Musical in Fulda

Straff, düster und spektakulär: Eindrücke und Szenenbilder von „Die Päpstin“

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Sabrina Weckerlin ist als „Päpstin“ im Schlosstheater zu sehen.
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Ein neues Bühnenbild, neue Szenen, eine veränderte Erzählstruktur und drei neue Lieder: Das spotlight-Musical „Die Päpstin“ feierte in einer gänzlich überarbeiteten Version Premiere.

Fulda - Komponist und Texter Dennis Martin und Regisseur Gil Mehmert haben mutig die Schere an das Erfolgsstück „Die Päpstin“ angesetzt. Wie Martin und Mehmert gegenüber unserer Zeitung schon vorab in Interviews verraten hatten, ist „Die Päpstin“ in diesem Jahr in Fulda wortwörtlich und im übertragenen Sinn in neuem Gewand zu erleben.

Straff, düster und spektakulär: Neuinszenierung von „Die Päpstin“

Die Kostüme sind andere als zuvor, auch das Bühnenbild war so noch nie zu erleben. Für die hohen Türme und mehrere Treppenelemente – die allesamt beweglich sind – zeichnet übrigens der unter anderem mit einem Tony-Award prämierte Christopher Barreca verantwortlich, ein gefragter Mann am Broadway. In Zusammenarbeit mit dem Lichtdesigner Michael Grundner sind ihm dabei spektakuläre neue Schauwerte gelungen.

Aber nicht alles ist gänzlich neu. Die beiden Hauptrollen - Johanna und Gerold - wurden in dieser Spielzeit mit guten alten Bekannten besetzt: Musicalstar Sabrina Weckerlin und ihr mittlerweile nicht minder populärer Kollege Mathias Edenborn waren bereits 2011 bei der Uraufführung als Päpstin Johanna und als (überzeugender) Markgraf Gerold in Fulda zu erleben.

Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär

Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär.
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär. © Charlie Rolff
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär.
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär. © Charlie Rolff
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär.
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär. © Charlie Rolff
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär.
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär. © Charlie Rolff
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär.
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär. © Charlie Rolff
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär.
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär. © Charlie Rolff
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär.
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär. © Charlie Rolff
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär.
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär. © Charlie Rolff
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär.
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär. © Charlie Rolff
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär.
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär. © Charlie Rolff
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär.
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär. © Charlie Rolff
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär.
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär. © Charlie Rolff
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär.
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär. © Charlie Rolff
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär.
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär. © Charlie Rolff
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär.
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär. © Charlie Rolff
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär.
Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär. © Charlie Rolff

Zusammen mit Regisseur Mehmert hat das Kreativteam um Komponist und Texter Martin mutig viele Szenen-„Schnörkel“ rausgeschmissen und die Geschichte um Johanna, die als Mann verkleidet zum Papst gewählt wird, gestrafft. In ihrer Paraderolle zu erleben ist Sabrina Weckerlin, die der Titelfigur enorme Tiefe verleiht.

Insgesamt kommt das Stück nun etwas düsterer daher, nicht zuletzt deswegen, weil Mehmert den Fokus auf die damalige Zeit legt: vor allem auf das für Frauen alles andere als angenehme Mittelalter. Bildung? Gleichberechtigung? Macht? Gab es nur für Männer. Deswegen muss Johanna ihr Geschlecht verleugnen, deswegen stößt die Römerin Marioza an die gläserne Decke.

Die Neuinszenierung von der „Päpstin“ in Fulda ist straff, düster und spektakulär.

Die Rolle dieser Kurtisane wurde großartig erweitert, sie wird gesungen und gespielt von Femke Soetenga. Auch der Gegenspieler von Johanna, Anastasius (Christof Messner), ist im Vergleich zu den vorherigen Inszenierungen ehrgeiziger und weniger Spielball der Ambitionen seines Vaters.

„Die Päpstin“: Neue Songs peppen Musik des Musicals auf

Drei neue Songs peppen die Musik auf, vor allem Johannas Lied „So viel mehr“ begeistert. Spektakulär sind die Schauwerte, die einem raffinierten Bühnenbild (Christopher Barreca) und akzentuierten Lichteffekten (Michael Grundner) geschuldet sind. Türme, Treppenelemente, Blitze und Projektionen werden dabei flexibel eingesetzt.

Ganz neu auch: der Schluss, der kein Ende ist, sondern ein neuer Anfang. Einer, der bis in unsere Gegenwart von Bedeutung ist.

„Die Päpstin“ läuft bis zum 4. August im Fuldaer Schlosstheater. Karten für die Vorstellungen sind erhältlich in den Geschäftsstellen der Fuldaer Zeitung.

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