VonCaspar Felix Hoffmannschließen
Vor dem Frankfurter Römer soll am Samstag (20. Januar) eine Kundgebung gegen Rechtsextremismus stattfinden – Mike Josef und andere werden erwartet.
Frankfurt – Am Samstag (20. Januar) soll um 13 Uhr vor dem Frankfurter Römer eine Kundgebung unter dem Motto „Demokratie verteidigen – Frankfurt gegen AfD und Rechtsruck“ stattfinden. Organisiert wird die Veranstaltung vom „KoalaKollektiv“, das nach eigenen Angaben von einem breiten Bündnis aus über 60 Initiativen und Organisationen getragen wird. Wie das KoalaKollektiv mitteilt, ist die Kundgebung Teil einer bundesweiten Aktionswoche gegen Rechts, die von Campact unter dem Hashtag #zusammengegenrechts initiiert wurde.
Die Kundgebung soll um 12.30 Uhr mit musikalischen Live-Acts beginnen, Rednerinnen und Redner sind laut KoalaKollektiv unter anderem der Frankfurter Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) sowie Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Initiativen und Organisationen. Unter anderem sprechen Eleonore Wiedenroth Coulibaly und Hadija Haruna-Oelker von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, Philipp Jacks vom Deutschen Gewerkschaftsbund, Meron Mendel von der Bildungsstätte Anne Frank, die Aktivistin Hibba Kauser, Newroz Duman von der Initiative 19. Februar, Yasmin Alignaghi vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, Eva Walter von Frankfurt solidarisch und Holger Kamlah vom Römerbergbündnis.
Proteste gegen Rechts in Frankfurt am Samstag (20. Januar)
Auch Frankfurts Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) ruft zur Stärkung der Demokratie im Kampf gegen Rechtsextremismus auf. Wie die Stadt Frankfurt mitteilt, will sie Projekte ihres Dezernats stärker auf die Demokratieförderung ausrichten, insbesondere in Stadtteilen und Schulen. Eskandari-Grünberg fordert die hessische Landesregierung auf, pädagogische Projekte gegen Rechtsextremismus zu fördern. Für 2024 sind unter anderem Schulbesuche und das Projekt „Pavillon der Demokratie“ geplant, um für die Werte einer offenen und pluralen Gesellschaft zu werben.
Die Kundgebung ist eine Reaktion auf Berichte von Correctiv über ein Geheimtreffen von AfD-Politikern mit einem bekannten Rechtsextremisten, bei dem die Vertreibung von Millionen Menschen aus Deutschland, auch mit deutschem Pass, thematisiert wurde. Ähnliche Proteste und Kundgebungen gab es bereits in anderen Städten wie Berlin und Potsdam. (cas)
Rubriklistenbild: © Carsten Thesing/Imago

