Ein schwarzer Tag für Camping-Fans: Doorout ist insolvent. Das Unternehmen, das Outdoor-Bedarf wie Camping-Equipment, Rucksäcke und weitere Ausrüstung verkauft, hat am Donnerstag beim Amtsgericht Fulda Insolvenz angemeldet.
Fulda - Das Unternehmen doorout, das 2007 seinen Sitz in der Barockstadt Fulda hat, war für viele Camping- und Outdoor-Fans eine beliebte Anlaufstelle. Neben dem Ladengeschäft, das noch geöffnet ist, betrieb Doorout auch einen umfangreichen Online-Shop. Doch dieser ist mittlerweile offline und zeigt nur noch die Meldung „Wartungsmodus: Wir aktualisieren derzeit die Inhalte dieser Seite. Bitte schaue später wieder vorbei“. Wie lange dieser Wartungsmodus andauern wird und ob der Online-Shop jemals wieder geöffnet wird, ist derzeit unklar.
Weiterer Betrieb zahlungsunfähig: doorout meldet Insolvenz an
Laut den öffentlichen Bekanntmachungen des Amtsgerichts Fulda hat Geschäftsführer Martin Küpper am Donnerstag offiziell Insolvenz angemeldet. Rechtsanwalt Dirk Ritzenhoff aus der Kanzlei Flöther & Wissing wurde als Insolvenzverwalter bestellt und übernimmt nun die Verantwortung für das Verfahren. Leider war Ritzenhoff bis zum Redaktionsschluss nicht für eine Stellungnahme erreichbar, sodass unklar bleibt, wie es für die Angestellten und das Ladengeschäft in der Frankfurter Straße weitergehen wird.
Die Insolvenz von Doorout ist ein weiteres Zeichen für die schwierige Lage, in der sich der Einzelhandel aktuell befindet. Michael Konow, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Fulda, äußerte sich besorgt über die Entwicklung: „Ich bedaure, dass mit Doorout ein regionaler Händler mit hoher Beratungstiefe Insolvenz anmelden muss. Gerade im Handel spüren wir eine Konsumzurückhaltung, da die wirtschaftliche Lage derzeit sehr volatil ist“, sagt Michael Konow.
Ich bedaure, dass mit Doorout ein regionaler Händler mit hoher Beratungstiefe Insolvenz anmelden muss.
Ein weiterer Faktor, der besonders kleinere Unternehmen wie doorout belastet, ist die starke Konkurrenz durch große Outdoor-Giganten und aggressive Online-Shops. „Diese Großhändler haben durch ihre Einkaufsmacht die Möglichkeit, erheblich günstigere Preise anzubieten. Dadurch geraten kleinere, regional verankerte Unternehmen unter Druck“, fügt Konow hinzu. Solche Herausforderungen haben in den letzten Jahren zu einer zunehmenden Konzentration im Einzelhandel geführt, bei der kleine und mittlere Unternehmen immer häufiger auf der Strecke bleiben.
Die Pleite von doorout kommt nur wenige Wochen nach der Insolvenz eines weiteren Unternehmens aus der Region. Das Unternehmen Werk9 aus Eichenzell, musste kürzlich Insolvenz anmelden. Werk9-Geschäftsführer Marco Wigbert Gretsch ist schwer erkrankt, was zur Krise im Unternehmen beitrug. Ein möglicher Investor könnte den Betrieb jedoch noch retten, sodass die Zukunft von Werk9 noch nicht endgültig entschieden ist. (ssa)