SPD: 11,33 Prozent
- AfD: 13,62 Prozent
- FDP: 9,21 Prozent
- Die Linke: 2,05 Prozent
- (Hier sind 97 von 115 Ergebnissen übermittelt)
+++ 20.31 Uhr: In Grävenwiesbach im Hochtaunuskreis wurde heute außerdem eine Bürgermeister-Wahl abgehalten. Die Landtagswahl hatte beim Auszählen Vorrang. Um 20 Uhr lagen dann doch erste Ergebnisse aus sieben Bezirken vor (ohne Briefwahl). Katja Jokiel-Gondek (parteilos) hatte um die Zeit 27,1 Prozent, Daniela Sorg-Meghawry (FWG) 22,96, Tobias Stahl (CDU) 34,14 und Heiko Bullmann (unabhängig) 15,80 Prozentpunkte. Ein klarer Trend ließ sich daraus aber nicht ablesen, zumal das Briefwahlergebnis noch ausstand.
Das Ergebnis an sich war abzusehen, lediglich über das Abschneiden Protagonisten herrscht Unklarheit. Die Grävenwiesbacher Bürger bestimmen erst am Sonntag, 22. Oktober, in der Stichwahl, wer künftig als Bürgermeister das Sagen hat. Bis zuletzt allerdings bleibt zu attestieren, dass die Wahl sauber und fair über die Bühne ging.
+++ 20.27 Uhr: Auch in Friedrichsdorf (Hochtaunus I) sind alle Wahlbezirke ausgezählt. Hier liegt die Wahlbeteiligung bei 74,59 Prozent, die CDU bei 39,29 Prozent, die Grünen bei 19,58 Prozent. In Schmitten im Taunus (Hochtaunus II) ebenfalls, dort holte die CDU 39,66 Prozent und die AfD 17,89 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 71,85 Prozent.
Landtagswahl Hessen 2023 im Taunus: Erste Wahlbezirke sind vollständig ausgezählt
+++ 20.24 Uhr: In Liederbach am Taunus im Wahlkreis Main-Taunus I sind alle Wahlbezirke ausgezählt. Dort kommt die CDU auf 42,45 Prozent der Stimmen, dahinter liegen die Grünen mit 15,85 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,61 Prozent. Auch in Kriftel im Wahlkreis Main-Taunus II sind alle Wahlbezirke ausgezählt. Dort liegt die CDU bei 42,94 Prozent, die Grünen bei 17,99 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag dort bei 71,04 Prozent.
+++ 19.44 Uhr: Wer holt die Direktmandate im Taunus? Aktuell sind noch viele Stimmen auszuzählen, beinahe die Hälfte der Ergebnisse liegt aber schon vor und auch der Vote Manager ist wieder online. Den jüngsten Zahlen zufolge könnten folgende Kandidaten die Direktmandate holen: im Wahlkreis Main-Taunus I Christian Heinz (CDU, 44,3 Prozent), in Main-Taunus II Axel Wintermeyer (CDU, 43,6 Prozent), in Hochtaunus I Holger Bellino (CDU, 42,8 Prozent), in Hochtaunus II Sebastian Sommer (CDU, 36,9 Prozent).
+++ 19.17 Uhr: In Hessen gibt es offenbar ein Problem mit dem Vote Manager. Die Website vom hessischen Amt für Statistik und Stadtforschung soll eigentlich die Ergebnisse für die einzelnen Wahlkreise detailliert darstellen. „Die Darstellung verzögert sich zur Zeit aufgrund eines technischen Problems in weiten Teilen des Landes. Wir bitten um etwas Geduld“, ist auf der Seite zu lesen.
Ergebnis der Landtagswahl Hessen: Noch nicht einmal ein Zehntel der Wahlbezirke ausgezählt
+++ 19.10 Uhr: Im Main-Taunus-Kreis sind nun sechs Wahlbezirke ausgezählt. 43,8 Prozent gehen dort bisher an die CDU, 16,4 Prozent an die Grünen, 11,8 Prozent an die SPD und 11,4 Prozent an die AfD. Die FDP würde es nach aktuellem Stand mit 6,9 Prozent in den Landtag schaffen, die Linke nicht. Mehr als 200 Wahlbezirke werden noch ausgezählt.
+++ 19.07 Uhr: Die zweite Hochrechnung zur Hessen-Wahl auf Landesebene ist da (Stand 18.48 Uhr). Demnach kommt die CDU auf 35,5 Prozent und die AfD verteidigt ihren zweiten Platz mit 16,4 Prozent. Die SPD folgt mit 15,9 Prozent weiterhin auf Platz drei, gefolgt von den Grünen mit 15,3 Prozent. Die FDP muss mit unverändert fünf Prozent weiter um den Wiedereinzug zittern. Linke und Freie Wähler bleiben weiter draußen, mit 3,4 beziehungsweise 3,5 Prozent
+++ 18.50 Uhr: Im Wahlkreis Hochtaunus II liegt das erste Zwischenergebnis bei 5 ausgezählten Bezirken bei 33,3 Prozent für die CDU und 21,3 Prozent für die AfD. Allerdings sind noch 110 Wahlbezirke auszuzählen. Aus den beiden Wahlkreisen im Main-Taunus-Kreis gibt es noch keine Ergebnisse.
Auszählung nach der Landtagswahl Hessen läuft – Einzelne Wahlbezirkergebnisse liegen vor
+++ 18.38 Uhr: Das Hessische Statistische Landesamt hat erste Zwischenergebnisse zur Hessen-Wahl 2023 auf Wahlkreisebene veröffentlicht. Allerdings sind erst rund 120 von 6911 Wahlbezirken ausgezählt. Aus dem ersten Wahlbezirk, der im Hochtaunus ausgezählt wurde, gehen 44,5 Prozent der Stimmen an die CDU, 8,4 Prozent an die Grünen, 9 Prozent an die SPD, 17,4 Prozent an die AfD und 11 Prozent an die FDP.
+++ 18.01 Uhr: Erste Prognosen von Infratest werden bekannt. Für die CDU sieht es am besten aus: Die Prognose lautet auf Landesebene 35,5 Prozent. Für die Grünen gab es 15,5 Prozent, SPD 16,0 Prozent, AfD 16,0 Prozent, FDP 5,0 Prozent, Linke 3,5 Prozent, Freie Wähler 3,5 Prozent und Andere 5,0 Prozent.
Erste Prognosen treffen in Kürze ein
+++ 17.53 Uhr: In Eppstein haben im Rathaus bis nun kurz vor Ende 505 von 786 Wahlberechtigten im Wahlbezirk 9 ihre Stimme abgegeben. Das sind 64,2 Prozent der Wahlberechtigten.
+++ 17.00 Uhr: Nur noch eine Stunde, bis die Wahllokale im Taunus schließen. In Hofheim in der Alten Bücherei gibt es keine Zahlen zu den bislang abgegebenen Stimmen. Vor Ort heißt es jedoch, heute hätten sehr viele Bürger gewählt, weit über 50 Prozent, wird geschätzt. Es sei seit Beginn ein konstanter Strom an Wählern gewesen. Die Zählung der abgegebenen Stimmen wird erst nachher erfolgen.
Hohe Anzahl an Briefwählern auch in Kriftel – Landtagswahl Hessen 2023
+++ 16.28 Uhr: In Kriftel Rat- und Bürgerhaus wird keine Zählung der vor Ort abgegebenen Stimmen vorgenommen. Von 7731 Wahlberechtigten haben laut Erstem Beigeordneten Franz Jirasek allerdings 2398 Krifteler (31,02 Prozent) die Briefwahl beantragt. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 hatten noch 1809 Bürger die Briefwahl beantragt. Probleme habe es diesmal beim Falten der Wahlzettel gegeben, so Jirasek. So hätten die bisherigen Wähler Probleme gehabt, diese wieder deckungsgleich zusammenzufalten. Bis zur nächsten Wahl gelobt er aber Besserung.
Wahlbeteiligung im Taunus – Faeser schließt Kooperation mit AfD erneut aus
+++ 15.01 Uhr: In Hattersheim haben an der Regenbogenschule für den Wahlbezirk drei bislang 399 von 1045 Stimmberechtigten ihre Stimme abgegeben – das sind 38 Prozent. Kleine Gruppe an Wählenden steht vor dem Wahlraum an, es herrscht mäßiger Betrieb.
+++ 14.50 Uhr: SPD-Spitzenkandidatin und Bundesinnenministerin Nancy Faeser schließt eine Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch aus. „Es wird keine irgendwie geartete Zusammenarbeit oder auch nur Tolerierung mit der AfD geben können.“ Auf die Frage, ob sie sich ein Bündnis mit der CDU vorstellen könne, sagte sie nach ihrer Stimmabgabe in Schwalbach am Taunus (Main-Taunus-Kreis): Mit allen anderen demokratischen Parteien müsse man in einer Demokratie arbeiten können, „jetzt kämpfe ich aber erstmal für eine starke SPD“.
Faeser hat bisher betont, nur von Berlin nach Wiesbaden zu wechseln, falls sie Ministerpräsidentin wird. Jüngsten Umfragen zufolge liegt die SPD deutlich hinter der CDU. Zur Frage, ob sie ihr Amt als Bundesinnenministerin niederlegt, falls die Wahlergebnisse nicht so ausfallen, wie sie möchte, sagte Faeser: „Heute geht es um die Wahl hier in Hessen, und deswegen werbe ich noch um jede Stimme für Hessen, ich möchte gerne nach Hessen wechseln als Ministerpräsidentin.“
Überhangmandate erklärt – Nächster Hessischer Landtag tritt im Januar 2024 erstmals zusammen
+++ 14.30 Uhr: Aktuell hat der Hessische Landtag 137 Abgeordnete. Regulär sind es aber eigentlich 110. Das liegt am Wahlsystem, das auf zwei Stimmen basiert. Die eine Stimme geben die Wähler für einen Direktkandidaten im jeweiligen Wahlkreis ab, die andere für die Landesliste einer Partei.
Gewinnt eine Partei mehr Direktmandate, als ihr nach dem Zweitstimmenergebnis prozentual zustehen würden, sieht das Wahlrecht einen Ausgleich durch Überhangmandate vor. Zusätzliche Ausgleichsmandate für die anderen Parteien sorgen dafür, dass das Wahlergebnis nicht grob verzerrt wird. So kann es passieren, dass der Landtag insgesamt größer wird.
Übrigens wird es von den ersten Hochrechnungsergebnissen zur Hessenwahl, die gegen 20 Uhr erwartet werden, bis zur ersten Sitzung des neuen Landtags noch etwas dauern. Diese „konstituierende“ Sitzung ist für Januar 2024 geplant.
+++ 14.10 Uhr: In Bad Soden am Taunus haben bisher circa 292 Wähler im Wahlbezirk fünf abgestimmt. Das Wahllokal befindet sich in der Hasselgrundhalle. Dort liegen auch Umfragezettel und Abgabeboxen der ARD für die 18-Uhr-Prognosen bereit.
Boris Rhein hofft auf ein schlechteres Abschneiden der AfD, als die Umfragen vermuten lassen
+++ 13.40 Uhr: Der Spitzenkandidat der CDU und Ministerpräsident Boris Rhein hofft auf ein schlechteres Abschneiden der AfD, als die jüngsten Umfragen zur heutigen Landtagswahl in Hessen erwarten lassen. „Ich hoffe, dass die Ergebnisse nicht so sind, wie die Demoskopie sie abzeichnet“, sagte Rhein am Sonntag im Frankfurter Stadtteil Nieder-Eschbach. Die AfD könnte diesen Umfragen zufolge zweitstärkste Kraft im Landtag werden, die CDU lag zuletzt klar vorne. „Am Ende muss man dann ein solches Ergebnis akzeptieren und damit umgehen und sich auch politisch darauf einstellen“, sagte Rhein, der seine Frau zur Wahl im Wahlkreis Frankfurt VI begleitete. Er selbst hatte schon per Briefwahl gewählt.
Für den Wahlausgang macht er nicht nur die Landes-, sondern auch Bundespolitik verantwortlich. „Die Menschen wollen nicht von einer Ampel regiert werden“, sagte Rhein hinsichtlich der Bundesregierung, aber wohl auch mit der Zukunft Hessens im Blick. SPD-Spitzenkandidatin und Bundesinnenministerin Nancy Faeser hatte ein Ampelbündnis auch für Hessen ins Spiel gebracht.
+++ 13.08 Uhr: 383 Menschen haben bislang im Bürgerhaus in Fischbach/Kelkheim gewählt. Dort herrscht mittlerer Betrieb – mehr als sonst, schätzt ein Wähler, der seinen Namen nicht nennen möchte.
Halbzeit in den Wahllokalen – erste Ergebnisse der Hessenwahl am Abend
+++ 13.00 Uhr: Nun ist schon Halbzeit am Wahlsonntag in Hessen. Weitere fünf Stunden lang können die Wahlberechtigten noch ihre Stimme abgeben. Erste Hochrechnungsergebnisse gibt es allerdings erst gegen 20 Uhr.
| Prognose, Hochrechnung, Ergebnis der Hessen-Wahl | Erwartete Uhrzeit |
|---|---|
| Prognose | 8. Oktober 2023, etwa 18 Uhr |
| Hochrechnung | 8. Oktober 2023, etwa 20 Uhr |
| Vorläufiges Ergebnis | 9. Oktober 2023, etwa 6 Uhr |
| Amtliches Endergebnis | 27. Oktober |
+++ 12.34 Uhr: Auch der Spitzenkandidat der FDP, Stefan Naas, hat bereits gewählt. Der Steinbacher postet auf X ein Foto aus dem Wahllokal. Im Wahlkreis 24 – Hochtaunus II steht er selbst auf dem Wahlzettel. „Wählen ist Bürgerpflicht“, kommentierte Naas.
+++ 12.17 Uhr: In Flörsheim im Main-Taunus-Kreis haben bisher etwa 200 Menschen ihre Stimme in der Turnhalle des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums abgegeben. Noch ist nicht viel los dort, die Wählerinnen und Wähler tröpfeln in Zweier- und Dreiergruppen ein.
Nancy Faeser hat ihre Stimme ebenfalls im Taunus abgegeben
+++ 11.58 Uhr: In Schwalbach am Taunus hat auch Nancy Faeser (SPD) ihre Stimme abgegeben. Die amtierende Bundesinnenministerin ist das prominente Gesicht der Hessen-SPD. Allerdings: Der 53-jährigen Juristin wehte der Wind zuletzt schärfer ins Gesicht.
Im hessischen Wahlkampf etwa hat sich Faeser mit Pannen herumschlagen müssen. Etwa mit dem „Übertragungsfehler“ im SPD-Wahlprogramm, wonach Nicht-EU-Ausländer mit unbefristetem Aufenthalt in Deutschland hier schon nach sechs Monaten bei Kommunalwahlen abstimmen dürfen sollten – statt nach sechs Jahren. Oder mit einem umstrittenen SPD-Video, das eine Zusammenarbeit von CDU und AfD in Hessen als möglich dargestellt hat - und von den Sozialdemokraten flugs wieder gelöscht worden ist.
Zudem monierten politische Konkurrenten Faesers Ankündigung, sich bei einer Wahlniederlage in Hessen nicht auf die Oppositionsbank in Wiesbaden zu setzen, sondern Bundesinnenministerin zu bleiben. Die SPD-Spitzenkandidatin sei nicht mit vollem Herzen bei der Sache und halte sich ein Hintertürchen offen, heißt es. Faeser weist diese Vorwürfe von sich.
+++ 11.39 Uhr: Die Landtagswahl in Hessen ist im vollen Gange. Noch bis 18 Uhr können alle Wahlberechtigten des Bundeslandes ihre Stimme abgegeben und über die nächste Regierung wählen. Die größten Chancen auf den Chefposten in Wiesbaden hat Umfragen zufolge CDU-Kandidat und aktueller Ministerpräsident Boris Rhein.
Spannender wird die Frage, mit welcher Partei Rhein eine Regierung bilden möchte. Neben den Grünen, also dem aktuellen Koalitionspartner, steht vor allem die SPD als möglicher Partner im Raum. Zumindest denkbar wäre auch eine Koalition mit der FDP - aktuellen Umfragen kurz vor der Wahl zufolge kämpfen die Liberalen mit der 5-Prozent-Hürde. Rhein kündigte an, offen für Gespräche mit allen drei Parteien zu sein.
Hessen-Wahl 2023 im Taunus live: Umfragen versprechen Spannung – Wahllokale geöffnet
+++ 8.00 Uhr: Nun wird es ernst: In Hessen wird ein neuer Landtag gewählt, um 8 Uhr öffneten landesweit die Wahllokale. So natürlich auch im Taunus. Rund 4,3 Millionen Menschen ab 18 Jahren sind dazu berechtigt, ihre Stimme abzugeben. Seit 2014 regiert in Hessen ein Bündnis aus CDU und Grünen. Eine Fortsetzung der schwarz-grünen Koalition scheint nach den jüngsten Umfragen möglich, doch auch eine Koalition aus CDU und SPD nach der Wahl ist rechnerisch und politisch denkbar.
Die CDU mit Ministerpräsident Boris Rhein lag in den Umfragen zuletzt klar vor der SPD und deren Spitzenkandidatin, Bundesinnenministerin Nancy Faeser, sowie den Grünen. Diese waren mit Tarek Al-Wazir erstmals mit einem eigenen Ministerpräsidenten-Kandidaten angetreten. Doch auch die AfD hat Chancen, zweitstärkste Kraft zu werden, mit ihr will aber keine andere Partei ein Bündnis bilden. Knapp mit dem Einzug in den Landtag könnte es für FDP, Linke und Freie Wähler werden.
Update vom Sonntag, 8. Oktober, 7.04 Uhr: Rund 4,3 Millionen Wahlberechtigte sind am Sonntag (8. Oktober) aufgerufen, für den 21. hessischen Landtag ihre Kreuzchen zu machen. 856 Kandidatinnen und Kandidaten treten an. Die Wahllokale öffnen auch im Taunus um 8 Uhr.
Wie sah das Ergebnis bei der bislang letzten Landtagswahl in Hessen 2018 aus? CDU und SPD erlitten damals jeweils zweistellige Verluste. Die CDU wurde mit 27 Prozent stärkste Partei und hätte sowohl mit der SPD (19,8 Prozent) als auch mit den Grünen (ebenfalls 19,8 Prozent) regieren können. Nach Verhandlungen erneuerten CDU und Grüne ihr Koalitionsbündnis. Die AfD erreichte seinerzeit 13,1 Prozent, ebenfalls in den Wiesbadener Landtag zogen die FDP (7,5 Prozent) und die Linke (6,3 Prozent) ein. Die Wahlbeteiligung lag 2018 in Hessen bei 67,3 Prozent.
Nun sind die Menschen im Taunus und den anderen Regionen in Hessen wieder dazu aufgerufen, ihre Stimmen bei der Landtagswahl 2023 abzugeben.
Hessen-Wahl 2023 im Taunus live: Wer regiert bald Hessen?
Erstmeldung vom Sonntag, 8. Oktober, 6 Uhr: Es ist Wahltag in Hessen und im Taunus: Am Sonntag (8. Oktober) entscheiden die Menschen im Bundesland bei der Hessen-Wahl über die Mitglieder des künftigen Landtags – und über mögliche Koalitionen bei der Regierungsbildung.
In 55 Wahlkreisen kämpfen die Kandidaten und Kandidatinnen um die Direktmandate. Insgesamt werden über die Erst- und Zweitstimme 110 Abgeordnete den künftigen hessischen Landtag bilden – durch Überhangmandate kann diese Zahl noch steigen. Rund 4,3 Millionen Menschen dürfen von 8 bis 18 Uhr in den Wahllokalen ihre Stimme abgeben.
| Parlament | Hessischer Landtag |
| Sitz | Stadtschloss Wiesbaden |
| Erste Sitzung | 19. Dezember 1946 |
| Legislaturperiode | Fünf Jahre |
| Wahlsystem | Personalisierte Verhältniswahl |
| Anzahl der Wahlkreise | 55 |
| Anzahl der Abgeordneten | 110 (regulär) |
Hessen-Wahl im Taunus: Wer regiert in Zukunft Hessen?
Der amtierende Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) will auch nach der Hessen-Wahl 2023 auf dem Chefsessel im Landtag in Wiesbaden sitzen. Derzeit bildet seine Partei mit den Grünen um Rheins Stellvertreter und Spitzenkandidat Tarek Al-Wazir die Regierungskoalition. Mit Spannung wird auch das Abschneiden von Bundesinnenministerin und SPD-Spitzenkandidatin Nancy Faeser erwartet.
Die beiden Landkreise Hochtaunus und Main-Taunus unterteilen sich jeweils in zwei Wahlkreise. Im Hochtaunuskreis wählt man den Wahlkreis 23 und 24, im Main-Taunus-Kreis 32 und 33. Jeweils treten zwischen acht und elf Kandidaten an, die über die Zweitstimme in den Landtag von Hessen einziehen wollen. (spr/esa)
Rubriklistenbild: © Niklas Müller












