Präsentation am 25. September

Stadt Hanau will Kaufhof-Immobilie am Marktplatz kaufen - Entscheidung soll im Oktober fallen

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Die Kaufhof-Immobilie in der Innenstadt von Hanau: Ein Experten-Team bereitet die Vorlage für die Stadtverordnetenversammlung im Oktober vor, eine öffentliche Projektvorstellung findet am 25. September statt. Die Stadt Hanau ist auf dem Weg die Immobilie am Marktplatz zu kaufen.
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Die Stadt Hanau will die Kaufhof-Immobilie am Marktplatz nach eigenen Angaben kaufen. Die Entscheidung soll im Oktober fallen.

Hanau - „Ich werde den Hanauer Stadtverordneten in der Sitzung am 16. Oktober empfehlen, den Kauf zu beschließen“, wird Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) in einer Pressemitteilung der Stadt im Main-Kinzig-Kreis zitiert.

Demnach ist der Kaufvertrag endverhandelt, der Zustand des Gebäudes ist durchleuchtet und die ersten Ideen für die Zukunft liegen vor: Die Stadt Hanau ist auf dem Weg, die Kaufhof-Immobilie am Marktplatz zu kaufen, weitere Schritte vorangekommen.

Main-Kinzig-Kreis: Stadt Hanau will Kaufhof-Immobilie am Marktplatz kaufen

Anfang der Woche hatte sich der OB zusammen mit Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri, Stadträtin Isabell Hemsley sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus der Hanauer Politik und den involvierten städtischen Gesellschaften über den aktuellen Stand informieren lassen.

Ein Expertenteam unter der Leitung von Stadtentwickler Martin Bieberle präsentierte die umfangreichen Erkenntnisse der Untersuchungen und Gespräche sowie Zeitpläne und erste Ideen für die künftige Nutzung des markanten und geschichtsträchtigen Gebäudes, das der Galeria-Karstadt-Kaufhof-Konzern zum 31. Januar 2024 verlassen wird.

Die Kaufhof-Immobilie mit ihrer zentralen Lage am Marktplatz ist für unsere Innenstadt von herausragender Bedeutung. 

Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD)

„Die Kaufhof-Immobilie mit ihrer zentralen Lage am Marktplatz ist für unsere Innenstadt von herausragender Bedeutung. Abzuwarten und tatenlos zuzusehen, was mit der Immobilie passiert, ist für uns keine Option. Jedes Jahr, das wir verstreichen lassen, geht von diesem Quartier eine furchtbar traurige Nachricht aus“, erklärte der Oberbürgermeister

„Jedes Jahr, in dem wir arbeiten, kommunizieren, Nutzungen ermöglichen, geht von diesem Quartier Zuversicht aus. Deshalb wollen wir jetzt Nägel mit Köpfen machen. Wir wollen die Chance ergreifen, die Immobilie und damit das gesamte Quartier selber gestalten zu können.“

Fotostrecke: Konzeptkaufhaus „Karl“ eröffnet im ehemaligen Kerber

Am Samstag wurde das neue Konzeptkaufhaus „Karl“ im ehemaligen Kerber eröffnet.
Am Samstag wurde das neue Konzeptkaufhaus „Karl“ im ehemaligen Kerber eröffnet. © Marcus Lotz
Am Samstag wurde das neue Konzeptkaufhaus „Karl“ im ehemaligen Kerber eröffnet.
Am Samstag wurde das neue Konzeptkaufhaus „Karl“ im ehemaligen Kerber eröffnet. © Marcus Lotz
Am Samstag wurde das neue Konzeptkaufhaus „Karl“ im ehemaligen Kerber eröffnet.
Am Samstag wurde das neue Konzeptkaufhaus „Karl“ im ehemaligen Kerber eröffnet. © Marcus Lotz
Am Samstag wurde das neue Konzeptkaufhaus „Karl“ im ehemaligen Kerber eröffnet.
Am Samstag wurde das neue Konzeptkaufhaus „Karl“ im ehemaligen Kerber eröffnet. © Marcus Lotz
Am Samstag wurde das neue Konzeptkaufhaus „Karl“ im ehemaligen Kerber eröffnet.
Am Samstag wurde das neue Konzeptkaufhaus „Karl“ im ehemaligen Kerber eröffnet. © Marcus Lotz

Direkt nach der Verkündung des Galeria-Karstadt-Kaufhof-Konzerns am 13. März, mehr als 50 Filialen in Deutschland zu schließen – darunter auch die in Hanau –, hatte Oberbürgermeister Kaminsky zwei Linien deutlich gemacht: Die Mitarbeitenden zu unterstützen und das Haus in der Innenstadt zu übernehmen, um einen langen Leerstand zu vermeiden.

„An meiner Einschätzung hat sich nichts geändert. Es geht um die Zukunft unserer Stadt“, so der OB. Die Ergebnisse eines Expertenteams will die Stadt in der öffentlichen Sitzung des Struktur- und Umweltausschusses am 25. September vorstellen. Für den 30. Oktober ist zudem eine Bürgerversammlung geplant.

Neben finanziellen und architektonischen Fragen hat das Gremium auch die städtebauliche Relevanz sowie die möglichen Nutzungen des 1957 erbauten Hauses am Marktplatz beleuchtet und Antworten erarbeitet. Die herausragende Bedeutung für die Innenstadt ist dabei von allen Seiten unterstrichen worden.

Eine weitere wichtige Erkenntnis: Die Substanz des Gebäudes ist so gut, „dass es für 50 bis 100 Jahre erhalten bleiben kann und nach den erforderlichen Sanierungen und Umbauten wandelbar genug sein wird, den nachfolgenden Generationen alle Nutzungsoptionen zu ermöglichen“, so der Oberbürgermeister.

Klar ist aber auch: Nach dem geplanten Ankauf wird es grundlegende Erneuerungen geben müssen. Um unterschiedliche, voneinander unabhängige Nutzungen auf den Etagen zu ermöglichen, muss die Erschließung neu strukturiert werden, in die Mitte des Gebäudes könnten Lichthöfe gebrochen werden. 

Video: Sanierungsplan - diese Galeria-Kaufhäuser haben bereits geschlossen

Bei der Stadtentwicklung helfen auch Förderungen. Bereits vor zwei Jahren hat das „Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen“ das Förderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) aufgelegt. Von 2022 bis 2025 sollen pro Kommune maximal fünf Millionen Euro für die Revitalisierung der Innenstädte bereitgestellt werden. Hanau bekam den Zuschlag mit einem Fördervolumen in Höhe von 3,75 Millionen Euro für das Stadtentwicklungsprogram „Hanau aufLADEN“.

Als die Kaufhof-Schließungen bekannt wurden, hat das Ministerium schnell entschieden, den ZIZ-geförderten Kommunen nachträglich eine Aufstockung bis zur Maximalförderung von 5 Millionen Euro zu ermöglichen. Die Stadt Hanau beantragte auf dieser Grundlage weitere Fördermittel in Höhe von 1,1 Millionen Euro – und bekam nun die Zusage über die komplette Summe.

In Fulda gab es unterdessen zuletzt eine Transformation des ehemaligen Kerber-Kaufhauses. Dort ist beispielsweise das Coworking-Angebot sehr gefragt. Das Konzept wurde jetzt nochmals im StadtGarten in Fulda vorgestellt.

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