Regen und Gewitter

Nach Sommerwoche droht Wettersturz: Juli startet mit Herbsttemperaturen

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Noch ist es draußen sommerlich heiß, doch nicht mehr lange: Der Juli startet laut Wetterexperten mit Herbsttemperaturen, Schauern und Gewittern. Wann der Sommer sich dann wieder zeigt, bleibt offen.

Fulda - Die aktuellen Temperaturen locken die meisten Menschen nach draußen: Ob für Sport, Konzerte wie zum Beispiel Jan Delay innerhalb der Reihe „Kultur.Findet.Stadt“ oder auch das Stadtfest samt verkaufsoffenem Sonntag - das Sommer-Wetter wird genutzt. Das ist allerdings nicht mehr lange möglich, denn herbstliche Temperaturen drohen ab Juli.

Nach Sommerwoche droht Wettersturz: Juli startet mit Herbsttemperaturen

Bereits am Mittwoch, 26. Juni, bildeten sich relativ überraschend Gewitter in ganz Osthessen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel, in drei Landkreisen galt die Stufe 3 von 4.

Eigentlich soll es erst ab Juli herbstlich werden. „Brachiale Wetterwende zum Start in den Juli, es sieht nach Herbstwetter aus!“, warnt Diplom-Meteorologe und Klimaexperte beim Wetterportal wetter.net, Dominik Jung für ganz Deutschland. Er rät, die aktuelle Sommerwoche noch einmal ordentlich zu genießen. „Wir wollen ja nicht unken, aber vielleicht heißt es am 31. August 2024: Der Sommer 2024 fand in der letzten Juniwoche statt“, so der Wetter-Experte.

Die nächsten Tage bleiben sehr warm bis heiß, zunehmend wird es aber auch schwül und gewittrig. Die Spitzenwerte liegen um 30 bis knapp 35 Grad. Der bisher wärmste Tag des Jahres wird laut Jung wohl der Samstag, 29. Juni. „Da sind im Südwesten 34 oder 35 Grad möglich.“ Doch so schnell wie der Sommer plötzlich kam, geht er in der kommenden Woche wohl wieder.

In den kommenden Tagen erwartet der Wetterexperte immer mal wieder Schauer und Gewitter. Bis Samstag ist es aber erstmal noch sommerlich bis hochsommerlich heiß. Am Sonntag fluten uns aus Nordwesten wieder kalte Höhenluftmassen. „Die Prognosen für Juli 2024 deuten auf einen durchschnittlichen Monat hin. Das wiederum dürfte von den meisten Menschen als zu kühl empfunden werden“, erklärt Jung.

„Der Jetstream legt sich nächste Woche wieder mit seiner ,kalten Delle‘ direkt über Mitteleuropa. Daher strömen aus Nordwesten kühle Luftmassen zu uns nach Deutschland. Eine warme Südwestströmung bleibt aus“ so Wetterexperte Jung.

Sommerwetter geht ab Sonntag abwärts

Konkret sieht das Wetter in Hessen in den nächsten Tagen so aus: „Viel Sonne und zunehmend schwül-heiß. Am Nachmittag im Südosten ansteigendes Gewitterrisiko“, fasst der DWD das Wetter zusammen. Am Donnerstag wird es zunächst sonnig oder heiter, im Tagesverlauf nehmen Quellbewölkung und gebietsweise Schauer zu, außerdem gibt es teils heftige Gewitter mit Starkregen. Es wird schwülwarm bis heiß bei Tageshöchstwerten von 27 bis 31 Grad, auf der Wasserkuppe um 24 Grad. Abseits der Schauer und Gewitter weht meist schwacher Wind aus Südwest bis West.

In der Nacht zum Freitag ist es wechselnd, teils gering bewölkt. Schauer und Gewitter klingen ab. Gegen Morgen sind im Westen erneut einzelne Schauer und Gewitter nicht ausgeschlossen. Die Tiefstwerte liegen zwischen 19 Grad in größeren Städten und 14 Grad in Tallagen des Berglands.

Am Freitag ist es anfangs stark bewölkt mit schauerartigem Regen, stellenweise ist gewittriger Starkregen wahrscheinlich. Im Vormittagsverlauf ostwärts ziehen Niederschläge ab, danach gibt es Auflockerungen. Die Temperaturen steigen auf 24 bis 26 Grad, in Südhessen bis 28 Grad. Es weht mäßiger Wind aus West, bei Schauern und Gewittern böig auffrischend.

Ob Tier oder Mensch, der Gang durch ein Unwetter will vermieden werden. (Symbolbild)

Der Samstag wird der schönste Tag. In der Nacht zum Samstag ist es gering bewölkt und niederschlagsfrei. Die Temperaturen kühlen auf 13 bis 10 Grad ab, im Bergland bis 8 Grad. Am Samstag zunächst ist es laut DWD zunächst heiter, im Tagesverlauf nimmt Quellbewölkung zu. Ab dem späten Nachmittag sind örtliche Schauer und Gewitter aus Süden und auch Starkregen möglich. Die Temperaturen steigen auf 25 bis 29 Grad, im Süden bis 31 Grad.

In der Nacht zum Sonntag bleibt es zunehmend bedeckt bei gebietsweise schauerartigem Regen und Gewitter. Hier besteht laut DWD Unwettergefahr durch Starkregen. Die Tiefstwerte liegen bei 16 bis 12 Grad. Es weht meist schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen, bei Gewittern drohen auch schwere Sturmböen.

Rubriklistenbild: © Roman Vondrou/dpa

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