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Unwetter richtet zahlreiche Schäden in Hessen an - wenige Einsätze in Osthessen

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    Leon Schmitt
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Ein schweres Unwetter ist am Donnerstag über Hessen hinweggezogen. Vor allem in Nordhessen kam es zu zahlreichen Einsätzen für die Rettungskräfte. Die Region Osthessen blieb weitgehend verschont. Die wichtigsten Infos können Sie hier im Ticker nachlesen.

+++ 16.21 Uhr: Auch am Tag nach dem schweren Unwetter über Hessen sind noch Auswirkungen spürbar. Vielerorts laufen Aufräumarbeiten. Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) dankte den Einsatzkräften.

+++ 9.41 Uhr: „Im Main-Kinzig-Kreis gab es am Donnerstagabend insgesamt fünf Einsätze. Da sind wir sehr glimpflich davongekommen“, berichtet das Polizeipräsidium Südosthessen am Freitagmorgen auf Anfrage unserer Zeitung. Alle Einsätze fanden zwischen 17 und 19 Uhr statt.

Im Einsatz waren die Rettungskräfte in Hanau, Nidderau, Brachttal und Birstein. Hier knickten Äste ab, ein paar Bäume und ein Bauzaun fielen um. „Uns liegt kein größerer Sachschaden vor. Auch verletzt wurde niemand“, heißt es seitens der Polizei weiter.

Unwetter in Hessen: Abgedeckte Dächer und umgestürzte Bäume

+++ 9.13 Uhr: Wie das Polizeipräsidium Osthessen auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt, kam die Region rund um Fulda wohl gut durch das Unwetter. „Glücklicherweise hatte die Polizei keine größeren Einsatze“, berichtet eine Sprecherin der Polizei. Bis auf ein paar umgestürzte Bäume, seien keine größeren Vorkommnisse bekannt. Verletzt wurde niemand.

Schwere Überschwemmungen wie in Kassel gab es in Osthessen nicht. Wie die Polizei mitteilt, war die Situation im Vogelsberg ähnlich wie in Fulda. Auch hier gab es keine größeren Einsätze für die Beamten.

+++ 7.10 Uhr: Für den 23. Juni rechnet der Deutsche Wetterdienst vor allem Nordwesten Deutschlands und im Raum Mecklenburg mit teils heftiger, mehrstündiger Starkregen. Im Osten und Südosten können noch vereinzelt Gewitter auftreten. Gebietsweise kommt es zu stürmischen Böen aus Nordwest. Im Laufe des Freitags soll sich langsam das Wetter beruhigen.

Im weiteren Tagesverlauf treten etwa von Vorpommern bis nach Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie weiter östlich zunächst gebietsweise schauerartige Regenfälle auf sowie vereinzelt auch Gewitter. „Lokal eng begrenzt dabei nochmals teils ergiebiger Starkregen, teils sind auch Unwetter möglich“, so der DWD. Nachmittags und abends rechnen die Wetter-Experten mit allmählich ostwärts abziehenden Regen.

Der Wetterdienst warnt für den Landkreis Fulda, den Main-Kinzig-Kreis, den Vogelsbergkreis und den Kreis Hersfeld-Rotenburg am Freitag vor Sturmböen. „Es treten Windböen mit Geschwindigkeiten bis 60 km/h anfangs aus westlicher, später aus nordwestlicher Richtung auf“. In exponierten Lagen muss mit Sturmböen bis 70 km/h gerechnet werden.

Deutscher Wetterdienst warnt in Osthessen vor Sturmböen

Update vom 23. Juni, 6.28 Uhr: Abgedeckte Dächer, umgestürzte Bäume, überflutete Straßen: Ein kurzes aber heftiges Unwetter ist am Donnerstagabend über Teile Hessens hinweggezogen und hat dort Schäden angerichtet. Im Nah- und Fernverkehr kam es zu Beeinträchtigungen. Die Bahnstrecke zwischen Fulda, Kassel und Göttingen wurde gesperrt, wie die Deutsche Bahn am Donnerstagabend auf ihrer Internetseite mitteilte. ICE- und IC-Züge aus Süden endeten in Frankfurt. Der Bus- und Bahnverkehr in Kassel kam zum Erliegen. Am Flughafen Frankfurt gab es einige Annullierungen.

In Nordhessen wurden einige Dächer abgedeckt, Bäume umgeworfen, Keller liefen voll. Verletzte gebe es nach bisherigem Stand nicht, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Zur Zahl der Einsätze gab es zunächst keine Angaben.

Zuerst waren die Unwetter in Nordhessen über den Kreis-Waldeck-Frankenberg gezogen. In Kassel gab es danach innerhalb kurzer Zeit heftige Regenfälle und Hagel. Auf Twitter posteten Nutzer Videos von überfluteten Straßen in der Stadt und Menschen, die Autos durchs Wasser schoben. „In Kassel ist es schlagartig dunkel geworden“, beschrieb ein Polizeisprecher das Unwetter. Die Feuerwehr komme mit ihren Einsätzen nicht hinterher. Die Berufsfeuerwehr Kassel erklärte, alle Wehren in der Stadt befänden sich im Einsatz.

Wasser steht nach einem Unwetter auf der Wilhelmshöher Allee in Kassel.

Laut Stadtverwaltung gingen alleine in den ersten zwei Stunden des Unwetters mehr als 800 Notrufe bei der Feuerwehr ein. Etliche Keller waren überflutet, „aber auch Dächer wurden zerstört, Scheiben gingen zu Bruch und Bäume wurden entwurzelt“, hieß es weiter.

Zu den Störungen im Bahnverkehr sagte eine Bahnsprecherin: „In Kassel gibt es Probleme am Hauptbahnhof mit Wasser und am Bahnhof Wilhelmshöhe mit der Oberleitung.“ Das wirke sich auf der Fernverkehrsstrecke Kassel-Göttingen aus. Diese führt über den Bahnhof Wilhelmshöhe nach Süden. Laut Internetseite der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) wurde der öffentliche Nahverkehr in der Stadt zeitweise unwetterbedingt eingestellt.

Auch in anderen Teilen Hessens gab es Einsätze durch das Unwetter: überflutete Straßen, umgestürzte Verkehrsschilder und Bäume, abgedeckte Dächer beispielsweise in Königstein im Taunus. Ein dpa-Reporter berichtete, einzelne Straßen stünden unter Wasser. Dunkler Himmel und regelrechte Regenwände waren auch auf mehreren Webcams der Taunus-Orte zu erkennen.

Die Feuerwehr Frankfurt twitterte: „Auch uns hat das heutige Unwetter getroffen, seit 18.30 Uhr sind wir insbesondere in den westlichen Stadtteilen zu vielen Einsatzstellen unterwegs.“ Die Autobahn A66 sei in beide Richtungen von umgestürzten Bäumen betroffen. Laut der Frankfurter Feuerwehr wurden allein in einer Stunde gut 45 Einsatzstellen abgearbeitet. Überwiegend seien aufgrund des Windes Bäume umgestürzt und Äste abgebrochen.

Laut Polizeipräsidium Darmstadt fielen im Raum Kelsterbach nahe Frankfurt Dachziegel auf einige geparkte Autos. Auch stürzten mehrere Bäume um und es krachten Äste auf Straßen. Das Polizeipräsidium Gießen berichtete von einigen vollgelaufenen Kellern und das Polizeipräsidium Offenbach von mehreren umgefallenen Bäumen.

Feuerwehrleute stehen vor den Trümmern eines abgedeckten Daches einer Autowerkstatt in Hattersheim.

Zur Überschreitung einer Hochwassermeldestufe kam es laut dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) aber zunächst nur in Eppstein im Main-Taunus-Kreis. Dort wurde die erste von drei Warnstufen überschritten.

Am Frankfurter Flughafen gab es Annullierungen, laut Internetseite des Airports aber hauptsächlich bei den Ankünften. „Aufgrund der Wettervorhersage für Frankfurt für den 22. Juni mit durchziehenden Gewittern hat Lufthansa bereits am Mittwoch vorsorglich hochfrequente Innerdeutsche- und Europa-Verbindungen gestrichen“, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Weitere situative Annullierungen seien möglich und wahrscheinlich. (dpa)

+++ 21.05 Uhr: Während Osthessen vom Unwetter bis zum Abend weitgehend verschont blieb, wurden andere Teile Hessens schwer getroffen. Vor allem in Süd- und Nordhessen wütete das Gewitter.

Unwetter-Schäden in Hessen: Fulda zunächst nicht stark betroffen

Im Nah- und Fernverkehr kam es zu Beeinträchtigungen. Die Bahnstrecke zwischen Fulda, Kassel und Göttingen wurde gesperrt, wie die Deutsche Bahn am Donnerstagabend auf ihrer Internetseite mitteilte. ICE- und IC-Züge aus Süden endeten in Frankfurt. Der Bus- und Bahnverkehr in Kassel kam zum Erliegen. Am Flughafen Frankfurt gab es einige Annullierungen.

Zahlreiche Bäume knickten bei dem Unwetter um.

In Nordhessen wurden einige Dächer abgedeckt, Bäume umgeworfen, Keller liefen voll. Verletzte gebe es nach bisherigem Stand nicht, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Zur Zahl der Einsätze gab es zunächst keine Angaben.

Auch in anderen Teilen Hessens gab es Einsätze durch das Unwetter: überflutete Straßen, umgestürzte Verkehrsschilder und Bäume, abgedeckte Dächer beispielsweise in Königstein im Taunus. Ein dpa-Reporter berichtete, einzelne Straßen stünden unter Wasser. Dunkler Himmel und regelrechte Regenwände waren auch auf mehreren Webcams der Taunus-Orte zu erkennen.

Laut Polizeipräsidium Darmstadt fielen im Raum Kelsterbach nahe Frankfurt Dachziegel auf einige geparkte Autos. Auch stürzten mehrere Bäume um und es krachten Äste auf Straßen. Das Polizeipräsidium Gießen berichtete von einigen vollgelaufenen Kellern und das Polizeipräsidium Offenbach von mehreren umgefallenen Bäumen.

+++ 20.14 Uhr: Anders als viele andere Gebiete Hessens ist der Kreis Fulda - zumindest fürs Erste - von großen Unwetterschäden verschont geblieben. Der Wetterdienst hat seine Unwetterwarnung, die bis 20.30 Uhr galt, um 20.07 Uhr vorzeitig aufgehoben. Eine endgültige Entwarnung gibt es allerdings nicht. Bis in die Nacht hinein können schwere Gewitter auftreten.

„Riesenglück gehabt“ - Bäume stürzen bei Frankfurt auf Autos

+++ 20.08 Uhr: Im Frankfurter Raum hat das Unwetter ebenso wie in Nordhessen teils starke Schäden angerichtet. Im Frankfurter Vorort Sindlingen etwa sind mehrere Bäume auf eine Oberleitung in Bahnhofsnähe gestürzt. Mehrere Autos wurden schwer beschädigt.

Nach einem schweren Unwetter bei Frankfurt räumen Feuerwehrleute Baumäste von einem geparkten Auto.

„Die Leute haben ein Riesenglück gehabt“, sagte ein Feuerwehrsprecher angesichts der regelrecht platt gedrückten Fahrzeuge in einem Wohngebiet - es blieb bei Sachschaden. Angesichts der Vielzahl der Feuerwehreinsätze war der Notruf überlastet. Ein Sprecher appellierte, nur in wirklichen Notfällen anzurufen, mit Wartezeiten müsse gerechnet werden. 

Das schwere Unwetter hat auch bei der Autobahn 66 nahe Frankfurt an beiden Seiten Bäume umstürzen lassen. Das teilte die Feuerwehr Frankfurt auf Twitter mit. „Seit 18.30 Uhr sind wir insbesondere in den westlichen Stadtteilen zu vielen Einsatzstellen unterwegs“, hieß es weiter.

+++ 19.55 Uhr: Ganz ohne Spuren zog das Gewitter dann doch nicht über den Kreis Fulda hinweg. Bei Bad Salzschlirf kam es aufgrund des Unwetters zu einem Feuerwehreinsatz. Ein größerer Ast war abgebrochen und auf die Müser Straße gekracht.

Wegen des Unwetters ist am Donnerstagabend bei Bad Salzschlirf ein größerer Ast abgebrochen und auf die Müser Straße gefallen.

+++ 19.38 Uhr: Vor wenigen Minuten hat eine Gewitterzelle Fulda erreicht. Schwarze Wolken zogen relativ zügig zunächst über den Westkreis und dann auch über das Stadtgebiet. Viel Regen kam allerdings nicht vom Himmel. Die Unwetterwarnung des Wetterdiensts für den Kreis Fulda ist bis 20.30 Uhr verlängert worden. Zunächst galt sie bis 20 Uhr.

+++ 19.15 Uhr: Eine recht starke Gewitterzelle bahnt sich aktuell ihren Weg aus Richtung Südwesten über den Vogelsberg. Radarbildern zufolge könnten unter anderem Ulrichstein, Herbstein und Lauterbach betroffen sein.

Eine Gewitterzelle hat am Donnerstagabend den Fuldaer Westkreis erreicht, wie dieses Foto aus Blankenau zeigt.

Währenddessen ist der Schwarzbach bei Eppstein im südhessischen Main-Taunus-Kreis das erste Gewässer in Hessen, dessen Pegelstand durch den Regen die Meldestufe 1 überschritten hat. An den anderen Messtationen der hessischen Flüsse und Bäche sind nach Angaben des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) noch keine Überschreitungen festgestellt worden.

Amtliche Unwetterwarnung für den Kreis Fulda

+++ 18.59 Uhr: Nun hat der Deutsche Wetterdienst auch für den Landkreis Fulda eine amtliche Unwetterwarnung ausgesprochen. Demnach besteht bis 20 Uhr die Gefahr des Auftretens von schweren Gewittern (Stufe 3 von 4).

„Es sind unter anderem verbreitet schwere Schäden an Gebäuden möglich. Bäume können entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen“, warnt der DWD. Außerdem seien Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen möglich. Die Meteorologen empfehlen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Gegenstände zu sichern und sich nicht im Freien aufzuhalten.

Unwetter erwischt Kassel: Bus und Bahn in stehen still

+++ 18.47 Uhr: Nach dem Unwetter kommt es im Raum Kassel zu erheblichen Behinderungen bei Bus und Bahn. „In Kassel gibt es Probleme am Hauptbahnhof mit Wasser und am Bahnhof Wilhelmshöhe mit der Oberleitung“, sagte eine Bahnsprecherin. Davon betroffen sei auch die Fernverkehrsstrecke Kassel-Göttingen. Dieser Fernverkehr läuft über den Bahnhof Wilhelmshöhe Richtung Norden. Weitere Angaben machte die Bahn zunächst nicht.

Laut Internetseite der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) wurde der öffentliche Nahverkehr in der Stadt zunächst unwetterbedingt eingestellt. Wann der Bus- und Bahnverkehr in Kassel wieder aufgenommen werde, sei unklar.

+++ 18.28 Uhr: Bislang ist die Region Fulda vom Unwetter weitgehend verschont geblieben. Nun rückt das Gewitter immer allerdings immer näher an Osthessen heran. Der Wetterdienst hat eine amtliche Unwetterwarnung in weiten Teilen des Vogelsbergkreises sowie im südlichen Main-Kinzig-Kreis herausgegeben. Demnach sei in diesen Gebieten bis 19 Uhr mit einem schweren Gewitter (Stufe 3 von 4) zu rechnen. Im Kreis Fulda gilt nach wie vor nur eine Vorabinformation.

+++ 17.54 Uhr: Abgedeckte Dächer, vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume und Hagelschäden: In Kassel hat das Unwetter deutliche Spuren hinterlassen, wie hna.de berichtet. Dem Bericht zufolge seien bereits mehr als 100 Einsätze bei der Polizei eingegangen.

Hagel prasselt bei einem Unwetter in der Nähe von Kassel auf einen Bauernhof, Blätter fliegen durch die Luft.

„In Kassel ist es schlagartig dunkel geworden“, sagte ein Polizeisprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Die Feuerwehr kommt mit ihren Einsätzen nicht hinterher“, so der Sprecher.

Schweres Unwetter in Kassel: Ruderer retten sich von der Fulda

Meldungen über Verletzte in Kassel gibt es laut Polizei bislang zwar nicht, allerdings hat sich laut hna.de ein brenzliger Fall auf der Fulda in Höhe des Auedamms ereignet. Dort sei eine Gruppe von Schülern in Ruderbooten unterwegs gewesen, als das Unwetter kam. Feuerwehr und Polizei hätten sich auf das Schlimmste eingestellt. Glücklicherweise seien alle wohlbehalten ans Ufer zurückgekommen.

Große Hagelkörner sind bei einem Unwetter in der Nähe von Kassel vom Himmel gekommen.

+++ 17.14 Uhr: Die Superzelle, die für Land unter in Kassel gesorgt hat, ist inzwischen über Nordhessen hinweggezogen und in Niedersachsen eingedrungen. Ein Video, das über den Twitter-Account der Sturmjäger „Unwetter-Freaks“ geteilt wurde, zeigt einen heftigen Sturm, der große Hagelkörner zu Boden bringt. Weitere Videos aus Kassel zeigen überflutete Straßen und abgebrochene Äste.

Währenddessen wütet das Unwetter an anderer Stelle gerade in Südhessen. Westlich von Frankfurt - über dem Taunus - kommt es aktuell herunter. Das Gewitter zieht in Richtung Nordosten.

+++ 16.51 Uhr: Zahlreiche Sturmjäger sind aktuell in Nordhessen unterwegs. Fotos und Videos aus Kassel zeigen Starkregenfälle und große Hagelkörner. „Riesige Hagelkörner fallen auf den Boden, in der Innenstadt ist es plötzlich weiß, erste Keller und Wohngebäude drohen vollzulaufen“, berichtet hna.de.

In weiteren Landkreisen in Hessen gilt aktuell eine Unwetterwarnung. Auch im westlichen Vogelsbergkreis warnt der Wetterdienst vor schwerem Gewitter.

+++ 16.31 Uhr: Für weitere Landkreise in Nordhessen gilt nun die Warnstufe 4 von 4. Eine Superzelle, die sich aktuell über dem Westen Kassels entlädt, scheint Radarbildern zufolge oberhalb von Osthessen hinwegzuziehen. Im Westen - dort gilt weiterhin die Warnstufe 3 - rückt das Unwetter indes weiter vor.

Unwetter in Hessen: Superzelle bei Kassel

Update vom 22. Juni, 16.11 Uhr: Das Unwetter ist inzwischen in Hessen angekommen. Vor allem der Norden ist aktuell betroffen. Der Wetterdienst hat eine Warnung vor extremem Unwetter (Stufe 4 von 4) für die Landkreise Waldeck-Frankenberg, Kassel und den Schwalm-Eder-Kreis herausgegeben.

Über Twitter hatte der Wetterdienst um 15.30 Uhr mitgeteilt, dass eine „heftige Superzelle“ vom Sauerland in Richtung Nordhessen unterwegs sei. „Tornado möglich“, hieß es außerdem.

Auch aus Richtung Westen ist das Unwetter bereits nach Hessen vorgedrungen. Im Kreis Limburg-Weilburg, Rheingau-Taunus sowie in der Stadt Wiesbaden gilt aktuell die Warnstufe 3 von 4.

Erstmeldung vom 22. Juni, 15.26 Uhr:

Hessen/Fulda - Schwere Gewitter mit heftigem Starkregen, Orkanböen und Hagel erwartet die Menschen in Hessen am Donnerstag - auch vereinzelte Tornados sind nicht ausgeschlossen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) gilt eine hohe Unwettergefahr für ganz Hessen ab dem Nachmittag.

Unwetter in Hessen: Gewitter, Starkregen und Orkanböen erwartet

„Ab heute Nachmittag ziehen von Südwesten einzelne schwere Gewitter auf“, teilte der Wetterdienst am Donnerstagmittag auf seiner Homepage mit. Im Westen Hessens rechneten die Meteorologen ab etwa 15 Uhr mit heftigem Starkregen mit rund 40 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde.

Außerdem seien - teilweise schwere - Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 75 und 100 Stundenkilometern und Hagel mit bis zu drei Zentimeter großen Körnern möglich. „Örtlich ist die Bildung einzelner Tornados nicht ausgeschlossen“, hieß es.

Im Osten wird das Gewitter den Prognosen zufolge etwas später ankommen. Die Meteorologen haben für dieses Gebiet eine Vorabinformation ab 16 Uhr herausgegeben. Osthessen könnten demzufolge sogar schwerer getroffen werden als der Westen. Es wird mit Sturm- bis Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 120 Stundenkilometern und bis zu fünf Zentimeter großen Hagelkörnen gerechnet. „Ganz vereinzelt sind auch Großhagel mit Korngrößen um sieben Zentimetern und Orkanböen bis 140 Stundenkilometer nicht ausgeschlossen“, so der DWD.

In Hessen wird am Donnerstag mit einem schweren Unwetter gerechnet. (Symbolfoto)

Die starken Regenfälle mit bis zu 40 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde können am Donnerstag auch für Überschwemmungen abseits der Gewässer sorgen, wie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) mitteilte. Die Behörde gehe von möglichen Überschreitungen der Meldestufen zur Hochwasserwarnung aus. 

Der Diplom-Meteorologe Dominik Jung hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass in Teilen Deutschlands sogar Signale für sogenannte Superzellen vorhanden seien. Das sind gewaltige Gewitterzellen, die schwere Unwetter, Starkregen, Hagel und Tornados verursachen. „Es wird nicht jeden treffen, aber dort wo eine Superzelle wütet, kann es zu großen Schäden kommen,“ so der Wetter-Experte.

Unwetter in Hessen: Gewitter voraussichtlich bis in die Nacht

Die Gewitter sollen auch in der Nacht zum Freitag noch anhalten. Es kühlt laut Vorhersage in Hessen auf 13 bis 17 Grad ab. Erst am Freitagmorgen lassen die Schauer und Gewitter nach, wie der DWD erklärte. In der hessischen Nordosthälfte soll es noch bis in den Freitagnachmittag hinein regnen. In den übrigen Teilen Hessens bleibt es am Freitag den Angaben nach überwiegend bewölkt - bei Höchstwerten zwischen 23 und 27 Grad. Für das Wochenende sagten die Meteorologen sehr warme Temperaturen und trockenes Wetter bis 32 Grad voraus. (mit dpa-Material)

Rubriklistenbild: © Boris Roessler/dpa

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