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Die Skyline von Frankfurt soll 2024 um einige Hochhäuser wachsen. Die Projekte „Four“, „Nion“ und „Kaia“ verpflichten sich der Nachhaltigkeit.
Frankfurt - Der Beiname „Mainhattan“ kommt nicht von ungefähr. Es sind die unverkennbaren Hochhäuser, die der Stadt Frankfurt ihre imposante Skyline verschaffen, die an New York oder London erinnert. 2024 sollen einige Bauprojekte dieses Image weiter verfestigen. Die geplanten Hochhäuser werden dabei unter der Maßgabe der Nachhaltigkeit mit besonderen Designelementen ausgestattet.
Bei den Projekten „Nion“, „Kaia“ und „Four“ sollen noch in diesem Jahr Meilensteine erreicht werden. Bei einigen ist der Startschuss bereits gefallen und sie sollen schon bald als neue Türme in den Frankfurter Himmel ragen. Für den Bau zuständig ist das Immobilienunternehmen Groß & Partner.
„Four“ in Frankfurt: ambitionierte Pläne für neuen Hochhauskomplex
Das Herzstück des Projektes „Four“ wird wohl die Foodhall im 233-Meter-Büroturm T1, für die bereits ein renommierter Betreiber gefunden ist. Die Compass Group, die auch im Sternerestaurant „Maintower“ und dem Café „Chez Marie“ im Marienturm an der Taunusanlage tätig ist, darf sich in diesem Jahr über eine weitere Akquisition an ihrem Gastro-Himmel freuen.
Auf insgesamt 3000 Quadratmetern soll im „Four“-Gebäudekomplex ein neuer Food-Hotspot im Rhein-Main-Gebiet entstehen. Mit Gastronomieangeboten aus den unterschiedlichsten Kulturen und Ländern, einer Bar sowie einem Lieferservice werden hier kulinarisch bestimmt keine Wünsche offen gelassen. Auch eine Kochschule ist geplant. Foodies müssen sich aber noch ein wenig gedulden, erst im zweiten Quartal 2025 soll hier das volle Erlebnis möglich sein. Große Teile des Büroturms, in dem sich die Foodhall befindet, sollen allerdings schon in diesem Jahr fertiggestellt werden.
Zudem sollen die ersten Bewohner in das 120 Meter-Wohnhaus T3 einziehen können. Im November 2023 war der kleine Büroturm T4 (100 Meter) an seinen Eigentümer Union Investment übergeben worden. Insgesamt sei 87 % der Fläche schon vermietet, die ersten, die den Vertrag unterzeichneten, war die Baker McKenzie Rechtsanwaltsgesellschaft mbH.
„Nion“ und „Kaia“: Hochhäuser sollen Frankfurt grüner machen
Es klingt paradox, aber die neuen Wolkenkratzer der Mainmetropole sollen die Stadt auch etwas grüner machen. Der Bau von „Nion“ und „Kaia“ soll noch in diesem Jahr beginnen.
Auf dem letzten freien Baugrundstück der Europa-Allee wird das über 100 Meter hohe Bürogebäude „Nion“ entstehen. Unter der Prämisse der Nachhaltigkeit stehen vor allem begrünte Außenflächen auf der Agenda. Durch spezielle Fugen sollen diese sogar bis ins Innere des Gebäudes reichen. „Der Turm wird seiner Umgebung nicht nur gestalterisch, sondern vor allem auch klimatisch und ökologisch einen großen Mehrwert bieten“, so verkündet das Immobilienunternehmen.
Das Revitalisierungsprojekt „Kaia“ legt in Sachen Nachhaltigkeit noch eine Schippe drauf. Das frühere Union-Investment-Hochhaus am Untermainkai wird unter strikten Vorlagen umgebaut. Dabei werden vor allem recycelte Materialien wie Altaluminium und Altglas zum Einsatz kommen.
Der 21-Stockwerke Wolkenkratzer bleibe weitestgehend erhalten, werde aber um weitere zwei Etagen ergänzt und für eine neue Büronutzung architektonisch angepasst. Nur der bestehende Anbau werde vollständig durch einen neuen Atrium-Anbau mit Staffelgeschoss ersetzt.
Nicht die einzigen Bauprojekte in Frankfurt: Groß & Partner vielerorts beteiligt
Die Mainmetropole scheint im neuen Jahr nicht selten auf Revitalisierung zu setzen. Groß & Partner übernahmen im Oktober 2023 bereits die technische Projektleitung des Bauvorhabens „160 Park View“ im Frankfurter Westend. Die RFR Gruppe initiierte hier die Neupositionierung und Revitalisierung eines früheren Bürogebäudes. Die Fassade sei so gut wie fertiggestellt.
Es bleiben sicherlich nicht die einzigen Bauprojekte in Frankfurt. Im ersten Quartal 2024 will die Stadt ihren aktualisierten Hochhaus-Entwicklungsplan vorstellen. Zu erwarten sein dürften darin auch einige Bauvorhaben im Ostend, denn auch dort geht es immer höher hinaus. (Maibrit Schültken)
Rubriklistenbild: © Florian Gaul/Imago


