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„Bildung einzelner Tornados nicht ausgeschlossen“ - Wetterdienst erwartet schwere Gewitter in Region Fulda

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    Sebastian Reichert
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Der Deutsche Wetterdienst hat eine „Vorabinformation Unwetter“ für den Kreis Fulda herausgegeben. Demnach ist am heutigen Donnerstag mit schweren Gewittern zu rechnen.

+++ Über die Unwetter-Lage informieren wir Sie in unserem Ticker. Hier geht es zum Artikel. +++

+++ 10.46 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet in der Zeit zwischen Donnerstag, 15 Uhr, und Mitternacht in Osthessen schwere Gewitter mit Unwetterpotenzial. Damit haben die Wetter-Fachleute aus Offenbach ihre Prognose für den Kreis Fulda weiter eingegrenzt. Die Gewitter ziehen von Südwesten her auf. Am frühen Morgen galt die sogenannte Vorabinformation Unwetter noch von Donnerstag, 12 Uhr, bis Freitag, 2 Uhr (siehe auch Update von 7.17 Uhr).

Deutscher Wetterdienst weist auf schwere Gewitter in der Region Fulda hin

+++ 9.20 Uhr: „Heute steht uns ein brisanter Unwettertag bevor! Unwettertief Lambert nähert sich Deutschland mit teils heftigen Schauern und Gewittern“ sagt Dominik Jung. Von Baden-Württemberg, über das Saarland, Rheinland-Pfalz, Bayern, Hessen bis nach Berlin, Brandenburg und Sachsen drohen schwere Gewitter, sogar Superzellen sind möglich, erklärt der Diplom-Meteorologe von wetter.net.

Superzellen sind laut Jung „extreme Gewitterzellen, die aufgrund ihrer einzigartigen Eigenschaften zu den gefährlichsten Wetterphänomenen gehören. Sie sind charakterisiert durch rotierende Aufwinde und eine lange Lebensdauer, die mehrere Stunden dauern kann. Superzellen treten vorwiegend in Gebieten mit instabilen atmosphärischen Bedingungen auf und sind oft mit schweren Unwettern verbunden.“

Tornados seien eine „besonders gefährliche Begleiterscheinung von Superzellen“. Die genaue Vorhersage von Superzellen sei eine Herausforderung für Meteorologen. „Es ist wichtig, auf die Warnungen der Wetterdienste zu achten und bei Superzellen unverzüglich Schutz zu suchen, um potenziell lebensbedrohlichen Situationen aus dem Weg zu gehen“ führt Dominik Jung aus.

Update vom 22. Juni, 7.17 Uhr: Am heutigen Donnerstagmorgen erneuerte der DWD aus Offenbach seine „Vorabinformation Unwetter“ für den Landkreis Fulda. Sie ist laut Mitteilung des Deutsche Wetterdienst gültig von Donnerstag, 12 Uhr, bis Freitag, 2 Uhr.

Die „Vorabinformation Unwetter“ gilt auch für die umliegenden Landkreise - sowohl in Hessen für den Vogelsbergkreis, das Kinzigtal im Main-Kinzig-Kreis und den Landkreis Hersfeld-Rotenburg als auch in Unterfranken/Bayern für den Landkreis Rhön-Grabfeld und den Landkreis Bad Kissingen sowie in Thüringen für den Wartburgkreise und den Landkreis Schmalkalden-Meiningen.

Gewitter und Starkregen ziehen heran. (Symbolfoto)

Erstmeldung vom 21. Juni, 18.29 Uhr: Fulda - In ganz Hessen herrscht am Mittwoch und Donnerstag Unwettergefahr. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat nun für den Kreis Fulda, den Main-Kinzig-Kreis und den Vogelsbergkreis eine „Vorabinformation Unwetter“ vor schwerem Gewitter herausgegeben.

Diese gilt für den Zeitraum ab Donnerstag, 22. Juni, 11 Uhr bis voraussichtlich Freitag, 23. Juni, 0 Uhr. Dabei handelt es sich um einen Hinweis auf eine Wetterlage mit hohem Unwetterpotential. Er soll die rechtzeitige Vorbereitung von Schutzmaßnahmen ermöglichen.

Ab Donnerstagvormittag ziehen demnach von Südwesten einzelne schwere Gewitter auf. Diese können lokal mit heftigem Starkregen mit Mengen um 40 l/qm in einer Stunde, Sturmböen beziehungsweise schweren Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 75 und 100 km/h (Bft 9-10) und Hagel mit Korngrößen um 3 cm einhergehen.

Dauerregen überflutet Osthessen - 170 Rettungskräfte im Einsatz

Überschwemmungen Osthessen
Nach ausgiebigen Regenfällen am Freitag und Samstag kam es zu zahlreichen Überschwemmungen in ganz Osthessen. © Fuldamedia
Hangrutsch
Aufgrund des anhaltenden Regens war ein Teil eines Hangs auf die Gerhard-Radke-Straße in Bad Soden-Salmünster gerutscht.  © Feuerwehr Bad Soden-Salmünster
Überschwemmungen Osthessen
Nach ausgiebigen Regenfällen am Freitag und Samstag kam es zu zahlreichen Überschwemmungen in ganz Osthessen. © Fuldamedia
Überschwemmungen Osthessen
Nach ausgiebigen Regenfällen am Freitag und Samstag kam es zu zahlreichen Überschwemmungen in ganz Osthessen. © Fuldamedia
Überschwemmungen Osthessen
Nach ausgiebigen Regenfällen am Freitag und Samstag kam es zu zahlreichen Überschwemmungen in ganz Osthessen. © Fuldamedia
Feuerwehrleute Fahrzeug
Zahlreiche Einsatzkräfte waren auch im Kinzigtal unterwegs. © Feuerwehr Bad Soden-Salmünster
Überschwemmungen Osthessen
Nach ausgiebigen Regenfällen am Freitag und Samstag kam es zu zahlreichen Überschwemmungen in ganz Osthessen. © Fuldamedia
Überschwemmungen Osthessen
Nach ausgiebigen Regenfällen am Freitag und Samstag kam es zu zahlreichen Überschwemmungen in ganz Osthessen. © Fuldamedia
Überschwemmungen Osthessen
Nach ausgiebigen Regenfällen am Freitag und Samstag kam es zu zahlreichen Überschwemmungen in ganz Osthessen. © Fuldamedia
Überschwemmungen Osthessen
Nach ausgiebigen Regenfällen am Freitag und Samstag kam es zu zahlreichen Überschwemmungen in ganz Osthessen. © Fuldamedia
Überschwemmungen Osthessen
Nach ausgiebigen Regenfällen am Freitag und Samstag kam es zu zahlreichen Überschwemmungen in ganz Osthessen. © Fuldamedia
Überschwemmungen Osthessen
Nach ausgiebigen Regenfällen am Freitag und Samstag kam es zu zahlreichen Überschwemmungen in ganz Osthessen. © Fuldamedia

„Örtlich ist die Bildung einzelner Tornados nicht ausgeschlossen“, teilte der DWD mit. In der Nacht zum Freitag nimmt die Unwettergefahr von Westen her langsam ab.

Gewitter mit den genannten Begleiterscheinungen treten typischerweise sehr lokal auf und treffen mit voller Intensität meist nur wenige Orte. Genauere Angaben zu Ort, Gebiet und Zeitpunkt des Ereignisses können erst mit der Ausgabe der amtlichen Warnungen erfolgen.

Rubriklistenbild: © Armin Weigel/dpa

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