VonLeon Schmittschließen
Der Fotografin Martina Junk sind in der Rhön erneut beeindruckende Aufnahmen von Polarlichtern gelungen. Diesmal war das Naturschauspiel sogar mit dem bloßen Auge sichtbar.
Rhön - „Es war ein unglaublich ergreifender Moment und ich vergaß vor lauter Staunen fast zu fotografieren“, berichtet Fotografin Martina Junk aus Fulda ihren Abonnenten auf Facebook und Instagram. Nachdem sie bereits am Dienstagabend (19. September) Polarlichter in der Rhön fotografiert hatte, sind ihr in der Nacht auf Montag (25. September) auf der Wasserkuppe erneut eindrucksvolle Fotos von dem seltenen Himmelsspektakel gelungen.
Rhön: Polarlichter auf der Wasserkuppe fotografiert
Anders als beim ersten Mal, als die Leuchterscheinung sich nur mit langer Belichtungszeit der Kamera einfangen ließ, seien die Polarlichter diesmal sogar mit dem bloßen Auge zu sehen gewesen. „Ich habe ständig gewechselt - zwischen Schauen und Fotografieren“, erklärt Junk auf Nachfrage unserer Zeitung.
Für Martina Junk, die oft in der Natur unterwegs ist, ist das Erlebnis in der Nacht auf Montag „das großartigste Polarlicht, das ich bisher auf der Wasserkuppe in der Rhön gesehen habe“. Für etwa zehn Minuten - zwischen 0.50 Uhr und 1 Uhr - habe sich der Himmel rot und grün gefärbt.
„Ich bin immer noch ganz geflasht und gleichzeitig glücklich und dankbar, sowas erlebt zu haben“, schreibt die Fotografin zu ihrem Social-Media-Beitrag, der viel Beachtung findet und positive Reaktionen hervorruft. Über den Facebook-Account der Hessenschau hat sogar der Hessische Rundfunk die Fotos der Fuldaerin angefragt.
Aurora Borealis: Polarlichter äußerst selten in Deutschland zu sehen
Nicht nur in der Rhön, sondern auch in vielen anderen Regionen der Bundesrepublik - etwa in Niedersachsen - ist die als Polarlichter bekannte Aurora Borealis in der Nacht auf Montag zu sehen gewesen. „Das ist für Deutschland keine Selbstverständlichkeit“, schreibt der Diplom-Meteorologe Dominik Jung am Montag in seinem täglichem Newsletter, in dem er auch eine sommerliche Prognose für die nächsten Tage abgibt.
Das beeindruckende Naturphänomen sei normalerweise nur in den polar-näheren Regionen der Erde zu beobachten. „Deutschland liegt jedoch in einer Zone, in der das Auftreten von Polarlichtern äußerst selten ist und normalerweise nur während starker geomagnetischer Stürme zu sehen ist“, erklärt Jung. „Selbst dann ist die Wahrscheinlichkeit, Polarlichter in Deutschland zu sehen, sehr gering.“ Der klare Himmel mache dies aktuell möglich - „auch in den kommenden Tagen“, so Jung.
„Um Polarlichter zu sehen, benötigen Sie auch klare, dunkle Nächte und eine geringe Lichtverschmutzung, da künstliche Beleuchtung das Erlebnis beeinträchtigen kann“, empfiehlt der Wetter-Experte. Punkte, die im Sternenpark Rhön gegeben sind. Es sei außerdem ratsam, „sich über aktuelle geomagnetische Aktivitäten und Vorhersagen zu informieren, um Ihre Chancen auf das Erleben dieses faszinierenden Naturphänomens zu erhöhen“.
Rubriklistenbild: © Martina Junk


