VonAnne Burkardschließen
Eike Zennerschließen
Warm und schwül - so lässt sich das Wetter in Osthessen zusammenfassen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor starken Gewittern mit Regen und Sturmböen in Hessen und Osthessen. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg hauste Donnerstag eines der stärksten Unwetter seit Jahren.
+++ 18.15 Uhr: Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ging Donnerstag eines der stärksten Unwetter nieder, die es dort in den vergangenen Jahren gegeben hat. Das teilt die Pressestelle des Landkreises mit. „Am Donnerstagnachmittag zog eine große Gewitterzelle über das Kreisgebiet. Am Heftigsten von der Extremwetterlage betroffen sind die Städte Bebra und Rotenburg im Nordkreis“, so der Landkreis.
Ausnahmezustand in Hersfeld-Rotenburg - stärkstes Unwetter seit Jahren
Bis zum frühen Abend sei die Bilanz verheerend gewesen: Rund 200 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises rückten zu mehr als 200 Einsätzen aus. „In Rotenburg sind wir aktuell bei rund 70 gemeldeten Lagen, in Bebra sogar bei rund 130“, erklärt Thorsten Bloß, Leiter des Fachdienstes Gefahrenabwehr der Kreisverwaltung. Besonders betroffen sei der Bebraer Stadtteil Breitenbach und die Bebraer Kernstadt. Vor allem vollgelaufene Keller und überflutete Straßen sorgen für Verwüstung. „Bereits das Unwetter am Mittwochabend forderte die Feuerwehren“, so Bloß: „Aber die heutige Extremwetterlage übertrifft das leider noch einmal deutlich. Das gesamte Ausmaß werden wir wohl erst in den nächsten Stunden und Tagen feststellen können.“
Nach dem starken Unwetter bleiben die Beruflichen Schulen in Bebra am Freitag, 28. Juni geschlossen. Der Unterricht werde mit den Schülerinnen und Schülern im Distanzunterricht durchgeführt. Aufgrund mit Wasser vollgelaufener Räumlichkeiten ist ein Präsenzunterricht nicht möglich. Weitere Informationen erhalten Schülerinnen und Schüler sowie Erziehungsberechtigte über die bewährten Informationswege der Beruflichen Schulen Bebra.
Gewitter und Starkregen auch in Fulda
+++ 16.15 Uhr: Die heftigen Gewitter, die über Osthessen ziehen, führen zu Einsätzen für Feuerwehr und Polizei. Seit dem frühen Nachmittag häufen sich Meldungen der Leitstelle mit Stichworten wie „Fahrbahneinschränkung“, „Unwetter Sturm“ oder „Unwetter Wasser“ - vor allem in Fulda, aber auch in Großenlüder. Nach ersten Informationen der Polizei sind im Kreis Hersfeld-Rotenburg zudem mehrere Straßen überschwemmt worden; etwa im Bereich B27.
In der Stadt Fulda meldet die Polizei hochgedrückte Gullideckel und überschwemmte Straßenabschnitte unter anderem in der Bardostraße, der Von-Schildeck-Straße, Am Ziegelberg und in der Neuenberger Straße.
In Hünfeld-Sargenzell hat während des Gewitters laut Reportern vor Ort ein Blitz eingeschlagen. Durch die Überschwemmungen kommt es aktuell laut Polizei zu Verkehrsbeeinträchtigungen.
+++ 14.18 Uhr: Starke Gewitterzellen ziehen am frühen Nachmittag über Osthessen hinweg. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat jetzt für den Kreis Fulda und den Vogelsberg sowie Hersfeld-Rotenburg eine amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter herausgegeben. Heißt: Die Fachleute erwarten heftigere Gewitter als zunächst angekündigt.
Unwetterwarnungen gelten aktuell auch für weite Teile Nordhessens. Es besteht Gefahr durch Blitzschlag, umstürzende Bäume und herabfallende Gegenstände. Die Leitstelle meldet die ersten Einsatze für die Feuerwehr.
+++ 11.32 Uhr: Nun gilt auch eine amtliche Unwetter-Warnung vor starkem Gewitter (Stufe 2 von 4) für den Landkreis Fulda. Voraussichtlich gilt die Warnung des Deutschen Wetterdienstes bis 12.30 Uhr.
Wetter in Osthessen: Teils kräftige Gewitter erwartet
Update vom 27. Juni, 9.32 Uhr: Nach den teils kräftigen Gewittern am Mittwoch herrscht auch am Donnerstag in der Region Unwettergefahr. Der Deutsche Wetterdienst hat für die Landkreise Main-Kinzig und Vogelsberg eine amtliche Warnung vor starken Gewittern (Stufe 2 von 4) herausgegeben, die derzeit bis 11.30 Uhr gilt. Eine „Vorabinformation Unwetter“ wurde für die Landkreise Fulda und Hersfeld-Rotenburg herausgegeben, sie warnt von 12 Uhr bis 22 Uhr vor schweren Gewittern.
„In feucht-warmer und instabiler Luft entwickeln sich am heutigen Donnerstag bevorzugt ab den Mittagsstunden teils kräftige Gewitter, die sich nur langsam verlagern. Dabei sind Regenmengen zwischen 30 und 40 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde oder 60 bis 80 Litern in wenigen Stunden möglich“, so die Experten.
Regional eng begrenzt könne es zu Überschwemmungen sowie vollgelaufenen Kellern und Unterführungen kommen. Zudem bestehe vereinzelt die Gefahr von Sturmböen sowie Hagel und Hagelansammlungen.
Nach dem gewittrigen Sommerwetter zeichnet sich eine Wetterwende ab - mit einem herbstlichen Start in den Juli.
Unwetter in der Region am Mittwoch
+++ 22.31 Uhr: Für die Landkreise Fulda und Vogelsberg wurde die Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter aufgehoben. In beiden Landkreisen gilt nun wieder die Stufe 2 von 4 bis voraussichtlich 23 Uhr. Für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg gilt allerdings weiterhin die Stufe 3 von 4 bis voraussichtlich 23 Uhr.
+++ 21.20 Uhr: Die Unwetterlage spitzt sich zu. Mittlerweile gilt in den Landkreisen Vogelsberg, Fulda und Hersfeld-Rotenburg die Stufe 3 von 4 und eine amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel bis voraussichtlich 21.30 Uhr. Für den Main-Kinzig-Kreis wurde die Warnung aufgehoben.
„Es treten Gewitter auf. Dabei gibt es heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 25 l/m² und 40 l/m² in kurzer Zeit sowie Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 80 km/h und kleinkörnigen Hagel“, so der DWD. Bis 22 Uhr gilt die Warnung vor starkem Gewitter weiterhin.
Bei Stufe 3 von 4 verschärft sich die Lage. Laut DWD gelten folgende Gefahren: Gefahr für Leib und Leben durch Blitzschlag (Lebensgefahr!), einzelne herabstürzende Äste, umherfliegende Gegenstände, rasche Überflutungen von Straßen/Unterführungen und Kellern, verbreitet Aquaplaning, mögliche Erdrutsche, Hagelschlag.
Der DWD empfiehlt:
- Aufenthalt im Freien vermeiden oder Schutz suchen (in Gebäuden)
- Gewässer meiden
- frei stehende Objekte sichern (Leinwände und Möbel)
- Zelte und Abdeckungen befestigen
- im Freien auf herabfallende Gegenstände (Äste) achten
- überflutete und gefährdete Abschnitte meiden
- Verhalten im Straßenverkehr anpassen, Behinderungen auf Verkehrswegen einplanen
- vorbeugend Hochwasser-Schutzmaßnahmen treffen
- bei drohender/bereits bestehender Überflutung Keller sofort verlassen
- über Hochwasserlage unter www.hochwasserzentralen.de informieren
Update vom 26. Juni, 19.55 Uhr: Osthessen ist momentan unter einer riesen Gewitterwolke. Wie der Wetterdienst nun mitteilt, hat sich die Lage vor allem im Vogelsbergkreis verschlimmert. Die Experten haben eine amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel bis voraussichtlich 20.30 Uhr herausgegeben.
Wetterdienst warnt vor starkem Gewitter in ganz Osthessen
„Es treten örtlich Gewitter auf. Dabei gibt es heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 25 l/m² und 40 l/m² in kurzer Zeit sowie Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 80 km/h und Hagel mit Korngrößen um 2 cm“, so der DWD. Der Vogelsbergkreis befindet sich nun in Stufe 3 von 4.
Für die Landkreise Fulda und Hersfeld-Rotenburg gilt nun weiterhin Stufe 2 von 4 und eine amtliche Warnung vor starkem Gewitter bis 21 Uhr. Im Main-Kinzig-Kreis wurde die Warnung bis 20.30 Uhr verlängert.
Erstmeldung vom 26. Juni, 17.26 Uhr:
Fulda - Schluss mit Sonne und Hitze? Das Wetter wechselt ins Ungemütliche. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine amtliche Gewitterwarnung herausgegeben. Für die Landkreise Fulda, Main-Kinzig-Kreis und den Vogelsberg warnen die Experten bis voraussichtlich 19.30 Uhr vor starkem Gewitter, für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg bis 18 Uhr.
In allen Landkreisen gilt die Stufe 2 von 4, das heißt, es besteht Gefahr durch Blitzschlag, vereinzelt umstürzende Bäume, herabstürzende Gegenstände, vereinzelte, rasche Überflutungen von Straßen und Unterführungen, Aquaplaning und Hagelschlag.
„Es treten einzelne Gewitter auf. Dabei gibt es Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 70 Stundenkilometer sowie Starkregen mit Niederschlagsmengen bis 25 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit und kleinkörnigem Hagel“, erklärt der DWD.
Die Experten empfehlen:
- Aufenthalt im Freien vermeiden oder Schutz suchen (z.B. in Gebäuden)
- Gewässer meiden
- Gerüste und freistehende Objekte (z.B. Leinwände und Bühnen) sichern
- Zelte und Abdeckungen befestigen, wenn möglich, rechtzeitig abbauen
- im Freien auf herabfallende Gegenstände (z.B. große Äste, Dachziegel) achten und ggf. Schutz suchen
- Verhalten im Straßenverkehr anpassen
- überflutete und gefährdete Abschnitte (wie Unterführungen) meiden.
Auch in der vergangenen Woche warnte der Deutsche Wetterdienst vor starkem Unwetter. Nach viel Regen und teils kräftigen Gewittern am Vormittag rollte eine zweite Front über Hessen.
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