Bei Grabungen

„Außergewöhnlich“: Fund in Frankfurt – „Objekte aus Metall“ geben Rätsel auf

+
Der Keller aus der antiken Römerstadt Nida konnte geborgen werden.
  • schließen

In Frankfurt wird ein antiker Holzkeller gefunden, geborgen und konserviert. Er hält offenbar noch einige Geheimnisse parat.

Frankfurt – Der Fund gilt als „außergewöhnlich gut“ erhalten und gibt einen Blick in die alte Römerstadt Nida preis: Dort, wo heute der Frankfurter Stadtteil Heddernheim steht, lebten zur Hochzeit des antiken Hauptorts der Civitas Taunensium wohl bis zu 5000 Menschen. Im vergangenen Jahr war bei Grabungen des Denkmalamts ein Holzkeller komplett geborgen und konserviert werden. Nun wird er der Öffentlichkeit in Frankfurt präsentiert.

Nach Angaben der Stadt war der gefundene Holzkeller Teil eines römischen Wohnhauses, das vermutlich im späten ersten Jahrhundert nach Christus an der südlichen der beiden Hauptstraßen der antiken Stadt Nida errichtet worden war. Von dem zugehörigen Gebäude, einem Fachwerkhaus, sind keine Überreste erhalten. Es ist offenbar abgebrannt. Auch im geborgenen Holzkeller zeugen noch Reste verkohlter Balken, Holzkohle und Brandschutt von dem Feuer.

Archäologen finden antiken Holzkeller in Frankfurt – Gebäude bei Brand zerstört

Nun soll der geborgene und konservierte Holzkeller aus der alten Römerstadt dem Publikum in Frankfurt gezeigt werden. Der Fund wird am Mittwoch, 29. Mai, von 13 bis 18 Uhr der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Präsentationsort ist das Steindepot des Archäologischen Museums in der Borsigallee 8 bis 10. Der Eintritt ist kostenlos, wie die Stadt mitteilt.

Für eine genaue Datierung von Bauzeit und Zerstörung des Hauses auf dem Gebiet des heutigen Heddernheim müssen zunächst die Funde aus der Grabung genauer ausgewertet werden. Die Bearbeitung des Materials verspricht nach Angaben der Experten spannend zu werden, befinden sich darunter doch neben Resten von Keramik- und Glasgefäßen auch einige „ungewöhnliche Objekte aus Metall“. Diese wurden bereits zur konservatorischen Betreuung an das Archäologische Museum übergeben.

Der Keller ist keineswegs der erste Holzkeller mit Brandschutt, den man aus dem römischen Nida kennt. Vergleichbare Befunde wurden bereits mehrfach bei entsprechenden Grabungen freigelegt. Sie waren aber meist weniger gut erhalten und wurden zudem nicht so sorgfältig mit modernen Grabungsmethoden untersucht. Der im Jahr 2023 freigelegte Keller ist laut Stadt Frankfurt daher in vielfacher Hinsicht etwas Besonderes.

Kommentare