VonAnna Kirschnerschließen
Florian Dörrschließen
Eine Großlage in der Hansestadt sorgt für Annullierungen auch am Flughafen Frankfurt. Vor allem die Ankünfte sind bis zum späten Sonntagabend betroffen.
Update von Sonntag, 5. November, 17.29 Uhr: Der Flughafen Hamburg hat seine Terminals wieder geöffnet. Dort strömen nun wieder Fluggäste in den Airport. Für den Flughafen Frankfurt sind das gute Neuigkeiten. Mehrere Flüge nach Hamburg waren heute annulliert worden, zuletzt Flug LH028 um 18 Uhr. Bereits um 19 Uhr soll aber wieder ein Lufthansa-Flieger in Frankfurt nach Hamburg starten.
Die Situation im Flugverkehr sollte sich also in Frankfurt im Laufe des Abends zumindest bei den Abflügen normalisieren. Bei den Ankünften sieht es anders aus: Dort sind auch die letzten Flüge des Tages, die aus Hamburg kommend in Frankfurt landen sollten, im aktuellen Flugplan als annulliert eingetragen.
Geiselnahme in Hamburg beendet: Flugbetrieb weiter kaum möglich
Update von Sonntag, 5. November, 15.30 Uhr: Die Geiselnahme am Flughafen Hamburg ist beendet. Der Täter hat sein Auto auf dem Flugfeld freiwillig verlassen und sich den Einsatzkräften ohne Gegenwehr gestellt. Laut Angaben der Polizei scheint das Kind nach der rund 18-stündigen Geiselnahme unverletzt zu sein.
Der Flughafen Hamburg bereitet sich nun auf den Neustart des Flugbetriebs vor. Es kann zwar weiter zu vielen Ausfällen und Verzögerungen kommen, es besteht aber auch Hoffnung, dass sich damit auch am Flughafen Frankfurt die Situation entspannt. Dennoch sollten Reisende sich weiterhin online und bei ihrer Fluggesellschaft informieren.
Mehrere Ausfälle am Flughafen Frankfurt – Flug-Annullierungen bis in den Abend
Erstmeldung von Sonntag, 5. November, 12.20 Uhr:
Frankfurt – Wie der Flughafen Frankfurt meldet, sind mehrere Verbindungen am Sonntag (5. November) nach Hamburg gestrichen. Hintergrund ist ein schwerwiegender Zwischenfall in Hamburg. Seit Samstagabend wurden mehrere Flüge annulliert. Nach aktuellem Stand (11.59 Uhr) vom Sonntag wird auch bis 18 Uhr kein Flugzeug von Frankfurt nach Hamburg starten.
Was ist passiert? Ein Mann hatte am Samstagabend gegen 20 Uhr mit einem Auto ein Tor am Flughafen Hamburg durchbrochen und war auf das Vorfeld des Airports gefahren. Dort schoss er Polizeiangaben zufolge in die Luft und warf „eine Art Molotowcocktails“ aus dem Wagen. Vorausgegangen war laut Polizei wohl ein Sorgerechtsstreit mit der Mutter. Der Flughafen ist weiterhin weiträumig gesperrt, der Flugbetrieb seit Samstagabend eingestellt.
Flüge am Flughafen Frankfurt nach Hamburg fallen aus – Geiselnahme in der Hansestadt
Entsprechend gibt es auch vom Flughafen Frankfurt keine Luftverbindungen in die Hansestadt. Nach Angaben des Flughafens Hamburg vom Sonntagvormittag sind seit dem eigentlichen Betriebsbeginn um 6 Uhr bis 11 Uhr bereits 126 Flüge gestrichen worden. Einige Landungen wurden umgeleitet. Die für den Sonntagmittag und -nachmittag aus Frankfurt geplanten Flüge wurden komplett gestrichen.
Die Fotos: Geiselnahme am Flughafen Hamburg – Polizei löst Amok-Alarm aus




Der Mann in Hamburg hat inzwischen seit mehr als 14 Stunden in einem Auto auf dem Vorfeld des Flughafens seine vierjährige Tochter in seiner Gewalt. Die Hamburger Polizei verhandelte die ganze Nacht mit dem Mann. Mit dem vermutlich 35-jährigen Mann werde auf Türkisch kommuniziert, sagte Polizeisprecherin Sandra Levgrün. „Wir setzen hier auf eine Verhandlungslösung“, sagte sie der Deutschen-Presse-Agentur. Dass sich die Gespräche so lange hinzogen, bewertete sie positiv: „Das ist ein absolut gutes Zeichen“, betonte sie.
Wie lange die Großlage in Hamburg anhält, davon ist auch abhängig, wann die Flüge vom Flughafen Frankfurt in Richtung Hansestadt wieder starten können.
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